Pflanzen überwintern: So bringen Sie Ihren Garten sicher durch den Winter

winterharte pflanzen

Wenn es richtig friert, dann müssen Kübelpflanzen in den geschützten Innenbereich umziehen und Beetpflanzen ausreichend vor Frost und Feuchtigkeit geschützt werden.

Eins ist sicher: Auch in diesem Jahr wird es wieder kalt. Damit Ihre Pflanzen den Winter gut überstehen, haben wir alle Informationen für die Überwinterung Ihrer Gartenpflanzen zusammengestellt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Frostschäden im Garten verhindern können.

1. Winterharte Pflanzen: Winterhärtegrade in Deutschland

Winterhärtezonen in Deutschland

In Deutschland gibt es verschiedene Winterhärtezonen.

Im Fachhandel erhältliche Pflanzen werden mit einem sogenannten “Winterhärtegrad” verkauft. Anhand dieses Wertes können Sie erkennen, ob die betreffende Pflanze im Freiland überwintert, oder ob sie einer besonderen Behandlung bedarf.

Die Bundesrepublik Deutschland hat auf ihrem Gebiet Winterhärtezonen von 6a bis 8b, was einer Jahresminimumtemperatur von -23 °C bis -9,4 °C entspricht. Allerdings werden hier keine extrem harten Winter sowie Gipfel- und Muldenlagen berücksichtigt. Es handelt sich lediglich um Durchschnittswerte. Wird ein ungewöhnlich starker Nachtfrost angekündigt, sollten auch winterharte Pflanzen zusätzlich geschützt werden.

Auf der nebenstehenden Karte sind die Winterhärtezonen Deutschlands grob eingezeichnet. Genauere Informationen können Sie beim lokalen Gartencenter Ihres Vertrauens oder beim Garten- und Umweltamt Ihrer Stadt erfragen.

2. Pflanzen überwintern: So klappt’s

Der Winter ist für Pflanzen eine Zeit der Ruhe: Das Wachstum wird eingestellt, es werden keine Früchte gebildet und der Togordruck, z. B. in Bäumen, sinkt auf ein Ruheniveau ab. Die Pflanzen “schlafen” so den Winter hindurch extrem energiesparend und nutzen ihre Ressourcen für die Kälteabwehr.

Doch auch winterharte Pflanzen haben eine endliche Toleranz gegenüber extremer Kälte. Mehrtägiger oder mehrwöchiger Dauerfrost setzen den Pflanzen sehr zu, teilweise oder komplette Verfrierungen an Sträuchern und Stauden sind nicht selten.

So sollten die Beete als kleine Vorsichtsmaßnahme im Spätherbst mit Tannengrün abgedeckt und Stauden wie z. B. winterharte Palmen mit Folie eingewickelt werden.

Faustregel beim Pflanzen überwintern: Was nicht wild in Deutschland wächst, sollte auf seine Wintertauglichkeit überprüft werden.

2.1. Oleander überwintern

Oleander

Oleander ist äußerst kälteresistent.

Ein Oleander ist keine Mimose und daher eher hart im Nehmen: Die Staude sollte möglichst lange draußen stehen bleiben. Bis -5 °C ist nicht mit bleibenden Frostschäden zu rechnen.

Genauso sollte Oleander schon in den ersten wärmeren Tagen wieder ins Freie kommen. Anders als andere Stauden verträgt er sofort die volle Sonneneinstrahlung und muss nicht zunächst in einer schattigen Ecke stehen.

Im Winterquartier muss Oleander hell und kühl (5 bis 15 °C) stehen. Dabei sollte er weniger gegossen werden, darf aber nicht austrocknen. Hingegen wird die Pflanze im Winter nicht gedüngt.

2.2. Geranien überwintern

Geranien

Geranien werden im Spätherbst ins Haus geholt.

Geranien vertragen leichten Frost. Sie dürfen allerdings nicht tagelang durchfrieren. Daher sollten Sie im Spätherbst ins Winterquartier gebracht werden. Im hellen Wintergarten oder Treppenhaus blühen sie bei gezielter Pflege sogar ganzjährig.

