Die Pflege des Naturpools im Herbst

Natürliche Bademöglichkeiten im eigenen Garten sind im Laufe der vergangenen Jahre zu einem regelrechten Trend geworden. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, einen Naturpool in ihrem Garten anzulegen, der alle Vorzüge eines Swimmingpools und einer natürlichen Badestelle miteinander vereint.

1. Was unterscheidet einen Naturpool von einem Schwimmteich?

Der Schwimmteich ist eine völlig natürliche Teichanlage, die in den meisten Fällen ohne jegliche Art von Technik und vor allem ohne Chemikalien auskommt. Hier übernehmen Wasserpflanzen und Mikroorganismen die Reinigung des Wassers, ohne dass „künstliche“ Unterstützung notwendig ist. Die Schwimmfläche beträgt etwa 40 Prozent der gesamten Wasserfläche.

Im Gegensatz zum Schwimmteich gliedert sich der Naturpool in zwei Teile, die je nach Teichkonzept sehr unterschiedlich angelegt werden können. Es gibt einen Bereich, in dem Wasserpflanzen, Fische und Mikroorganismen ansässig sind und einen etwas abgetrennten Bereich, der ausschließlich zur Nutzung durch den Menschen angelegt wird. Die Schwimmfläche im Naturpool liegt bei rund 85 Prozent. Da die Schwimmfläche hier wesentlich größer ist als im Schwimmteich und demzufolge weniger Raum für Pflanzen und Mikroorganismen zur Verfügung steht, benötigt der Naturpool technische Unterstützung zur Reinigung des Wassers. Auf Chemikalien wird aber auch in diesem Fall vollständig verzichtet. Einen kompletten Vergleich zwischen den Systemen gibt es hier.

2. Besondere Pflegemaßnahmen im Herbst

Sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, ist es für jeden Poolbesitzer an der Zeit, seine Wellnessoase winterfest zu machen. Obwohl der Naturpool einen sehr geringen Pflegeaufwand beansprucht, sind im Herbst einige wichtige Maßnahmen notwendig, damit er im Frühjahr wieder in vollem Umfang zur Verfügung steht.

Besondere Aufmerksamkeit fordern die Wasserpflanzen und der gesamte Bereich der Randbepflanzung im natürlichen Teil des Naturpools. Pflanzen, die sich durch schnelles Wachstum auszeichnen, sollten stark zurück geschnitten werden. Nur so gelingt es, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Außerdem wird so verhindert, dass verstärkt Pflanzenreste in das Wasser gelangen, die für einen vermehrten Algenwuchs verantwortlich sind.

Herabfallendes Laub sollte möglichst nicht in den Naturpool gelangen. Um dies zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder investiert der Poolbesitzer die Zeit und fischt das Laub regelmäßig heraus oder er spannt ein engmaschiges Netz über der Wasserfläche, das sämtliches Herbstlaub auffängt. Das Netz kann leicht mit Campingheringen im Boden rund um den Naturpool befestigt werden.

Wer den Boden absaugt und von Schlamm und Sedimenten befreit, entzieht Algen die Nährstoffe und beugt so auf einfache Weise dem vermehrten Algenwuchs vor.

3. Pflege der Technik

Selbstverständlich sollte auch die Technik des Naturpools vor Anbruch der kalten Jahreszeit genau unter die Lupe genommen werden. Filter und Pumpen müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gewartet werden. Nur so ist gewährleistet, dass das ökologische Gleichgewicht im Naturpool dauerhaft erhalten bleibt.

Wer ein winterfestes Pumpensystem gewählt hat, muss dieses nur von Zeit zu Zeit von Verunreinigungen befreien. Jedes andere Pumpensystem muss vor Beginn der Frostzeit abgebaut werden.

Der Skimmer bedarf ebenfalls besonderer Aufmerksamkeit. Die Rohre sollten möglichst wasserfrei sein, bevor der Skimmer verschlossen wird. So wird verhindert, dass sie platzen, sobald Frost einsetzt.

Wer all diese Tipps beachtet, wird im kommenden Frühjahr wieder viel Freude an seinem Naturpool haben. Es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren, um den Pool winterfest zu machen. Denn so lassen sich auf einfache Weise Schäden verhindern.

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