Nutzkräuter

Hand pflückt Unkraut

Nutzkräuter kommen überall in der Natur vor und werden meistens gar nicht wahrgenommen. Dabei steckt inmitten heimischer Wiesen und Wälder echtes kulinarisches und medizinisches Potenzial. Diese Seite informiert über nützliche Wildkräuter und Heilpflanzen, die ganz nebenbei im Garten oder auf der Wiese wachsen und dennoch sehr nützlich und schmackhaft sein können. 

 

Dabei sollte immer eines beachtet werden: Nicht alle Nutzkräuter können bedenkenlos und in unbegrenzten Mengen gegessen oder als Tee getrunken werden. Auch sollte man die Kräuter eindeutig zuordnen können, sonst greift man womöglich daneben – mitunter mit fatalen Folgen.

Daher gilt: Augen auf beim Kräutersammeln und dennoch viel Spaß!

1. Löwenzahn

Loewenzahn Wächst praktisch überall und ist dabei sehr gesund und vielseitig: Die gelben Blüten lassen sich zu einem schmackhaften, honigähnlichen Sirup verarbeiten. Dieser eignet sich, als Gelee, auch als Brotaufstrich. Die jungen, nur leicht bitteren Blätter eignen sich für die Herstellung als Salat oder Salatbeigabe. 

Als Heilpflanze wird die Löwenzahnwurzel genutzt. Sie wirkt als leichtes Abführmittel, bei Blähungen und Ekzemen. Die gesäuberten und gerösteten Wurzeln dienen auch als recht schmackhafter Kaffeeersatz. 

2. Fenchel

FenchelFenchel ist sehr vielseitig verwendbar. Sowohl die Knollen als auch die Samen lassen sich für die verschiedensten Gerichte verwenden. Traditionsgemäß ist er Bestandteil von Fischgerichten. Auch Saucen und Hackfleisch kann er beigemischt werden. Die Samen werden, im Brot mitgebacken, wegen ihres anisähnlichen Geschmacks geschätzt.

 

Als Heilpflanze ist Fenchel vor allem für den Tee aus dem Fenchelkraut bekannt. Seine wohltuenden ätherischen Öle helfen bei Verdauungs- und Atemwegsbeschwerden.

3. Wermut

wermuthWermut wird seit der Antike als Heilpflanze angebaut. In der Küche findet man ihn eher selten, mal abgesehen vom gleichnamigen Schnaps. Nachgewiesen ist heute vor allem die appetitanregende Fähigkeit des Wermuts, die Spirituose eignet sich damit hervorragend als Aperitiv. 

 

Auch Gastritis und Blähungen, Störungen an Leber und Galle sowie die Verdauung im allgemeinen werden durch Wermut positiv beeinflusst. Auch hilft er als natürliches Mottenmittel und gegen Mäusefraß.

4. Brennnessel

brennesselBrennnesseln kann man (am besten mit Handschuhen), ernten und zu vielen schmackhaften und vor allem gesunden Gerichten verarbeiten: Sie enthalten viele Flavonoide, Magnesium, Kalzium und Silizium sowie Vitamin A, C und Eisen. Ob als Brennnesselsuppe, Brennnesselspinat oder als Salat – insbesondere in Hungerzeiten half die Brennnessel den Menschen, gesund zu überleben. 

Als Heilpflanze wird sie vor allem als Tee getrunken, dieser entwässert und ist ein natürliches Mittel zum Abnehmen.

5. Schafgarbe

schafgarbeBlühende Schafgarben finden zu Tonika (Tinkturen) vearbeitet bei Verdauungsstörungen und Koliken Verwendung. In Dampfbädern eingesetzt tragen die Blüten zur Reinigung der Gesichtshaut bei. Frische Triebe und Blätter der Schafgarbe lassen sich als Zugabe zum Salat verwenden. Die ätherischen Öle der Pflanze wirken schleimlösend und atemerleichternd, sie finden daher in pflanzlichen Hustensäften Anwendung.

6. Kerbel

kerbelKerbel ist ein klassisches Küchenkraut der französischen Küche und hat einen leicht süßlichen, anisähnlichen Geschmack. Er lässt sich hervorragend in Kerbelsuppe, in Kräuterremoulade, an Omelettes und Cremesuppen verwenden. Auch helle Fleisch- und Fischragouts können mit Kerbel abgeschmeckt werden. 

