Herbstdünger

Hand verstreut Herbstdünger

Mit den Jahreszeiten und dem Wechsel von Wachstums- und Ruhephasen ändern sich auch die Ansprüche der Gartenpflanzen. Es leuchtet ein, dass im Frühjahr und Sommer mehr Dünger gegeben werden sollte als im Herbst und Winter, da sich die Pflanzen nun in ihrer Ruhephase befinden. Aber nicht nur auf die richtige Menge kommt es an, sondern auch auf die pflanzenspezifische Zusammensetzung – und in keiner Phase ist diese Zusammensetzung so entscheidend wie im Herbst, um die Pflanzen optimal auf die Vegetationspause vorzubereiten und einen gesunden Austrieb im Frühjahr zu fördern.

 

1. Wie wird im Herbst gedüngt?

Während der Sommermonate benötigen die Pflanzen zahlreiche Nährstoffe, um ihre Blüten und Früchte bilden zu können. Im Herbst stellt sich das Wachstum allmählich wieder ein, bevor es schließlich zur Vegetationspause im Winter kommt.

Daher wird im Herbst grundsätzlich eher sparsam oder gar nicht mehr gedüngt, da Düngemittel prinzipiell das Pflanzenwachstum anregen und die frischen Triebe bei eisigen Temperaturen zum Jahresende leicht erfrieren. Wer den Boden bereits im Sommer ausreichend mit Nährstoffen versorgt und mit Rindenmulch abgedeckt hat, kann sich im Herbst also entspannt zurücklehnen.

1.1. Bodenprobe durchführen

Im Zweifel kann der Hobbygärtner eine Bodenprobe untersuchen lassen, um zu erfahren, ob es dem Gartenboden an Nährstoffen mangelt. Entnehmen Sie dazu aus mehreren Gartenbereichen eine kleine Menge Erde und schicken Sie diese an ein Labor zur Analyse. Nach einigen Wochen wird Ihnen mitgeteilt, woran es Ihrem Gartenboden mangelt und wie Sie diesen Zustand ausgleichen und optimieren können.

Wenn Sie zusätzlich erklären, welche Pflanze an welcher Stelle gedeihen soll, werden Ihnen diesbezüglich Vorschläge zur individuellen Bodenaufbereitung gemacht. Der Nährstoffmangel wird dann gezielt mit einem passenden Dünger ausgeglichen, bevor weitere Pflanzen gesetzt werden.

2. NPK-Dünger

Die wirksamen Bestandteile eines jeden Pflanzendüngers sind Stickstoff (chemisches Kürzel: N), Phosphat (P), Kalium (K) und einige Spurenelemente, wie Magnesium und Calcium. Auf handelsüblichen Düngern ist die sogenannte “NPK-Zusammensetzung” aufgeschlüsselt, zum Beispiel “NPK: 12-12-17” für Blaukorn, dasstandardmäßig 12 % Stickstoff, 12 % Phosphor und 17 % Kalium enthält.

Jeder dieser Nährstoffe hat eine bestimmte Wirkung auf die Pflanze: Stickstoff wirkt wachstumssteigernd, Phosphat begünstigt den Zellstoffwechsel und Kalium sorgt für die nötige Winterhärte. Wenn Sie Ihre Pflanzen also gezielt auf den Winter einstellen möchten, sind kaliumhaltige Düngemittel die richtige Wahl, während stickstoffhaltige Produkte im Sommer für einen Wachstumsschub sorgen.

Kalium wirkt als natürlicher Frostschutz.

Kalium wirkt als natürlicher Frostschutz.

Die einzelnen Bestandteile des Düngers begünstigen sich gegenseitig. So sorgt ein besserer Zellstoffwechsel für eine gesteigerte Aufnahme des Stickstoffs, der wiederum das Wachstum der Pflanzen fördert.

Die Dosierung der Nährstoffe sollte den Bedürfnissen des jeweiligen Gartens und der heimischen Planzen angepasst werden. Doch auch unerfahrenen Hobbygärtnern gelingt dies problemlos, solange man sich an einige Faustregeln zur Gartenpflege hält – die Pflanzen erledigen den Rest.

Die entscheidende Regel zur richtigen Herbstdüngung lautet: Jetzt wird nur ganz wenig und kaliumlastig gedüngt. Die Pflanzen schalten in dieser Zeit bereits auf Ruhemodus um, betreiben weniger Photosynthese, wachsen kaum noch und benötigen entsprechend geringe Nährstoffmengen. Zu viel Stickstoff im Herbst kann dazu führen, dass die Pflanze munter weiterwächst und neue Triebe ausbildet, die dann im Winter schnell erfrieren.

Nicht wachstumssteigernd und zugleich hilfreich gegen die Kälte ist eine weitere Düngerkomponente: Kalium. Kalium ist ein Salz und seine Wirkungsweise in der Pflanze entspricht stark vereinfacht dem Effekt von Streusalz auf winterlichen Straßen: Ein erhöhter Kaliumanteil in den Zellen der Pflanze erhöht den Gefrierpunkt der Zellflüssigkeit, sodass die Pflanze niedrigere Temperaturen länger aushalten kann.

3. Herbstdünger für den Rasen

Streuwagen ermöglichen eine gleichmäßige Düngung.

Streuwagen ermöglichen eine gleichmäßige Düngung.

Eine kaliumlastige Herbstdüngung für den Rasen ist in jedem Jahr empfehlenswert. Nachdem Sie abgefallenes Laub entfernt und den Rasen auf etwa vier Zentimeter eingekürzt haben, können Sie Herbstdünger für den Rasen ausbringen. Welchen Herbstdünger Sie dabei verwenden, ist dem Rasen egal – entscheidend ist der Kali-Anteil, der sehr hoch ausfallen sollte: Während normaler Rasendünger meist einen Kalium-Anteil von 1-12 % aufweist, verfügen spezielle Herbstdünger über rund 18 % oder mehr.

Das handelsübliche Granulat lässt sich einfach verteilen. Achten Sie darauf, möglichst gleichmäßig zu arbeiten und nicht zu viel Dünger zu verwenden, da eine Überdüngung das biologische Gleichgewicht gefährdet und zu Schäden an der Bodenfauna und den Pflanzen führen kann. Durch eine mäßige Düngung ist der Rasen hingegen gut auf den Winter vorbereitet und Sie können sich im Frühjahr über einen üppigen, sattgrünen Zuwachs freuen.

Tipp: Mit einem Handstreugerät oder einem Streuwagen lässt sich das Düngemittel flächendeckend gleichmäßig und rückenschonend verteilen.

4. Herbstdünger online kaufen

 
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  • Leichte Handhabung: Gleichmäßige Ausbringung des Düngers mit der Hand oder dem Streuwagen auf den trockenen Rasen ohne Überlappen der Bahnen (1-2 Tage nach dem Mähen), Anschließend ausgiebige Bewässerung (bei Hitze und Trockenheit ca. 20 Minuten)
  • Schnelles Auflösen der Körner dank homogenem, feinen Granulat, Trockene Lagerung bei über 6 °C und unter 35 °C, Anwendung nur auf Rasenflächen
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