Goldrute

Viele verschiedene Pflanzen

Die Gattung der Goldrute (Solidago) – oder Goldraute genannt – gehört zur Familie der Korbblütler und umfasst ca. 100 verschiedene Arten. Im Volksmund wird sie auch Wundkraut genannt, da ihre heilsame Wirkung bereits den alten Germanen bekannt war. Besonders verbreitet in Deutschland sind die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea), die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und die Riesengoldrute (Solidago gigantea). Es handelt sich hierbei um eine mehrjährige, je nach Art zwischen 5 cm und 2,5 m große Pflanze mit üppigen, goldgelben Blütenständen. Die Blütenstände sind in körbchenförmigen Teilblütenständen organisiert, die wiederum an länglichen Rispenästen wachsen. Ihre Stängel sind stark beblättert und verzweigt. In der Heilkunst spielt die Goldrute eine große Rolle: Dank ihrer Inhaltsstoffe wird sie seit jeher zur Linderung von verschiedenen Harnwegserkrankungen eingesetzt. Bereits im Mittelalter war bekannt, dass die Goldrute gegen Pilze und Bakterien wirkt und somit bei Entzündungen und Wunden Abhilfe schaffen kann. Des Weiteren wird die Goldrute bereits seit dem 13. Jahrhundert als Heilmittel gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Ein Tee aus den getrockneten Goldrutenkräutern wirkt harntreibend und wird auch heute noch in der Naturheilkunst gegen Blasen- und Nierenleiden empfohlen.

Name Lat: Solidago

Heimat:
Hauptsächlich Nordamerika, vereinzelt Südamerika und Eurasien.

Blütezeit: JuliSeptember

Erntezeit: September

Erntetipp:
Goldrute im Spätsommer bis Frühherbst sammeln und schonend trocknen, damit die Wirkstoffe erhalten bleiben.

Standorttipp:
Die Goldrute gedeiht in der freien Natur vor allem in lichten Wäldern und auf leicht trockenen Wiesen. Bezüglich des Bodens ist sie recht anspruchslos: Sie verträgt sowohl sauren als auch kalkhaltigen Boden.

Pflegetipp:
Pflegeleicht und anspruchslos, wie sie ist, benötigt die Goldrute keine besondere Pflege. Durch ihre Rhizome kann sie auch bei längerer Trockenzeit überleben, da sie Wasser und Nährstoffe über einen längeren Zeitraum speichern können.

Vermehrung:
Durch Samen, vermehrt sich im Garten meistens von selbst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.