Maulbeerschildläuse an Gehölzen

Frauenhände halten kleinen Baum

Seit einigen Jahren tritt an verschiedenen Gehölzen in Gärten vermehrt die aus Asien eingeschleppte Maulbeerschildlaus (Pseudaulacaspis pentagona) auf. Befallen werden nach Angaben des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beispielsweise der Trompetenbaum, Kirschlorbeer und der Japanische Schnurbaum. Aber auch Blauglockenbaum, Pfirsich und Johannisbeere gehören zu den möglichen Wirtspflanzen. Ein Befall zeigt sich vor allem durch die oft massenhaft am Stamm und an den Ästen vorkommenden männlichen länglich-weißen Tiere. Weibliche Schildläuse, die rundlich geformt und hellbraunfarben sind, findet man hingegen kaum.

Obwohl es durch einen Befall in der Regel nicht zu einer nennenswerten Schädigung der Pflanzen kommt, ist eine Bekämpfung dennoch empfehlenswert. Eine weitere Ausbreitung dieser für diese Region noch neuen Schädlingsart sollte auf jeden Fall vermieden werden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da eine sichere Bekämpfung der Schildlaus, nachdem sie sich bereits stärker etabliert hat, kaum mehr möglich ist. Insektizide, die üblicherweise gegen Schildläuse eingesetzt werden, zeigen kaum Wirkung.

Sollte es zu einem Befall kommen, bleibt als mögliche Gegenmaßnahme nur noch die mechanische Bekämpfung, etwa durch das Abbürsten von Stamm und Ästen mithilfe einer festen Bürste. Auch ein Hochdruckreiniger kann sinnvoll sein. Sämtliche mechanischen Maßnahmen müssen allerdings stets mit größter Vorsicht erfolgen, um eine zusätzliche Schädigung der Gehölze, etwa von Rinde und Blättern, auf jeden Fall zu vermeiden. Auch ein Rückschnitt der befallenen Pflanzenteile kann helfen, eine weitere Ausbreitung der Maulbeerschildlaus zumindest teilweise einzudämmen.

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