Dill: Nicht nur für Dillgurken

Dill anbauen ist kinderleicht: Die ursprünglich aus Vorderasien stammende Pflanze fühlt sich bei uns pudelwohl, gedeiht prächtig und sieht obendrein schön aus. Bezüglich der Böden ist die Pflanze eher anspruchslos, lediglich Unkraut sollte im Umfeld der kleinen Dillschösslinge sorgfältig gejätet werden.

1. Dill züchten

Dill Pflanze

Dill Pflanze

Dill ist ein sogenannter Dunkelkeimer: Die Samen werden dazu am besten in einen Schrank auf ein Stück feuchte Watte gelegt. Nach etwa drei Wochen bei einer Temperatur von 10 bis 30 °C ist der Dill gekeimt und fertig zur Anpflanzung.

Die kleinen Dillschösslinge entwickeln sich anfangs recht langsam, daher sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht von Unkraut überwuchert werden. Die ausgewachsene Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 75 cm, selten sind auch Wuchshöhen über einen Meter möglich.

Um einen besseren Ertrag zu halten, sollte die Dillpflanze regelmäßig gegossen werden.

2. Erntezeit

Dill kann geerntet werden, wenn er nicht mehr wächst und schön grün im Saft steht. Geerntet werden meist nur die 15 bis 25 cm langen Dillspitzen. Diese lassen sich vielseitig in der Küche verwendet und entsprechen dem frischen Dill, den man auch im Supermarkt bekommt.

Die Blüten sollte man im Übrigen stehen lassen: Wenn der Dill braun wird und die Blütendolden anfangen auszutrocknen, werden die Samen an der Wuchsstelle im Boden verteilt und säen sich fürs nächste Jahr neu. Der Dill bleibt Ihnen also lange erhalten.

3. Kochen mit Dill

Dill ist in der Küche überaus vielseitig verwendbar: So ist er für viele Salate, insbesondere Gurkensalate, eine geschmackliche Bereicherung. Dillgurken sind ohne Dill nicht denkbar, Ähnliches gilt für die Graved-Soße zum stilecht-skandinavischen Lachsgenuß.

Frische Fische wie zum Beispiel Forellen erhalten durch Dill eine besondere Geschmacksnote; auch Fleischgerichte können mit Dill verfeinert werden. Selbst vor der Sättigungsbeilage macht der Dill nicht halt: Salzkartoffeln verlieren viel von ihrer Ödnis, wenn sie mit frischen, klein gehackten Dillspitzen bestreut werden.

Frischen Dill lagert man am besten bei 0 bis 1 °C und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit. Wer sich hierfür keine Klimakammer anschaffen möchte, kann die Dillspitzen auch in ein Glas im Kühlschrank stellen. So hält sich das Kraut etwa eine Woche.

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