Hecke schneiden: Tipps für einen gelungenen Heckenschnitt

  • Eine den Garten umgebende Hecke dient sowohl als Sichtschutz als auch der individuellen Gartengestaltung.
  • Mit einem regelmäßigen Schnitt halten Sie die Heckenpflanzen in Form und sorgen für Wuchsfreudigkeit und Blickdichte.
  • Beim Hecke schneiden spielt das passende Werkzeug genauso eine Rolle wie der Zeitpunkt und die Vorgehensweise.

Eine schön geschnittene, dichte und gepflegte Hecke ist der Schmuck eines jeden Gartens. Damit die Heckenpflanzen zum echten Hingucker werden, sollten Sie bei der Gartenarbeit einiges beachten, denn beim Heckenschnitt kommt es neben dem Zeitpunkt auch auf das geeignete Werkzeug, wie beispielsweise die Heckenscheren von Fuxtec, die Häufigkeit und das richtige Vorgehen an. Von uns erfahren Sie, wann, womit und wie Sie Ihre Hecke perfekt schneiden.

1. Heckenschnitt zwei- bis dreimal im Jahr

Eine der ersten Gartenarbeiten im Jahr kommt mit dem Heckenschnitt-Zeitpunkt im Februar, sobald kein Frost mehr erwartet wird. Wenn Sie die Heckenpflanzen jetzt sachgemäß stutzen, sorgen Sie dafür, dass die Hecke gesund, gleichmäßig und dicht weiterwächst – und zwar in der Höhe und Form, die Sie sich für Ihre Gartengestaltung wünschen. Eine Ausnahme bilden frühblühende Hecken wie Forsythien. Hier gilt es, die Blüte abzuwarten, um die Blütenpracht nicht zu schmälern.

pflegeschnitt hecke

Im Sommer erfolgt nur ein vorsichtiger Pflegeschnitt der Hecke – einerseits zum Vogelschutz und andererseits, um die Pflanzen zu schonen.

Zu Sommerbeginn Ende Juni erfolgt bei den meisten Heckenarten ein schonendes Rückschneiden. Damit gleichen Sie Unebenheiten aus. Davon abgesehen, dass ein stärkerer Heckenschnitt zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt ist, ist dieser auch aus einem anderen Grund nicht zu empfehlen, denn Sie würden den Pflanzen jetzt zu viel Substanz rauben, während diese mit den verbleibenden neuen Blättern ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben, um den Verlust auszugleichen.

In einigen Fällen kann im frühen Herbst bzw. im August oder September ein weiterer vorsichtiger Formschnitt notwendig werden. Hierbei entfernen Sie nochmals schwache Triebe, welche im Winterfrost ohnehin keine Chance hätten. Bei immergrünen Hecken wie beispielsweise dem Buchsbaum sollten Sie das Hecke schneiden zeitlich so legen, dass noch einmal Laub nachtreiben kann. Sonst sieht der Busch den Winter über nicht besonders hübsch aus.

Achtung: Laut Bundesnaturschutzgesetz § 39 ist das umfangreiche Schneiden von Hecken zwischen 1. März und 30. September untersagt. Erlaubt ist der schonende Schnitt auch während dieser Zeit – vorausgesetzt, beim Heckenschnitt wird der Vogelschutz bzw. das Wohl anderer wild lebender Tiere beachtet und es handelt sich dabei um einen Rückschnitt bzw. Pflegeschnitt der Hecke.

2. Für die Gartenarbeit gut gerüstet: Welche Heckenscheren gibt es?

Das wichtigste Werkzeug, um in Ihrem Garten bzw. rund ums Haus die Hecke zu schneiden, ist natürlich die Heckenschere. Welche Art Sie verwenden, hängt von den nötigen Arbeiten, den örtlichen Gegebenheiten und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Sie haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Arten:

heckenschere für den heckenschnitt

Es gibt verschiedene motorbetriebene Heckenscheren, die entweder per Benzin, Akku oder Strom aus der Steckdose betrieben werden.

  1. Die Handheckenschere ist nur für dünne Äste, einen leichten Formschnitt oder das erzielen bestimmter Formen geeignet. Sie ist geräuscharm, verlangt aber einen größeren Kraftaufwand.
  2. Mit der Elektroheckenschere arbeiten Sie ebenfalls geräuscharm, benötigen allerdings zur Gartenpflege eine Stromquelle in der Nähe. Dafür bringt sie ein geringes Gewicht mit und liefert eine gute Leistung bei mittelgroßen Flächen.
  3. Die Benzinheckenschere garantiert Ihnen eine höhere Schnittleistung als ihr elektrisches Pedant sowie maximale Bewegungsfreiheit. Mit ihr können Sie große Heckenflächen mit starken Ästen bearbeiten. Dafür ist sie relativ schwer und wartungsintensiv. Auch die entstehenden Abgase können störend sein.
  4. Mit der Akku-Heckenschere ist ebenfalls dafür gesorgt, dass Sie bei der Gartengestaltung überall mit ihr arbeiten können. Sie ist etwas schwerer als die Elektroheckenschere und schafft auch große Heckenflächen. Allerdings ist die Akkulaufzeit relativ kurz, so dass Sie sich einen Ersatzakku zulegen sollten.

