Gartentisch selber bauen: Welches Holz eignet sich am besten?

Schöne Gartenmöbel aus Holz sind im Handel oft recht teuer. Dabei kann man die Möbel mit etwas handwerklichem Geschick auch problemlos und preiswert selber bauen. Gerade Gartentische sind im DIY-Verfahren meist deutlich günstiger. Doch welches Holz ist hier am besten geeignet und wie geht man dem Bau des Gartentisches am besten an? Hier sind unsere DIY-Tipps.

Gartentische – online kaufen vs. selber bauen

Holztische passen eigentlich zu jedem Möbeldesign. Das gilt nicht nur für den Innenbereich. Gerade im Garten regieren oftmals naturbelassene Designkonzepte wie

  • Mediterranes Design,
  • Naturdesign,
  • oder Landhausstil,

in denen Gartentische aus Holz eine zentrale Rolle spielen. Ob als Esstisch für die Grillecke, Beistelltisch für die Sonnenliege oder Sideboard und Stellfläche für Topfpflanzen – die Verwendungsmöglichkeiten für Holztische im heimischen Grün sind zahlreich.

Gartentisch aus Holz selber bauenNun kosten hochwertige Holztische aus echtem Massivholz für den Garten im Handel oder Online-Shop aber gut und gerne mal 500 Euro oder mehr. Natürlich kann man auch günstigere Gartentische online kaufen. Das ist dann die schnelle und einfache Variante, um an einen schönen Tisch für den Garten zu kommen. Wer keine Zeit oder handwerkliches Geschick besitzt, wird damit sicher auch zufrieden sein.

Der Online-Kauf bringt aber auch Nachteile mit sich: Oft sind preiswerte Sonderangebote entweder Massenware, die nicht aus Echtholz hergestellt wurde. Und auch sonst ist die Qualität anhand von Fotos schwer einschätzbar. Daher sollte man bei den Angeboten großer Online Shops genau hinschauen, was letztendlich erst möglich ist, wenn der Tisch schon geliefert wurde. Billige Gartentische sind oft eingeschränkt draußen aufstellbar und müssen bei schlechtem Wetter innen gelagert werden, weil sie keine Witterungsbeständigkeit besitzen. 

Auch die Herkunft des Holzes ist online oft nur schwer zurückverfolgbar. Mit Blick auf die gesetzlichen Regelungen zu legalen Hölzern nach dem Holz-Sicherungs-Gesetz (HolzSiG) ist das sehr problematisch. Denn die Verwendung illegaler Tropenhölzer und gefährdeter Holzarten lässt sich so im Netz nur schwer nachweisen. Sich den Gartentisch gleich selbst zu bauen ist hier wesentlich sicherer und mit der richtigen Holzwahl bzw. dem richtigen Holzanstrich lassen sich die Tische auch im Handumdrehen wetterfest machen.

Welches Holz für den Gartentisch?

Heimwerker finden hier zahlreiche Baupläne und Tipps, um Gartenmöbel selber zu bauen. Doch wichtig ist auch die Wahl des richtigen Holzes. Die natürliche Wetterfestigkeit spielt bei Möbelhölzern für den Außenbereich eine große Rolle. Es gibt durchaus Holzarten, die wetterbeständiger sind als andere. Grundsätzlich gelten Nadelhölzer als weniger wetterfest als Laubhölzer. Einerseits neigen sie leicht zur sogenannten Bläue, einer Pilzkrankheit, durch die sich das Holz schnell bläulich oder blaugrau verfärbt. Andererseits gelten Nadelhölzer gemeinhin als Weichhölzer, die eine geringere Wärmeleitzahl besitzen. Sie ist für die chemischen Zersetzungsprozesse von Holz unter Temperatureinfluss von großer Bedeutung. Statt auf Nadelhölzer setzt man in Sachen Gartenmöbel deshalb meist auf robustes Hartholz aus dem Bereich der Laubhölzer

Geeignete Hölzern für den Gartentisch

Holzart

Vorteile

Nachteile

Balau

  • dunkel-rötliches Holz, das sehr beliebt im Gartenbereich ist
  • äußerst widerstandsfähig gegenüber hoher Beanspruchung
  • sehr resistent gegen Fäulnis und Bläue
  • Tropenholz, das sehr oft aus unsicheren Quellen stammt
  • ggf. teurer als herkömmliche Harthölzer

Douglasie

  • seltenes Nadelholz mit guter Widerstandsfähigkeit
  • schöne gelblich-braune bis rötlich-gelbe Färbung
  • leicht zu bearbeiten
  • nicht bläueresistent
  • erfordert aufwändige Imprägnierung

