Kohlrabi pflanzen, ernten und lagern

Kohlrabi

Der Kohlrabi erfreut sich in deutschen Gemüsegärten großer Beliebtheit, denn er wird als Beilage, aber auch als Rohkost sehr geschätzt. Aufgrund der lateinischen Wortherkunft  rapa, rupum = Rübe und caulis = Kohl, wird er in vielen Regionen auch Kohlrübe oder Rübkohl genannt. Das Gemüse gibt es in über 40 verschiedenen Sorten, der Handel unterscheidet aber vorrangig zwischen dem klassischen “weißen” und dem eher unbekannten “blauen” Kohlrabi. Geschmacklich unterscheiden sich die Kohlrabi-Sorten jedoch nicht.

Die Kohlrübe war im 19. Jahrhundert in Deutschland auf dem Vormarsch und in Gemüsegärten und anschließend auf dem Teller gern gesehen. Er wurde sogar so beliebt, dass er in anderen Ländern nach einiger Zeit als “typisch deutsch” angesehen wurde. Nicht umsonst wurde das Wort “Kohlrabi” auch in den englischen und russischen Sprachgebrauch übernommen.

Die Beliebtheit des Gemüses überrascht kaum, ist es doch so vielfältig einsetzbar: Kohlrabi kann roh verspeist, gedünstet, gebraten oder gekocht werden und ist für Suppen, Gemüsepfannen, Salate, Gratin oder als einfache Beilage geeignet. Gleichzeitig ist er ein Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen. Die Deutschen verzehren jedes Jahr 100 Millionen Knollen.

1. Kohlrabi pflanzen

Kohlrabipflanze

Die Knolle des Kohlrabi wächst wenige Zentimeter über dem Boden.

Die Kohlrübe ist, ebenso wie der Kopfsalat, gut für Gemüsegarten-Anfänger geeignet, denn sie kann von April bis Juli gesät werden. In diesen Monaten liegt die Temperatur meist zwischen 15 und 25 Grad: Optimale Voraussetzungen für ein gutes Wachstum.

Am besten sät man die Samen in Schalen. Die daraus entstehenden Setzlinge können dann in den eigenen Gemüsegarten umgelagert werden. Dabei sollte man zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von mindestens 30 cm einhalten. Die Setzlinge sollten bis zu den Keimblättern in das Gartenbeet gesetzt, und regelmäßig gewässert werden. Wer den Boden ein wenig mit Humus oder Brennnesseljauche versetzt, gibt dem Kohlrabi eine ausgezeichnete Wachstumsgrundlage. Er reift im Vergleich zu anderen Gemüsesorten übrigens relativ schnell: innerhalb von sechs bis zehn Wochen. Achtung: Wer ihn zu lange reifen lässt, riskiert den frischen Geschmack- er wird nach zu langer Reifedauer holzig.

Außerdem sollte eine direkte Nachbarschaft im Gemüsegarten mit Knoblauch, Erdbeeren und Eichen vermieden werden. Als Nachbarn im Gemüsebeet eignen sich Kopfsalat, Bohnen, Möhren, Erbsen, Lauch und Tomaten.

2. Schädlinge bekämpfen

Kohlrabi in Gemüsebeet

Kohlrabi im Gemüsegarten muss vor Schädlingen geschützt werden.

Obwohl der Rübkohl im Gegensatz zu anderem Gemüse relativ unempfindlich ist, sind Schädlinge wie der Kohlweißling (eine Schmetterlingsart) doch häufiger an ihm interessiert, um unter den Blättern ihre Eier abzulegen. Die später schlüpfenden Larven machen sich schnell über die Blätter her und machen so den Kohlrabi zunichte. Die Eiablage kann durch ein über den Rübkohl gespanntest Vogelnutznetz verhindert werden.

Um Erdflöhe im Sommer vom geliebten Gemüse fernzuhalten, achtet man einfach auf ausreichende Bewässerung des Bodens.

3. Den Kohlrabi richtig lagern und kochen

Kohlrabi mit Gewürzen

Kohlrabi ist in Deutschland eine beliebte Beilage.

Wer eine große Menge Kohlrabi geerntet hat, kann natürlich nicht alles auf einmal verspeisen. Im Kühlschrank kann er sich zwar bis zu zwei Wochen halten, diese Zeitspanne sollte allerdings nicht überschritten werden, denn nach spätestens 14 Tagen wird er holzig. Vor der Einlagerung sollten die Blätter von der Knolle getrennt werden.

Im Eisfach kann der Kohlrabi aufgrund der niedrigen Temperaturen bis zu neun Monaten verbleiben, wenn er vorher in schmale Stifte geschnitten wurde.

Bei der Zubereitung als einfache Beilage reicht es, ihn 12 Minuten im Wasser köcheln zu lassen.

Tipp: Die Kohlrabiblätter sind nahrhafter als die Knolle selbst: Sie können als Kräuter für Salatdressings oder leckere Saucen verwendet werden.

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