Rucola: Rauke reloaded

Rucola im Beet

Rucola – das klingt nach Sonne, Pinien, Toskana und ausgesprochen italienisch. Wonach “Senfrauke” klingt wollen wir hier nicht kommentieren, aber in Deutschland ist die Pflanze seit dem Altertum unter diesem Namen bekannt und so gesehen hierzulande ein alter Hut. Bereits die Germanen nutzten das bitter-scharfe Kraut, auch als Potenzmittel.

Unbeachtet wucherte das auch bei uns ausgezeichnet wachsende Kraut in verwilderten Gärten und am Wegesrand vor sich hin; der scharfe Geschmack machte es in der deutschen Küche unbeliebt.

Erst mit dem Siegeszug der italienischen Küche kam die Rauke zurück auf den Tisch; zeit- und trendgerecht in “Rucola” umgetauft. Die Rucola-Rezepte vermehren sich seither explosionsartig, auch bei Discountern ist der vermeintliche “Nobelsalat” erhältlich. 

Aus dem eigenen Garten schmeckt er aber viel, viel besser: Wir geben Tipps und Hinweise zum Rucola-Rauken-Senfrauken-Anbau im eigenen Garten.

1. Rucola Salat anbauen

Salatrauke

Rucola ist eine Art Mischung von Kraut- und Salatpflanze, daher braucht sie einen feucht-lockeren Boden und etwas Platz zum Wachsen. Sandig-lehmiger Untergrund und eine sonnige Lage sind ideal.

Die Aussaat sollte in etwa 1 cm tiefen und mit 15 cm Abstand versehenen Rillen erfolgen, die nach dem Einstreuen des Samens verschlossen und gut angegossen werden.

Für den Salat geerntet werden sollte der Rucola, solange er noch jung ist. Die älteren, größeren Blätter schmecken sehr streng und sind scharf-bitterlich; diese lassen sich gut zum Würzen einsetzen.

2. Rucola Rezept Vorschläge

Rucola im Beet

Rucola lässt sich in der Küche recht vielfältig einsetzen. Da der strenge Geschmack als “purer” Salat nicht jedermanns Sache ist, wird er oft in Salate als zusätzliche Würze eingestreut. 

Wer es würzig und kräftig mag, kann einmal Rucola-Carpaccio probieren: Die dünnen, rohen Rindfleischscheiben (gibt es im Supermarkt) werden auf ein Rucola-Bett gelegt, mit Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer angemacht und mit frisch gehobeltem Parmesan bestreut.

Ältere Rucola-Blätter können wegen ihres intensiven Geschmacks hervorragend Nudelgerichten, Risottos oder Suppen beigemischt werden. Fast schon ein Klassiker ist auch die Rucola-Pizza: Mit Parmaschinken und frischem Parmesan belegt erfreut sie sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit.

Der Name “Senfrauke” kommt übrigens nicht von ungefähr: Die Pflanze hat einen hohen Gehalt an Senfölen, ähnlich wie Rettich oder Kresse, nur intensiver. Ihrer Kreativität beim Rucola-Einsatz in der Küche sind also nur geschmackliche Grenzen gesetzt.

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