Kürbis pflanzen: So wächst das Gemüse auch in Ihrem Garten

Kürbisse

Kürbisse sind nicht nur lecker und sehen gut aus, man kann auch ganz leicht selbst Kürbisse anbauen. Es gibt 20 verschiedene Arten, die in Ess- und Zierkürbisse unterteilt werden.

Während Zierkürbisse ausschließlich zu dekorativen Zwecken dienen, kann man aus den essbaren Sorten schmackhafte Kürbis-Gerichte zubereiten. Welche das sind und welche Schritte auf dem Weg zur selbst gemachten Kürbissuppe vor Ihnen liegen, lesen Sie hier.

1. Kürbis pflanzen und düngen – hell, fett und feucht!

Kürbisbeet

Kürbisse gedeihen am besten auf nährstoffreichen Böden.

Den Kürbis kann man sehr leicht im Garten pflanzen und züchten. Man kann je nach Belieben die Jungpflanzen im Gartencenter kaufen oder aus Kürbissamen heranzüchten. Die Anzucht aus Samen beginnt man nach dem letzten Frost im April, entweder im Gewächshaus oder im Zimmergewächshaus.

Die Samen werden ca. 1 cm tief in die Erde gesteckt, die immer gleichmäßig feucht sein sollte, und keimen bereits nach einer Woche. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus begünstigt das Wachstum und die Samen sind gleichzeitig vor Vögeln geschützt.

Neben viel Licht und Wärme ist ein nährstoffreicher Boden die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Kürbiszucht. Um sicher zu gehen, dass der Boden auch genügend Nährstoffe enthält, kann man ihn mit reifem Mist oder Kompost düngen.

Hornspäne eignen sich ebenfalls als Dünger. Um Geruchsbelästigung in Innenräumen vorzubeugen, kann aber auch mineralischer Dünger wie Blaukorn oder Flüssigdünger verwendet werden.

Weil die Jungpflanzen bei Nacktschnecken als Snack sehr beliebt sind, empfiehlt es sich, sie nach der Aussaat mit Schneckenkorn zu schützen. So unscheinbar diese Jungpflanzen im Frühjahr aussehen, man sollte beim Auspflanzen im Mai darauf achten, sie im Abstand von etwa einem Meter zu pflanzen, weil sie den Sommer über sehr ausladend wuchern.

 

Tipp: Als bester, weil nährstoffreichster Standort für Kürbisse hat sich der Kompost erwiesen. Wenn in Ihrem Garten ein Holzkomposter oder gar ein klassischer Misthaufen steht, pflanzen Sie Ihre Kürbispflänzchen einfach direkt hinein oder unmittelbar daneben. Eine üppige Nährstoffzufuhr ist dann in jedem Fall gesichert und die Kürbisranken kaschieren zusätzlich den häufig recht unansehnlichen Komposter.Die Farbe grün steht für Hoffnung und die Natur; passt gut, wenn es z.B. um Naturprodukte, Bio, Vegetarismus etc. geht.

2. Kürbis ernten

Die Kürbisernte erfolgt im Spätherbst. Der Reifegrad des Kürbisses lässt sich mit dem sogenannten “Klopftest” bestimmen: Klingt der Kürbis hohl, ist er reif und man kann ihn ernten. Ein weiteres Zeichen für die Reife des Kürbis ist ein harter und eingetrockneter Stielansatz. Ernten Sie die Kürbisse unbedingt vor dem ersten Nachtfrost und lagern Sie die Früchte kühl und trocken. Gut gelagerte Kürbisse sind bis zum Frühjahr haltbar.

3. Zubereitung: Esskürbisse aus eigener Züchtung

Kürbisse halten nach der Ernte sehr lange und sind in der Küche vielfältig verwertbar.

Der Kürbis ist ein Küchen-Allrounder. Das wohl beliebteste Gericht ist die Kürbissuppe. Man kann den Kürbis aber auch als Marmelade, Beilage zu Nudeln oder Fleisch, als Kompott oder Kürbisbrot verwenden. In den USA ist auch der Kürbiskuchen eine beliebte Süßspeise. Die Kürbiskerne eignen sich als gesunde Knabberei für zwischendurch. Aus Ihnen wird auch das Kürbiskernöl gepresst, das sich hervorragend zur Zubereitung von Salaten und Dressings eignet.

4. Übersicht: Essbare Kürbisse

  • Der “Gelbe Zentner”: Ein in Deutschland sehr verbreiteter Esskürbis ist der “Gelbe Zentner”, der bis zu 20 Kilogramm schwer werden kann. Sein Fleisch ist allerdings nur wenig aromatisch.
  • Hokkaido: Das Fruchtfleisch des Hokkaidokürbis schmeckt nussig und man kann die Schale mitessen. Sie wird beim Kochen sehr weich und kann bei der Zubereitung einer Kürbissuppe einfach püriert werden.
  • Early Butternut: Der Early Butternut oder “Butternuss”, seiner Form wegen auch Birnenkürbis genannt, hat ein sehr weiches Fruchtfleisch und kaum Kerne, was die Verarbeitung des Kürbisses erleichtert.
  • Musque de Provence: Der Musque de Provence hat eine abgeflachte Form, sein Fruchtfleisch ist fest und es schmeckt fruchtig und süß.
  • Flaschenkürbis: In Europa ist er der heimische Esskürbis. Unreife Früchte werden in Indien, Italien und China gekocht als Sommergemüse zubereitet. Die reife Frucht diente historisch auch als Behälter für Nahrungsmittel und Flüssigkeiten (Kalebasse) oder sogar als Musikinstrument bei Naturvölkern. In Japan wird das getrocknete Fruchtfleich auch als essbarer Behälter für Speisen verwendet.
  • Zucchini: Auch die Zucchini ist eine Kürbisplanze, die aber im Gegensatz zu den Winterkürbissen ausschließlich im Sommer geerntet wird.

5. Der Kürbis und seine Herkunft

grüner Kürbis

In Amerika entdeckte man neue Kürbisarten.

Die Geschichte des Kürbis reicht über 8000 Jahre zurück. Sein Heimatland ist das tropische Mittel- und Südamerika. Die indianischen Ureinwohner in Peru und Mexiko bauten schon 5000 v. Chr. Kürbisse an.

Vor der Entdeckung Amerikas war in Europa nur der Flaschenkürbis bekannt. Dieser wurde sogar als Haushaltsgegenstand benutzt: Als Topf, Löffel oder Karaffe. Heute werden die Kürbiskerne neben der Speiseölproduktion auch zu pharmazeutischen Zwecken eingesetzt. Ihre Inhaltsstoffe unterstützen die Blasenfunktion und beugen Prostatakrebs vor.

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