Gartenzwerge

Gartenzwerg mit Laterne

Der Gartenzwerg ist weitaus mehr als nur eine einfache Gartendeko. Der Zwerg begleitet den Menschen schon seit eh und je. Als Sagengestalt repräsentiert er ein menschenähnliches und kleinwüchsiges Wesen, das unter Bergen und Felsen wohnt und von großer Erdverbundenheit geprägt ist. Da wundert es doch nicht, dass irgendwann einmal auch der „Gartenzwerg“ ins Leben gerufen wurde. Meistens wird der Gartenzwerg als helfende Hand dargestellt, der mit einer Schaufel oder einer Schubkarre seinen wesentlichen Teil zur Gartenpflege und Gartengestaltung beiträgt.

Es gibt aber noch andere Erscheinungen dieser zunächst einmal friedfertigen Gartenfiguren, die schon oft für den einen oder anderen Streit am Gartenzaun gesorgt haben. Erfahren Sie jetzt mehr in unserer kurzen, informativen Übersicht.

 

1. Gartenzwerge aufstellen – aber wie?

Für das Aufstellen von Gartenzwergen als Gartendeko gibt es so gesehen keine Regeln, so auch nicht für die Anzahl der Zwerge, die Sie benötigen, um ein gewisses designerisches Soll zu erfüllen. Das gibt es so gesehen nicht, aber Sie können sich sicherlich gut vorstellen, dass zu wenig Garten Zwerge ein wenig verloren wirken könnten, während einer “Überbevölkerung” ebenfalls abzuraten wäre.

Entscheiden Sie selbst, welcher Gartenzwerg in Ihren Garten passt und wie viele es davon sein sollen. Wichtig ist nur: Wenn Sie welche aufstellen, dann zeigen Sie sie auch. Verstecken Sie Ihre Gartenzwerge nicht, denn dazu gibt es keinen Grund.

2. Die Geschichte des Gartenzwergs

Der Gartenzwerg um 1720

Der Gartenzwerg um 1720

Der Gartenzwerg als Gartendeko geht bis in die Barockzeit zurück. Während die heutigen Gartenzwerge größtenteils aus Kunststoff und Plastik gefertigt werden, wurden sie in den Anfängen ihrer Existenz aus gebranntem Ton oder auch Sandstein geformt. Es wurden auch schon Gartenzwerge aus Marmor gefunden. Im 18. Jahrhundert stellte ein bekanntes Unternehmen aus Meißen auch Gartenzwerge aus Porzellan her, die dann in den Gärten des Adels zum Einsatz kamen.

Als der Gartenzwerg erstmalig auf der Leipziger Messe ausgestellt wurde, hatte er aber schon längst internationalen Erfolg: Bereits seit 1800 wurden die ersten Zwerge in England produziert.

Die klassische Form dieser Gartenfiguren, so wie wir sie heute als altertümliche Bergmänner oder auch Gärtner mit Laterne, Spitzhacke, Bart und vor allem mit ihren spitzen, roten Hüten kennen, gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis heute hat sich diese Form am hartnäckigsten gehalten, wenn sie auch schon für allerlei Variationen herhalten musste.

3. Beliebte Gartenfigur: Der Gartenzwerg als Gartendeko

Kaufen Sie sich Gartenzwerge als Gartendeko, dann haben Sie immer lustige Figuren in Ihrem Garten stehen, die jedes Mal die Laune heben. Aufgrund ihrer bunten Gestaltung fallen Gartenzwerge sofort auf, auch wenn sie sehr klein sind und gerne auch zwischen Blumen, Pflanzen und Sträuchern positioniert werden. Gartenzwerge sind in der Regel zwischen 20 und 70 Zentimeter groß. Sicherlich gibt es sie auch in kleineren Varianten, je nachdem, wo Sie sie aufstellen möchten.

Manche Hersteller spezialisieren sich auch auf Garten Zwerge, die für die Dekoration der Innenräume verwendet werden können. Aber generell ist der Gartenzwerg etwas, das in den Garten gehört. Er schafft Geselligkeit, und wenn Sie sich Garten Zwerge hinstellen, die vielleicht sogar mit Schubkarren, Spitzhacken und Schaufeln ausgestattet sind, dann könnten sie sich womöglich auch noch positiv auf Ihre Motivation für Ihre Gartenarbeit auswirken.

4. Extreme Formen des Gartenzwergs

Gartenzwerg zeigt Hintern

Frechdachs-Rüpel in Zwergengestalt: Es gibt sogar Gerichtsurteile über die kleinen Gartenfieslinge

Es gibt ein Phänomen, vor dem auch der Gartenzwerg nicht verschont bleibt: Je harmloser und adretter eine Sache wirkt, um so mehr läuft sie Gefahr, für ausufernde Radikalisierungen missbraucht zu werden, um dadurch Aufmerksamkeit zu erwecken oder sogar einen Schockeffekt zu erzielen. Um das Image der spießbürgerlichen Gartenatmosphäre anzugreifen, das sich der Gartenzwerg im Laufe der Jahrhunderte hart erarbeitet hatte, sind seit circa 1990 Gartenzwergdesigns im Umlauf, die wirklich nichts für schwache Gemüter sind. So gibt es zum Teil mittlerweile sehr provokante Gartenfiguren, die zum Beispiel forsch ihr Gesäß entblößen oder dem Betrachter in frecher Manier den Mittelfinger zeigen.

Da diese Gartenzwergformen bereits mehrere Nachbarschaftsstreits vom Gartenzaun gerissen haben, gibt es mittlerweile Gerichtsurteile, die das Aufstellen solcher Gartenfiguren untersagen, wenn sich Nachbarn oder andere Personen durch diese empfindlich belästigt fühlen oder die Anwohnerschaft nicht unter ein bestimmtes moralisches Niveau sinken möchte. Falls Sie also mit dem Gedanken spielen, solche Gartenzwerge aufzustellen, dann sollten Sie vielleicht mit dem einen oder anderen Nachbarn darüber reden und ganz genau darauf achten, ob ihm Ihre neue Gartendeko wirklich lieb ist.

Wenn Sie ausgefallene Gartenzwerge mögen, dann muss es ja nicht immer gleich bis unter die Gürtellinie oder um Mord und Totschlag gehen. Gartenzwerge gibt es auch als Karikaturen bekannter Politiker oder auch als freundliche Rockerbanden-Imitation.

5. Wussten Sie schon, dass…

… es deutschlandweit fast 1/3 so viele Gartenzwerge gibt wie Bundesbürger? (Quelle: wikipedia.de)

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