Achtung: Im Sommer auf den Sauerstoffgehalt des Teiches achten

Der Sauerstoffgehalt des Wassers beträgt lediglich 10 Milligramm pro Liter. In der Luft ist er mit 200 Milligramm pro Liter deutlich höher.

Teichbewohner müssen also nicht nur mehr Energie in ihre Atmung stecken, sie müssen auch die täglichen Schwankungen ausgleichen können, wenn beispielsweise nachts der Sauerstoffgehalt sinkt.
Sinkt der Sauerstoffgehalt im Gartenteich zu sehr ab, bedeutet es den Tod der Teichbewohner. Mit den steigenden Temperaturen des Teichwassers im Sommer brauchen die nämlich zusätzlichen Sauerstoff, um ihre Körperfunktionen am Laufen zu halten.

1. Wieso im Sommer der Sauerstoffgehalt des Teichwassers sinkt

Je höher die Außentemperaturen steigen, umso wärmer wird auch das Wasser im heimischen Gartenteich. Die steigenden Wassertemperaturen verringern den Sauerstoffgehalt des Teichwassers. Im Sommer verändert sich zudem der Lichteinfall, denn die Sonne steht nun höher als sonst. Die Sonne scheint zudem häufiger. Das begünstigt die Entstehung von Algen, die ihrerseits Sauerstoff verbrauchen.

Im warmen Teichwasser zersetzen sich außerdem organische Materialien besonders gut. Man kennt das vom warmen Komposthaufen. Das Nebenprodukt der sich zersetztenden organischen Materialien ist dann jedoch nicht wertvoller Humus, vielmehr sind es Schadstoffe, welche die Wasserqualität herabsetzen. Des Weiteren wird auch hierbei Sauerstoff verbraucht.

Die hereinbrechende Nacht mit ihren sinkenden Temperaturen birgt weiteres Unheil. Zwar kühlt sich das Wasser nachts ab, aufgrund der fehlenden Sonne findet in den Teichpflanzen jedoch keine Photosynthese statt, die das Wasser nunmehr mit Sauerstoff anreichern könnte. So herrscht am folgenden Tag nach wie vor Mangel.

2. Natürliche Methoden zur Erhöhung des Sauerstoffgehalts

Eine sehr einfache mechanische Methode zur Verringerung des Temperaturanstieges stellt die Beschattung des Teiches dar. Mithilfe eines Sonnensegels kann verhindert werden, dass direkter Lichteinfall das Wasser zu schnell erwärmt.

Auch die Bepflanzung mit kleinen grünen Helfern kann dem Sauerstoffgehalt des Teiches verbessern beziehungsweise einem Mangel vorbeugen. Wasserlinsen eigenen sich hervorragend für diese Aufgabe. Außerdem schadet es zudem nicht, den Teich ausreichend mit Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen zu bepflanzen.

Auch sollten Blätter und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig aus dem Teich entfernt werden. Deren Zersetzungsprozess verbraucht schließlich Sauerstoff. Dasselbe gilt für das Fischfutter. Werden die Teichbewohner in Maßen gefüttert, schwimmen nicht so viele organische Materialien in Form von übrig gebliebenem Fischfutter im Teich herum.

3. Mechanische Methoden zur Teichbelüftung im Sommer

Neben Filtern, die das Wasser reinigen und mit Sauerstoff anreichern, können noch andere Helfer eingesetzt werden, um die Filter, die im Sommer ohnehin rund um die Uhr auf Hochtouren laufen, zu unterstützen. Diese kann man sich wie kleine Eimer vorstellen, die mit einer Wasserstoffperoxidlösung gefüllt sind. Oxidatoren werden von einem Katalysator angetrieben. Die Wassersroffperoxidlösung spaltet sich an der Keramik des Geräts in Wasser und einem Aktivsauerstoff auf, der sich rasend schnell im Wasser verbreitet.

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