Rosmarin

Viele verschiedene Pflanzen

Der Rosmarinstrauch gehört zur Familie der Lippenblütler und ist vor allem als Gewürz sehr bekannt und beliebt, unter anderem als Bestandteil der Gewürzmischung „Kräuter der Provence“. Der langsam wachsende, immergrüne Halbstrauch trägt schmale Blättchen, die bei Berührung einen sehr angenehmen Duft verbreiten. Ein prominenter Fan war bereits Goethe: Hähnchen mit Rosmarin wurde als sein Leibgericht beschrieben. Rosmarin blüht von April bis Juni mit hellblauen Lippenblüten, ähnlich die einer Taubnessel. Die wohlduftenden Zweige finden allerdings nicht nur in der Küche Verwendung. Bereits den alten Römern und Griechen war Rosmarin als Heilkraut bekannt. Seine anregenden Wirkstoffe wurden bei Kreislaufleiden und unterstützend bei funktionellen Magen-Darm-Störungen eingesetzt.

Ätherisches Rosmarinöl wirkt antibakteriell und fördert die Durchblutung, weshalb es sich vor allem als Salbe und Badezusatz eigent. Für die Ernte der wertvollen Rosmarinblättchen empfiehlt es sich, ganze Zweige abzutrennen. Dies kann ganzjährig geschehen.

Name Lat: Rosmarinus

Heimat: Mittelmeerraum

Blütezeit: Mai – Juni

Standorttipp:
Rosmarin gedeiht und entwickelt seinen Duft nur bei einem vollsonnigen, hellen Standort. Die Pflanze sollte während der Sommermonate an einem geschützten Platz auf Balkon oder Terrasse stehen. Sie können die Pflanze mit ihren nadelartigen Blättchen in den Wintermonaten auch im Freien stehen lassen. Sie müssen dann allerdings das Kübelgefäß in die Erde eingraben und dürfen nicht vergessen, die Pflanze mit Fichtenreisig abzudecken. Ansonsten kann Rosmarin in einem kühlen, hellen Raum bei 10°C überwintern. Bei zu warmer Überwinterung bilden sich im darauffolgenden Jahr keine Blüten.

Pflegetipp:
Rosmarin ist eine robuste Staude. Gießen sollte man die Pflanze nur mäßig, denn auf Staunässe reagiert sie äußerst empfindlich. Im Winter wird sie nur noch minimal gegossen, so dass der Ballen nicht austrocknet. Rosmarin braucht weder im Sommer noch im Winter gedüngt zu werden. Alle 2 Jahre sollte man die Gewürzpflanze umtopfen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Gefäß nur eine Nummer größer ist und mit sandiger Einheitserde gefüllt wird.

Vermehrung:
Am einfachsten ist die Vermehrung über verholzte Triebstecklinge im August.

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