Schmetterlinge züchten: Eine Anleitung für Kinder und Erwachsene

Darf ich Schmetterlinge für die Zucht einfangen?

Es gibt einige geschützte Arten, deren Einfangen gesetzlich verboten ist. Informieren Sie sich vorher, welche Arten das sind.

Was ist für eine artgerechte Zucht nötig?

Stellen Sie sicher, dass der Zuchtkäfig dem natürlichen Lebensraum der Schmetterlinge so nah wie möglich kommt.

Wie lange dauert die Entwicklung des Schmetterlings?

Ungefähr vier Wochen nach dem Schlüpfen stellen die Raupen die Bewegung allmählich ein. Die Entwicklung hat dann begonnen.

Schmetterlinge sind anmutige und wunderschöne Insekten. Wenn sie im Sommer durch die Gärten und zwischen den Blumen umherschwirren, erfreut sich das Auge an ihren bunten Farben und den auffälligen Mustern. Zudem gehört die Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling zu den beeindruckendsten Naturschauspielen der Erde.

In der freien Natur gibt es jedoch eher selten die Gelegenheit, diesen Wandel mitzuerleben, wodurch die Idee entsteht, selbst etwas zur Population der Schmetterlinge beizutragen und die bunten Tiere im heimischen Garten zu züchten. Wir geben Ihnen in diesem Ratgeber eine Anleitung, wie Sie Schmetterlinge ganz einfach zu Hause selbst züchten können, welche Unterschiede je nach Schmetterlingsart existieren und was Sie darüber hinaus beachten sollten. Die Schmetterlingszucht lässt sich übrigens auch ganz leicht mit Kindern in der Grundschule durchführen.

  

1. Gesetzliche Vorgaben der Schmetterlingszucht

Bundesnaturschutzgesetz

Informieren Sie sich vorher über die aktuelle Gesetzeslage für den Fang der jeweiligen Schmetterlingsart.

Beachten Sie, dass es einige geschützte Falterarten wie etwa tropische Schmetterlinge gibt, deren Einfangen in freier Natur gesetzlich verboten ist. Im Bundesnaturschutzgesetz ist etwa klar geregelt, welche Tier- und Pflanzenarten unter einem strengen Schutz stehen und auf gar keinen Fall eingesammelt werden dürfen. Falls Sie planen, Schmetterlinge, bzw. Schmetterlingseier in freier Natur zu sammeln, informieren Sie sich vorher bei der zuständigen Naturschutzbehörde, wie die aktuelle Gesetzeslage für die jeweilige Schmetterlingsart ist.

2. Anleitung: Wie kann man Schmetterlinge züchten?

Entwicklung Schmetterling

Die Entwicklung des Schmetterlings von der Raupe an ist ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Zunächst sollten Sie für sich entscheiden, wie Sie die Zucht gestalten möchten. Da es für den Laien in der Regel nicht ohne Weiteres möglich ist, die Eier unterschiedlicher Schmetterlinge zu identifizieren und somit auszuschließen, dass es sich um eine geschützte Art handelt, empfiehlt sich der Kauf von Raupen, etwa bei einem Züchter oder dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). So sind Sie auf der sicheren Seite.

Alternativ können Sie auch in der Natur auf die Suche nach Schmetterlingen gehen und diese für die Zucht einfangen. Um aufgrund der beschriebenen Gesetzeslage keine Schwierigkeiten zu bekommen, sollten Sie sich auf bekannte Arten konzentrieren, die sich relativ leicht identifizieren lassen. Zu diesen Arten zählen etwa der Admiral (Vanessa atalanta), der Kleiner Fuchs (Aglais urticae), der bekannte Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), oder der Distelfalter (Vanessa cardui). Zum Wohl der Tiere sollten Sie für das Einfangen auf spezielle Fanggeräte zurückgreifen, mit denen Sie eine Verletzung der Schmetterlinge vermeiden. 

Der Zeitpunkt der Schmetterlingszucht richtet sich danach, für welche Art Sie sich entschieden haben. Für Arten, die sich wie der Kleine Fuchs aus der Brennnesselraupe entwickeln, empfehlen sich die Monate Mai und Juni. Für den Schwalbenschwanz eignet sich dagegen eher der Zeitraum August bis September. 

2.1 Schmetterlingen eine artgerechte Haltung bieten

Ganz gleich, ob Sie sich für den Kauf von Schmetterlingsraupen entschieden haben, oder zusammen mit Kindern freilebende Exemplare für die Züchtung in der Grundschule eingefangen haben: Stellen Sie den Tieren einen ausreichend großen Käfig (etwa einen Kubikmeter Platz pro zwei Schmetterlingen) zur Verfügung, in dem die Schmetterlinge frei fliegen können. Auf diese Weise legen Sie gleich auch den Grundstein für eine erfolgreiche Zucht.

