Birkenpollen: Pollenallergie gegen die Birke

Birkenpollen

 

1. Allergie: Was in Ihrem Körper passiert

Bei einer Allergie spielt das Immunsystem verrückt. Anstatt wirklich bösartige Eindringlinge zu bekämpfen, reagiert es auf meistens ganz harmlose Fremdlinge, wie zum Beispiel Blütenpollen oder Bestandteile von Lebensmitteln.

Dieses überempfindliche Immunsystem ist ein Phänomen der westlichen Welt, in Deutschland leidet allein fast jeder fünfte unter Heuschnupfen.

Über die Ursachen wird noch immer viel diskutiert: Ob diese Überreaktion angeboren ist, ob man als Baby zu viel Kontakt mit Kleintieren oder Zigarettenrauch hatte, ob man zu kurz oder garnicht gestillt wurde oder ob man als Kind einfach zu wenig im Dreck gespielt hat – all das sind mögliche Gründe für das Auftreten einer Allergie.

2. Birkenpollen: Allergie-Symptome

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Pollen

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Pollen

Die Symptome sind weitreichend: reichen von harmlos bis lebensbedrohlich!

Harmlose Begleiterscheinungen sind

  • Niesattacken
  • Müdigkeit
  • Juckreiz an Nase und Augen
  • verstärkter Tränenfluss
  • Neurodermitis-Schübe
  • Angeschwollene Schleimhäute in Nase und Mund
  • Husten

Vorsichtig sein sollte Sie, wenn Sie folgende Symptome bemerken:

  • Verengung der Atemwege (bis hin zu Asthma)
  • bei Kindern: starker Durchfall oder Erbrechen

3. Birkenpollen

Blühende, männliche Kätzchen der Papier-Birke.

Blühende, männliche Kätzchen der Papier-Birke.

Birkenpollen sind die bedeutendsten und aggressivsten Allergene unter den Baumpollen. Die Anzahl der Allergiker steigt stetig. Bei einer Temperatur von circa 15 Grad, also zwischen März und April, beginnt der Pollenflug. Da Birken ausschließlich windbestäubt werden, ist die Menge an umherfliegenden Pollen natürlich enorm.

Der Blütenstand der Birke heißt “Kätzchen” und hat eine gelblich-grüne Färbung. Die männlichen Kätzchen sind hängend, wohingegen die weiblichen aufgerichtet sind. Sie werden 3-6 Zentimeter lang, haben eine nussartige Konsistenz und reifen ab August.

4. Geflügelte Samen und Kreuzallergie

Geflügelte Birkensamen

Geflügelte Birkensamen

Die Samen der Birke sind häutig geflügelt. So werden die Früchte über weite Strecken transportiert.

Bei Birkenallergikern gibt es häufig eine ganze Menge an Kreuzallergien. Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, verträgt meistens auch keine Eichenpollen, Haselpollen oder Pollen verschiedener Erlenarten. Auch bei Lebensmitteln ist die Gefahr groß, dass Sie auf Dinge stoßen, die einen anschwellenden Hals- oder Zungenbereich auslösen. Häufig gehören vor allem Sojaprodukte, Kern- und Steinobstarten, dabei vor allem Äpfel, und Haselnüsse dazu.

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