Eine weitere Variante sind Teleskop-Heckenscheren, die Sie dafür nutzen können, um schwer zugängliche oder hohe Hecken zu schneiden. Die gängigsten Modelle werden entweder mit Akku oder per Stromkabel betrieben.

Tipp: Da einige Heckenpflanzen Dornen oder giftige Pflanzenteile besitzen, sollten Sie langärmelige Kleidung bei der Arbeit tragen. Unbedingt empfehlenswert ist zudem Schutzkleidung, zu der Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und Gehörschutz zählen.

3. Jetzt wird’s praktisch: Gartenpflege mit dem richtigen Heckenschnitt

gartengestaltung

Sie können Ihre Hecke eher natürlich wachsen lassen oder diese zu kleinen Kunstwerken gestalten.

Damit Sie die Hecke auch wirklich gerade schneiden, spannen Sie entlang der gewünschten Schnittkanten eine Schnur. Diese befestigen Sie an zwei links und rechts von der Hecke steckenden Stäben. So haben Sie die gewünschte Heckenform immer gut im Blick. Und schon geht’s los – wir erläutern Ihnen das Vorgehen mit einem motorbetriebenen Modell:

  • Halten Sie die Heckenschere immer genau waagerecht und führen Sie aus dem Rücken heraus leichte Schwenkbewegungen aus. Je ruhiger Sie Ihre Arme dabei halten, desto weniger Dellen und Hügel entstehen in der Heckenkrone.
  • Beim Hecke schneiden an der Seite stellen Sie sich so neben die Hecke, dass Sie in Richtung des ungeschnittenen Heckenteiles blicken. Bewegen Sie die Heckenschere aus den Schultern heraus auf und ab und halten Sie dabei die Arme möglichst parallel und gestreckt.

Noch mehr praktische Tipps zum Hecke schneiden in Sachen verdichten, kürzen und in Form bringen gibt’s hier:

Das sollten Sie beim Schneiden verschiedener Heckenarten beachten:

Heckenart Foto Schnitt/Jahr Merkmale
Ligusterhecke ligusterhecke zweimal im Jahr starker Formschnitt möglich
Buchenhecke buchenhecke zweimal im Jahr starker Formschnitt möglich
Thujenhecke thujenhecke gerade schneiden zweimal im Jahr starken Formschnitt vermeiden
Buchsbaumhecke buchsbaumhecke zweimal im Jahr bzw. bei langsam wachsenden Sorten einmal jährlich starker Formschnitt möglich
Forsythienhecke forsythienhecke rückschnitt einmal im Jahr nach der Blüte vorsichtig auslichten

4. Bei trübem Wetter schneiden und die Heckenform beachten

heckenpflanzen

Heckenpflanzen wie der Kirschlorbeer wachsen meist einige Meter in die Breite – dies sollten Sie sowohl beim Pflanzen der Hecke als auch beim Hecke schneiden beachten.

Abschließend haben wir noch einige Tipps für Sie, die Sie beim Hecke schneiden beachten sollten:

  • Nutzen Sie bewölktes bzw. trübes Wetter, um den Heckenschnitt vorzunehmen, denn in der prallen Sonne leiden die angeschnittenen Pflanzenteile und werden leicht braun und unansehnlich.
  • Zudem sind die Pflanzen im Zeitraum des späten Nachmittags weniger empfindlich, da sich der Saft aus den kleinen Zweigen und Blättern schon in den Stamm zurückgezogen hat.
  • Die Hecke sollte eine Trapezform besitzen – also oben schmaler sein als unten. Dadurch bekommen alle Pflanzenteile ausreichend Licht und wachsen gleichmäßig. Das macht die Hecke insgesamt zudem formstabiler und blickdichter.
  • Achten Sie außerdem bei der Heckenbreite auf den natürlichen Wuchs der entsprechenden Heckenpflanzen. Eine eher baumartig wachsende Buchenhecke benötigt beispielsweise weniger Volumen als der strauchartige Kirschlorbeer.

Extra-Tipp: Sollten sich in Ihrer Gartenhecke größere Lücken gebildet haben, platzieren Sie einen Bambusstab diagonal oder waagerecht in der offenen Stelle. Daran führen Sie nun angrenzende Triebe entlang, deren Spitzen Sie vorher etwas stutzen.

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