Denn nur wenn die Tiere artgerecht gehalten werden und sich wohlfühlen, kommt es überhaupt zur Paarung. Sorgen Sie daher für eine ausreichende Luftzufuhr und Luftfeuchtigkeit – die ideale Luftfeuchtigkeit unterscheidet sich je nach Schmetterlingsart – sowie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Bei niedrigen Temperaturen ist es zudem wichtig, dass Sie den Käfig mit einer Decke behängen und vor Wind schützen.

Statten Sie den Käfig artgerecht aus, um dem natürlichen Lebensraum der Schmetterlinge so nah wie möglich zu kommen. Dies beinhaltet etwa ausreichend Pflanzen, die sowohl als Nahrungsmittel als auch zur Eiablage dienen sowie wenige kleinere Pflanzenstiele, die von den Insekten als Anflugmöglichkeit genutzt werden. Achten Sie darauf, dass Sie Pflanzen auswählen, die von den jeweiligen Schmetterlingsarten bevorzugt werden und informieren Sie sich vorher umfassend.

Da sich nur manche Schmetterlingsarten anhand von Größe, Farbe und/oder Muster unterscheiden lassen, erhöhen Sie mit mehreren Exemplaren in einem Käfig die Chance, Männchen und Weibchen in Ihrer Zucht zu haben und damit auch die Chance auf eine erfolgreiche Paarung.

2.2 Schmetterlinge züchten: Paarung und Schlüpfen

Paarung Schmetterlinge

Bei der Paarung verharren Männchen und Weibchen über mehrere Stunden mit den Hinterteilen aneinander.

Am Verhalten der Schmetterlinge können Sie erkennen, dass die Paarung kurz bevorsteht. Ähnlich wie Vögel fliegen die Insekten in diesem Zeitraum eng beieinander. Bei der eigentlichen Paarung verharren Männchen und Weibchen über mehrere Stunden Hinterteil an Hinterteil. Im Anschluss werden die Eier abgelegt.

Da die Dauer bis zum Schlüpfen der Raupen je nach Umgebungstemperatur zwischen acht Tagen und fünf Wochen dauern kann, sollten Sie für eine gleichmäßige Wärme sorgen, um nicht zu lange auf das Schlüpfen warten müssen. Fressfeinde der Raupen dürfen nicht in den Käfig gelangen. Spannen Sie daher gegebenenfalls ein zusätzliches, feinmaschiges Insektennetz, um beispielsweise Schlupfwespen vom Eindringen abzuhalten. Alternativ können Sie auch einen speziellen Zucht- bzw. Brutkasten für Schmetterlinge im Set bestellen.

Stellen Sie, sobald die Raupen geschlüpft sind, sicher, dass die Tiere ausreichend Nahrung finden und problemlos über Verästelungen und Stiele von Blatt zu Blatt gelangen. Die Verästelungen dienen den Raupen zudem später für die Verpuppung. Sorgen Sie für frische Pflanzen, die dem Geschmack der jeweiligen Raupenart entsprechen.

In Wasserbehältern bleiben die Futterpflanzen länger frisch. Um ein Hineinfallen und Ertrinken der Raupen zu verhindern, sollten Sie die Behälter allerdings zudecken. Die Blätter dürfen jedoch nicht nass werden, da sonst eine Infektionsgefahr für die Raupen besteht. Da Raupen viel fressen, produzieren sie auch viele Ausscheidungen. Auf dem Boden ausgelegtes Küchenpapier, dass Sie täglich wechseln sollten, schafft hier Abhilfe.

2.3 Die Entwicklung des Schmetterlings

Ungefähr vier Wochen nachdem die Raupen geschlüpft sind stellen sie das Umherkrabbeln ein. Dies bedeutet, dass die Verpuppung einsetzt, bei der sich die Raupe kopfüber mittels eines kaum sichtbaren Fadens an der Decke des Brutkastens oder an einem Ast anklebt. Wichtig in dieser Phase ist: Laute Geräusche vermeiden und die Puppen nicht anfassen! Nach rund 14 Tagen entschlüpft der Schmetterling der Puppenhülle und muss sich anschließend erst einmal für etwa zwei bis drei Stunden erholen. Erschrecken Sie nicht, wenn die Schmetterlinge nach dem Schlüpfen eine rote Flüssigkeit absondern. Dies ist Teil des Verwandlungsprozesses und völlig normal.

Derzeit sind weltweit etwa 160.000 verschiedene Schmetterlingsarten bekannt. Jedes Jahr kommen rund 700 Neuentdeckungen hinzu. 

3. Umweltbewusst handeln

Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass es sich um Lebewesen handelt, die in der Natur am Besten aufgehoben sind. Daher sollten Sie nach der Zucht in Erwägung ziehen, die neu entwickelten Schmetterlinge in ihrer natürlichen Umgebung auszusetzen. Die Elterntiere sollten Sie bereits nach der Eiablage wieder in die Freiheit entlassen, damit sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum erholen können. Unter Beachtung des Naturschutzgesetzes sollten Sie die Tiere wieder dort aussetzen, wo Sie sie gefangen haben, damit sie schnell wieder zu ihren bekannten Futterstellen finden.

4. Falter behutsam fangen und Schmetterlingsnetze verwenden

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