Die Überwinterung erfolgt im Idealfall in einem lichtdurchfluteten, jedoch kühlen Raum, kann zur Not aber auch im Dunklen durchgeführt werden. In diesem Fall werden sich schnell gelbliche Blätter aufgrund der fehlenden Photosynthese bilden. Während der Vegetationspause wird regelmäßig, aber wenig gegossen. Wichtig ist, dass die Geranie frostsicher untergebracht wird.

2.3. Fuchsien überwintern

Fuchsien

Fuchsien werden ab Februar wieder an Wärme und Licht gewöhnt.

Fuchsien überwintern am liebsten kühl bis kalt. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Umgebung frostfrei bleibt. Da die Zierpflanzen im Winter ihre Blätter abwerfen, können sie auch im Dunkeln überwintern, da sie kein Wasser verdunsten. Dennoch wird mäßig gegossen, aber nicht gedüngt.

Ab Anfang Februar sollte die Fuchsie auf der warmen Fensterbank wieder an Licht und Wärme gewöhnt werden. Nach dem ersten Austrieb wird die Staude zurückgeschnitten. Bei Kälte reagiert die Fuchsie empfindlich – wer sichergehen will, stellt sie erst nach den Eisheiligen im Mai ins Freie. Ein trüber Tag zum Herausstellen empfiehlt sich, denn so fällt ihr die Eingewöhnungsphase leichter.

2.4. Rosen überwintern

beetrosen

Beetrosen werden zusätzlich geschützt.

Viele der heimischen Rosen sind winterhart genug, um in unseren Breiten zu überwintern. Generell sind Wildrosen deutlich resistenter als stark gezüchtete Exemplare. Dennoch sollten Sie Beetrosen zusätzlich vor Frost und Feuchtigkeit schützen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, die Rosen an der Wurzelstelle mit etwa 10 bis 15 cm Erde anzuhäufeln. Dies schützt die Wurzel und die Veredelungsstelle vor Frostschäden. Die Rose sollte dann mit schützendem, luftdurchlässigem Vlies oder mit Jute umwickelt werden – der Zwischenraum wird mit trockenem Herbstlaub aufgefüllt. Tannen- und Kiefernreisig schützen als natürliche Isolationsschicht zusätzlich.

2.5. Hibiskus überwintern

Hibiskus

Der Hibiskus ist als subtropische Pflanze nicht winterhart.

Der Hibiskus ist eigentlich eine Subtropenpflanze und daher nicht winterhart. Blüte und Wachstum werden bereits bei einem dauerhaften Unterschreiten von etwa 10 °C eingeschränkt. Dabei ist die Ruhepause für den Hibiskus sehr wichtig: Über den Winter sammelt er Kraft für die nächste Austriebphase. Ohne Regeneration wird der nächste Austrieb deutlich kleiner und kümmerlicher.

Im Winterquartier muss man den Hibiskus kühl halten, die ideale Temperatur liegt bei etwa 15 °C. Zudem benötigt die immergrüne Pflanze einen hellen Standort. Generell wird während der Vegetationspause wenig bewässert, der Wurzelballen darf jedoch nicht völlig austrocknen.

2.6. Kräuter überwintern

Kräuter können sowohl drinnen als auch draußen überwintern. Sehr harte Winter mit tiefem Dauerfrost können für mediterrane Pflanzen allerdings gefährlich werden.
 
 
Grundsätzlich draußen überwintern können:
 
Salbei mit Frost

Salbei kann draußen überwintern.

  • Lavendel
  • Thymian
  • Salbei
  • Oregano


Leichte Winterschutzmaßnahmen
, wie Einwickeln mit Vlies oder Jut sowie eine Erdanhäufung am Wurzelstamm, empfehlen sich für die folgenden Arten:

  • Estragon
  • Bunter Salbei
  • Bunter Thymian
  • “Currykraut”


Drinnen überwintern
müssen folgende Kräuter – sie müssen unbedingt vor den ersten Minusgraden hereingeholt werden:

Als Überwinterungsplatz empfiehlt sich eine frostfreie, kühle und helle Stelle in Ihrem Haus, z.B. die Fensterbank eines wenig geheizten Zimmers. Etwa alle 14 Tage sollten Sie die Erde auf Feuchtigkeit prüfen und eventuell etwas gießen. Wie bei allen anderen Pflanzen wird im Winter nicht gedüngt.

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