Laubholzbockkäfer in Bonn

Laubholzbockkaefer

Die Stadt Bonn fällt gerade etwa 150 Ahornbäume im Randbezirk Tannenbusch. Der Grund ist einer der gefährlichsten Baumschädlinge überhaupt: der asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis).

Der Baumschädling bevorzugt Ahorn, der in Bonn etwa 70 Prozent des städtischen Baumbestandes ausmacht, befällt aber auch andere Bäume. Er nagt die Rinde an und legt seine Eier im Baum ab. Zwei Jahre lang fressen die Larven im Inneren des Baumes und wenn schließlich der Käfer durch sogenannte “Ausbohrlöcher” in der Krone des Baumes ins Freie kriecht, ist der Baum von innen schon so stark zerfressen, dass er nicht mehr gerettet werden kann.

Weil es noch kein wirksames Insektizid gibt, müssen vorsorglich auch die umstehenden Bäume großflächig gefällt und verbrannt werden. Die Stadt handelt auf Anweisung des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer NRW, außerdem schreibt eine EU-Richtlinie die Maßnahmen vor.

Die Stadt hat zur Bekämpfung des Käfers ein Dutzend neue Mitarbeiter eingestellt. Zur Feststellung des Befalls wurden sogar Spürhunde auf den Geruch des Käfers abgerichtet. Spuren, wie Sägespäne am Fuß der Bäume, sogenanntes “Genagsel” und die Ausbohrlöcher in der Baumkrone, weisen auf einen Befall hin.

Eine Ausrottung des Laubbockholzkäfers erscheint trotz der umfangreichen Maßnahmen unwahrscheinlich. 1996 wurde der “ALB” in New York gesichtet und trotz großräumiger Rodungen konnte eine Ausbreitung an der gesamten Ostküste der USA nicht verhindert werden.

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