Als Heilpflanze wirkt Kerbel bei Verdauungsstörungen, Ekzemen und Bluthochdruck. Die Pflanze wirkt leicht harntreibend und dient so der Entschlackung. 

7. Beifuß

beifussBeifuß ist das ideale Gewürz zu fetten, schweren Fleischgerichten, wirkt verdauungsfördernd und lindert Magenbeschwerden. Mit Wasserdampf destillierter Beifuß wird in der Parfümindustrie verwendet (frz. Essence d’Armoise). 

In jedem Fall sollte Beifuß nur dosiert eingesetzt werden, sowohl im Küchen- wie auch im medizinischen Bereich: Die Blätter enthalten giftiges Thujon, dass bei übermäßiger Aufnahme gesundheitsschädlich wirkt. 

8. Liebstöckel

liebstoeckelLiebstöckel wird auch Maggikraut genannt, weil es intensiv nach der flüssigen Würze (und damit auch irgendwie nach Wildschwein) riecht. Interessanterweise ist in der Maggiwürze aber gar kein Liebstöckel enthalten. Der Geschmack der Blätter ist feinherb und erinnert an Sellerie. Zum Würzen von Suppen, Salaten und Eintöpfen kann er ideal verwendet werden. 

Die getrockneten Früchte des Liebstöckels werden bei Verdauungsbeschwerden verwendet, der geschnittene und getrocknete Wurzelstock als Tinktur, zur Behandlung von Harnwegs- und Nierenerkrankungen. 

9. Sauerampfer

sauerampferSauerampfer gilt insbesondere in der osteuropäischen Küche als Delikatesse. Die Pflanzen sollten in jedem Fall jung geerntet werden und nicht von überdüngten Wiesen stammen. Sauerampfer lässt sich gut zu Suppen verarbeiten, junge Blätter schmecken auch gut im Salat, in Saucen und Omelettes.

Als Heilmittel wird Sauerampfer vor allem wegen seines hohen Vitamin C-Gehaltes geschätzt, bei übermäßigem Genuss kann es allerdings durch den hohen Gehalt an Kaliumhydrogenoxalat zu Vergiftungen kommen – also Vorsicht beim Sauerampfergenuß!

10. Borretsch

borretschBorretsch kann in kleinen Mengen zum Salat gegeben oder als Suppe gekocht werden. Er ist Bestandteil der Grünen Soße nach Frankfurter Art. Blüten und Blütenblätter schmecken gurkenähnlich und dienen zum Aromatisieren kalter Getränke oder zur Dekoration von Süßspeisen. 

Als Heilpflanze wird Borretsch gegen Husten und Erkältung als Tee getrunken, auch gilt Borretsch-Tee als nervenberuhigend. Der Tee ist im Iran bekannt als Gol Gav Zavan und dort ein Alltagsgetränk.

11. Knöterich

wiesenknoeterichKnöteriche stellen eine ganze Familie von Krautgewächsen dar, interessant und weit verbreitet ist aber vor allem der Ampfer-Knöterich. Die jungen Blätter der Pflanze können gekocht oder roh als Salat gegessen werden. Auch die Samen sind roh und gekocht essbar. 

Wie viele andere Heilkräuter eignet sich Knöterich bei Magen-Darm-Beschwerden, er ist als Tee fiebersenkend und kann äußerlich gegen leichte Verbrennungen und Hautinfektionen eingesetzt werden. Allerdings enthält er auch Oxalsäure (wie der Sauerampfer) – ein paar Blätter schaden nicht, zu viel sollte man aber nicht essen.

12. Vogelmiere

vogelmiereVogelmiere, ist das nicht eher was für Hühner? Hühner wissen eben, was gut ist! Die Liste der Inhaltsstoffe der Vogelmiere enthält zahlreiche nützliche Mineralien und Vitamine. Ihr Geschmack erinnert an jungen, rohen Mais. 50 g Vogelmierensalat decken den Vitamin-C-Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Allerdings sollte man aufgrund des Saponingehaltes nicht zuviel Vogelmiere zu sich nehmen. Als Tee zur Behandlung von Rheumatismus und Gelenkschmerzen ist die Vogelmiere dennoch in der Heilpflanzenkunde anerkannt. 

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