Hortensie

Viele verschiedene Pflanzen

Die Hortensie (Hydrangea paniculata, arborescens, macrophylla) ist dank ihrer langen Blütezeit und ihren üppigen Blüten eine sehr beliebte Gartenpflanze. Der Name Hortensie kommt von Hortus – Garten -, und Hydrangea, dem Wasserstrauch. Es handelt sich also um eine »Wasserschlürferin«. Durch viele Neuzüchtungen gibt es von Mini bis Maxi eine Vielzahl neuer Hortensiensorten, z.B. Bauern-Hortensien, Teller-Hortensien, bei denen ein Kranz kleiner Blüten von einem Rand großer Einzelblüten umgeben ist, weiße Schneeball-Hortensien, Samt-, Rispen- und Kletter-Hortensien. Die neue Hortensien-Generation ist von niedriger, kompakter Wuchsform mit langer Blütenhaltbarkeit. Die schönen Blüten der Hortensien sind in Wahrheit umgewandelte Laubblätter, die vom Fachmann als Hochblatt oder Perigon bezeichnet werden. Die Hortensie liebt ein leicht feuchtes, kalkfreies Erdsubstrat. Eine blühende Hortensie kann lange erfreuen. Besonders dankbar sind Züchtungen von buschig-gedrungenem Wuchs. Mit zunehmendem Alter werden sie – bei jährlichem Rückschnitt im Frühjahr – immer schöner. Ihr Farbspiel reicht von Weiß, Rosa, Rot, bis hin zu Blau. Es gibt sowohl Ball- als auch Tellerformen. Da sie frostempfindlich ist, muss sie im Winter vor Kälte geschützt werden. Durch die veränderten Kulturzeiten ist die H. macrophylla heute auch eine beliebte Zimmerpflanze geworden. Nachdem sie im Zimmer geblüht hat, kann sie ab Mai im Garten ausgepflanzt werden. Meist können Sie blühende Hortensien ab Februar kaufen.

Name Lat: Hydrangea macrophylla

Heimat: Amerika, Asien

Blütezeit: Januar – August

Standorttipp:
Der natürliche Standort liegt im halbschattigen bis schattigen Bereich. Mit Ausnahme der Minihortensien braucht die Pflanze viel Platz, sonst kommen ihre großen Blütendolden nicht zur Wirkung. Je kühler die Pflanze im Sommer steht, desto länger halten die Blüten. Hortensien brauchen einen feuchten, humusreichen, leicht sauren Boden (bei kalkhaltigem Boden besteht Chlorosegefahr!).

Pflegetipp:
Wichtig ist eine reichliche Wasserversorgung. Nur wenn der Wasserhaushalt stimmt, bleiben die Hochblätter lange erhalten, erst im Alter verlieren sie ihre Farbe und vergrünen. Goethe hat schon gesagt: »Alles ist Blatt«. Tatsächlich gehen die Hochblätter langsam in Laubblätter über, ohne dass dabei die Form des ehemaligen Blattes verlorengeht. An heißen Tagen ist gelegentliches Übersprühen anzuraten. Nach den Eisheiligen können Hortensien in den Garten gepflanzt werden. Beim Umsetzen ist auf eine humose, lehmhaltige Erde, deren pH-Wert bei 6,5 liegt, zu achten. Ab Juni/Juli muß die Pflanze ausreichend mit einem kalkfreien Spezialdünger versorgt werden. In Weinbaugebieten ist kein Frostschutz nötig. Überwintern Sie die Hortensie im kühlen Keller oder in der frostfreien Garage bei 4 bis 6°C. Da die Pflanzen Laub abwerfen, braucht der Winterplatz nicht hell zu sein; gelegentlich muss gegossen werden.

Vermehrung:
Die Hortensie vermehren Sie einfach durch Triebspitzen-Stecklinge. Diese bewurzeln Sie in einem Glas Wasser, dem etwas Holzkohle zugesetzt wurde.

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