Eiche 

  • beliebtes Traditionsholz im Gartenbereich
  • sehr witterungsbeständig
  • naturschöne Farbgebung von beige bis honiggelb
  • sehr massiv und schwer
  • ggf. etwas aufwändiger zu bearbeiten

Eukalyptus

  • stark ölhaltig und deshalb sehr wetterfest
  • dank großer Härte sehr resistent gegen Risse
  • schnell nachwachsender Rohstoff mit sicheren Bezugsquellen
  • teurer als heimisches Holz

Robinie

  • schöne oliv-braune bis lederbraune Färbung
  • sehr beliebt für witterungsbeständige Gartenmöbel
  • keine Imprägnierung notwendig
  • noch härter als Eiche und deshalb arbeitsintensiv
  • stammt aus den USA, daher evtl. teurer als heimische Holzsorten

Sipo-Mahagoni

  • afrikanisches Laubhollz mit guter Witterungsbeständigkeit
  • auch beständig gegen Insekten und Pilze
  • das dunkle Hartholz lässt sich gut bearbeiten
  • stammt als Tropenholz oft aus illegalen Quellen

Teak

  • dunkelbraunes Holz mit hoch dekorativen schwarzen Holzadern
  • enthält ätherische Öle als natürlicher Witterungsschutz
  • Teak-Tische können unbehandelt ganzjährig im Garten stehen
  • als Hartholz aus Südostasien sehr teuer
  • illegale Bezugsquellen lassen sich schwer nachverfolgen

Der richtige Anstrich für wetterfeste Gartentische

Während man Holztische im Innenbereich nicht zwingend vorbehandeln muss, geht im Garten ohne wetterfeste Lasur, Firnis und Co. nichts. Schließlich stehen viele Gartentische ganzjährig draußen und sind dort zahlreichen Wettereinflüssen ausgesetzt. Das hinterlässt an unbehandeltem Holz natürlich seine Spuren. 

Achtung: Rege weicht das Holz auf und schafft feuchte Nährböden für Schimmelpilze und Bakterien. Die UV-Strahlung der Sonne lässt das Holz wiederum ausbleichen, vergilben oder grau werden. Und auch Frost nagt an der Substanz des Holzes. Um einen Gartentisch witterungsbeständig zu machen, sollte er darum nach der Fertigstellung einen wetterfesten Anstrich bekommen. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden.

Holzöl

Als Holzöl oder Ölfirnis bezeichnet man spezielle Ölvarianten, die nach dem Aushärten eine wasserabweisende Schicht (sog. Patina) auf der Holzoberfläche ausbilden. Generell ist Holzöl dafür bekannt, besonders umweltfreundlich zu sein. Außerdem gibt es dem Holz eine natürliche Optik, da es die holzeigene Maserung nicht überstreicht. Im Vergleich zu anderen wetterfesten Holzanstrichen ist eine Lasur im Freien aber sehr kurzlebig. Sie muss daher in regelmäßigen Abständen immer wieder neu aufgetragen werden.

Holzlasur

Ähnlich wie Holzöl sind auch Lasuren transparent und lediglich farbtongebend. Die natürliche Maserung des Holzes bleibt also auch hier erhalten. Zudem bieten Lasuren einen langlebigen Witterungs- und UV-Schutz. Leider schützen Lasuren nicht so gut vor Holzkrankheiten wie dem Bläuepilz. Zu lasierende Hölzer müssen vorab also ggf. mit einem Bläueschutzgrund vorbehandelt werden. Auch ist die Lasur nicht für stark beanspruchte Oberflächen geeignet, da die Schutzschicht hier leicht Abnutzungserscheinungen zeigt.

Holzlack

Lacke sind mit Abstand die witterungsbeständigsten und langlebigsten Holzanstriche. Außerdem machen sie das Holz strapazierfähiger für regelmäßigen Gebrauch. Es sind sogar Buntlacke erhältlich, mit denen man dem Holz eine beliebige Farbe verleihen kann. Die Holzmaserung wird von Lacken mit Ausnahme von Klarlack jedoch vollständig überdeckt. Alte Farbreste müssen vor der Lackierung sorgfältig abgeschliffen werden, damit der Lack hält. Darüber hinaus stehen viele Lacke in der Kritik, umweltschädliche Zusatzstoffe zu enthalten. 

Tipp: Es ist sinnvoll, sich vor dem Kauf die Empfehlungen zu umweltfreundlichen Holzanstrichen des Umwelt Bundesamtes anzusehen.

Doch auch bei Verwendung eines geeigneten Holzschutzes sollten Sie Ihre Gartenmöbel regelmäßig pflegen, um viele Jahre und unabhängig vom Wetter Freude daran zu haben.


Bildnachweise: © Kzenon - stock.adobe.com, © rh2010 - stock.adobe.com (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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