Rhododendron pflanzen: Was bei der Pflanzung zu beachten ist

rhododendron

Trotz anscheinend idealer Bedingungen gedeihen neu gepflanzte Rhododendren- und Azaleenpflanzen oft nicht richtig und viele gehen zwischen dem zweiten und vierten Jahr sogar ein. Deshalb haben sie sich mittlerweile den Ruf als „schwierig“ erworben. Doch das muss nicht sein, wenn der Gärtner die folgenden Tipps beachtet:

 

1. Die richtige Umgebung

Die meisten Rhododendren gedeihen sowohl im Schatten als auch in der Sonne. Jedoch ist Halbschatten als Standort langfristig zu empfehlen. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst. Der Boden sollte säurehaltig sein, mit einem ph-Wert zwischen 4,2 und 5,5. Rhododendren benötigen ständig Luft, Feuchtigkeit und viele Nährstoffe. Trockene und gestörte Böden sind für den empfindlichen Rhododendron besonders ungastlich. Der Rhododendron fühlt sich in offenen, weiten, humusreichen Böden am wohlsten. Die dicke Wurzelmasse besteht aus unzähligen, sehr feinen, haarähnlichen Wurzelfäden, die bis zu einem Radius von einem Meter anwachsen können und dabei immer nahe der Oberfläche bleiben. Die Nähe von großen Bäumen, Hecken und Sträuchern, die den Wurzeln die Feuchtigkeit streitig machen, muss vermieden werden. Der Abstand zum nächsten Baum, aber auch zu Mauern und Zäunen, sollte mindestens 2 Meter betragen. Der junge Rhododendron benötigt auch nach oben viel Freiraum. Die durchschnittliche Höhe einer zehnjährigen Pflanze ist ein guter Anhaltspunkt. Im Winter wird eine ständige Entwässerung notwendig. Der Rhododendron kann nicht lange in gesättigter Erde überleben. Besonders gelbe Rhododendren sind auf eine gute Drainage angewiesen.  

2. Die richtige Vorbereitung

Wenn ein guter Standort gefunden wurde, müssen Unkraut und Gräser von der Stelle entfernt und ein Loch, ungefähr zwei bis dreimal so groß wie der Wurzelballen, gegraben werden. Die Erde wird mit rund 50 % Torf und Kompost gemischt. Ein Zwergrhododendron benötigt rund 10 Liter Blatt- oder Kiefernnadelkompost, ein größerer Hybrid mindestens 20 Liter. Manche große Varianten brauchen jedoch bis zu 60 Liter. Niemals die Erde mit tierischen Abfällen oder Pilzen anreichern! Diese sind für die empfindliche Pflanze zu kalzium- und kalkhaltig.  

3. Richtig Pflanzen

Eine zu tiefe Pflanzung bedeutet immer einen sehr schlechten Start für den jungen Rhododendron und ist ein Hauptgrund für frühes Absterben. Die Höhe des Pflanztopfes oder des Wurzelballens sollte nicht überschritten werden. Unter der Pflanze sollte nur noch rund 10 Zentimeter Platz für die angereicherte Erde sein. Die junge Pflanze kann mit der Beigabe eines langsam wirkenden torfhaltigen Pflanzendüngers unterstützt werden. Hilfsmittel gegen Unkraut in der Nähe schädigen auch die nahe der Oberfläche wachsenden zarten jungen Wurzeln. Matten zum Beispiel verhindern oft die richtige Durchlüftung und Entwässerung des Bodens. Steine, Kies und Schotter sind schwer und verursachen oft eine ungewollte starke Erwärmung im Sommer sowie eine besondere Kälte im Winter. 

4. Die richtige Pflege

Wie alle Geschöpfe möchte auch der Rhododendron regelmäßig gefüttert werden. Einmal im Jahr, vorzugsweise im März, freut sich die Pflanze über einen langsam und lang anhaltend wirkenden, torfhaltigen Dünger. Im Herbst unterstützt eine kleine Dose Super Phosphat das Wurzelwachstum. Dünger mit zu viel Kalzium sollte vermieden werden! Besonders im Sommer ist eine regelmäßige Wässerung wichtig. Auch muss nachwachsendes Unkraut immer wieder entfernt werden. Wenn die alten Blumenköpfe gleich nach der Blüte beschnitten werden, kann die Pflanze ihre ganze Energie für neues Wachstum nutzen.  So hat der Gärtner lange Freude an seinem Rhododendron.

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