Linde: Der Lindenbaum im Porträt

Linden sind schöne und vielseitige Bäume. Als Bienenweide sind sie bei Imkern sehr beliebt. Traditionell wird Lindenblütentee bei Erkältungen eingesetzt. Einst wurde sogar der Bast aus der Rinde der Lindenbäume genutzt, unter anderem als Bindematerial und für Matten, Seile oder andere Gebrauchsgegenstände.

 
 

1. Verbreitung und Alter

Linden können sehr alt werden. In einem Arboretum im englischen Westonbirt steht eine Linde, die rund 2.000 Jahre alt sein soll. Die „Riesenlinde zu Heede” im Emsland gilt als dickster Baum Deutschlands und ist wahrscheinlich etwa 600 Jahre alt. Sie wurde vermutlich im 15. Jahrhundert gepflanzt und wuchs im Hof einer alten Burganlage, die um 1670 zerstört wurde. Die wohl damals schon eindrucksvolle Linde wurde dabei auf Befehl des Heerführers vor der Zerstörung bewahrt.

2. Lindenbaum: Geschichte

Helle Lindenblüten

Die Blüten der Linde sind hellgelb bis weiß.

Linden spielen in deutschen Mythen und Märchen eine große Rolle. Für die Germanen waren Linden heilige Bäume, die der Liebesgöttin Freya geweiht waren. Linden hatten auch später für die Menschen eine besondere Bedeutung. Sie galten als Symbol für Heimat und Schutz, an Tanzlinden traf sich die Dorfgemeinschaft zum Feiern und unter großen alten Linden wurde Recht gesprochen. Auch die Gartenlinde erfreute sich reger Beliebtheit.

Viele Straßen wurden nach Linden benannt, die bekannteste dürfte „Unter den Linden” in Berlin sein. In Ortsnamen wie Lindau und Lindeck erkennt man noch die Herkunft. Auch der Name Leipzig geht auf Linden zurück: Er hat seinen Ursprung im sorbischen Wort Lipsk. Es bedeutet so viel wie „Linden-Ort” oder „Ort bei den Linden” und findet sich auch in dem tschechischen Namen Lipsko für die Stadt Leipzig wieder.

3. Die Linde als Gartenbaum

Auch als Gartenbaum ist die Linde geeignet. In Dachform gezogen ist sie an heißen Sommertagen ein guter Schattenspen. Wichtig ist allerdings das Beschneiden des Lindenbaums zum Formbaum. Formbäume benötigen weniger Platz als jene, die nicht geschnitten werden. Die Größe wird durch die Schere begrenzt.

So können Linden mit kastenförmiger Krone oder wie ein Spalier geschnitten auch in einem Vorgarten wachsen. Sie schützen das Haus in der warmen Jahreszeit vor zu viel Sonne und lassen im Winter viel Licht durch. Damit sie weiterhin so schön in Form bleiben, ist ein jährlicher Schnitt nötig. Den können zum Beispiel die Fachleute aus dem Garten- und Landschaftsbau durchführen.

4. Linden und Wien

Der Name der weltberühmten Lipizzaner aus der Spanischen Hofreitschule in Wien steht mit Linden in Zusammenhang: Diese edle Pferderasse wurde anfangs nur in dem slowenischen Gestüt Lipica (italienisch Lipizza) an der slowenisch-italienischen Grenze in der Nähe von Triest gezüchtet. Die Bezeichnung Lipica geht auf Lipa – das slowenische Wort für Linde – zurück.

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