Richtige Kleidung zum Schutz vor Gartenunfällen

Mann beim Hecke schneiden

Ein falscher Griff, eine unüberlegte Bewegung oder einfach mit viel Pech ausgerutscht: Es gibt unzählige Gründe für einen Gartenunfall. Ohne die richtige Bekleidung oder Ausrüstung können schwere Verletzungen entstehen.

 

Wegen der Winterzeit werden viele Hobbygärtner an ihrem Lieblingszeitvertreib massiv gehindert: Kommen sie nach einem langen Arbeitstag nach Hause, hat sich die Sonne bereits bis zum nächsten Tag verabschiedet. Entspannende Gartenpflege nach dem Feierabend? Ausgeschlossen. Bleiben nur noch die Wochenenden, um ausstehende Dinge zu erledigen, bevor unter Umständen eine Schneeschicht den Rückzugsort in eine Winterlandschaft verwandelt. Viele Privatgärtner kleiden sich bei der Gartenarbeit aber nicht den Sicherheitsstandards entsprechend. Ein fataler Fehler, soll der grüne Daumen auch noch nach der Weihnachtszeit an der Hand sein.

1. Blaumann war gestern

Besonders im Umgang mit schweren oder elektrisch betriebenen Gartengeräten muss ein besonderes Augenmerk auf der eigenen Gesundheit liegen. Schnell in den altgedienten Blaumann schlüpfen und mit Geräten hantieren, die ohne weitere Probleme Baumstämme durchtrennen? Schon beim Lesen dieses nicht seltenen anzutreffenden Gedankens der Hobbygärtner müssten die Alarmglocken schrillen, die Gefahr einer ernsthaften Verletzung durch eine Unaufmerksamkeit scheint extrem hoch. Über 200.000 Menschen verletzen sich in Deutschland jährlich beim Pflegen des gärtlichen Rückzugsortes. Um diese Statistik nicht weiter in die Höhe zu treiben, wird vor allem zu einer den Anforderungen entsprechenden Kleidung geraten. Eine Vielzahl an Firmen wie kraehe.de hat sich dabei speziell auf verschiedene Funktions- und Sicherheitskleidung spezialisiert.

2. Augen und Ohren haben oberste Priorität

Der richtige Schutz bei der Gartenarbeit variiert von Aufgabe zu Aufgabe. Dennoch lohnt es für die Gartenliebhaber, sich ein gewisses Repertoire an Ausrüstung anzuschaffen, damit es für den Einsatz griffbereit ist. Bei dem Gebrauch von lauten Maschinen, etwa elektrischen Gartenscheren, die häufig für die Wintervorbereitung der Pflanzen verwendet werden, ist der Hörschutz ein elementarer Gegenstand der Sicherheitsausrüstung. Damit das Gehör nicht nachhaltig geschädigt wird, bieten sich hierbei insbesondere Ohrstöpsel oder Kapselgehörschützer an. Ebenfalls besondere Beachtung bei dieser Art der Gartenarbeit sollten die Augen erfahren. Kleine, von der Kraft der Maschine beschleunigte und unkontrollierbar herumfliegende Splitter von Bäumen oder Sträuchern können sich unangenehm im Auge festsetzen oder gar die Netzhaut verletzen. Eine Schutzbrille kann dieses Risiko minimieren.

3. Schützen, wärmen, stützen

Die Arbeitsjacken für den heimischen Garten kombinieren den Schutz immer mehr mit modischer Erscheinung und angenehmen Stoffen. Sie sind für den Winter gut gefüttert, wasserabweisend, winddicht und atmungsaktiv. Neben diesen Annehmlichkeiten sollte natürlich der Sinn und Zweck der Jacke nicht vergessen werden, wobei diese Sicherheitsaspekte verschieden aussehen können. Bei Gärtnern, die nicht mit großen Geräten hantieren, lohnen sich Modelle aus belastbarem Stoff. Ist der Griff zur Kettensäge nicht ungewohnt, sollte die Jacke sogenannte Schnittschutzeinlagen an wichtigen Stellen wie Brust, Rücken und Ärmel haben. So wird ein Abrutschen mit der Säge schneller verziehen und manifestiert sich nicht als Narbe am Körper – wovor übrigens auch ehemalige Weltklasse-Golfer nicht gefeit sind. Ebenfalls mit schnittschützenden Protektoren sollten die Handschuhe ausgerüstet sein. Dazu sollten diese die richtige Größe haben und mit der Grifffläche ein Festhalten auch von glatten Gegenständen ermöglichen. Um sich bei körperlich anstrengenden Arbeiten im Garten zu schonen, bietet sich zudem der Kauf eines Rückenstützgürtels an. Dieser stützt den Körper beim Bewegen schwerer Lasten und entlastet diesen beim andauernden Stehen. So kann auch Haltungsschäden vorgebeugt und gleichzeitig die Durchblutung gefördert werden.

4. Mit dem Hosenbund hört der Schutz nicht auf

Auch unterhalb der Gürtellinie ist der Schutz bei der Gartenarbeit sehr wichtig. Arbeitshosen finden sich so mittlerweile nicht mehr nur bei Förstern wieder, sondern haben den Einzug in den Gartenbereich schon lange geschafft. Und das hat gute Gründe: Durch Schnittschutzeinlagen am vorderen Beinbereich sind diese Sicherheitshosen auch für die Arbeit mit schwerem Gerät geeignet. Ebenfalls integrierte Kniepolster lassen selbst den wortwörtlichen Kniefall des Hobbygärtners nicht zu einer schmerzbedingten Kapitulation vor einer Aufgabe werden. Lässt man den Blick an dem perfekt eingekleideten Hobbygärtner etwas tiefer schweifen, erkennt man das feste Schuhwerk. Hier steht wiederum eine Vielzahl an Variationen bereit, welche je nach Anforderungsprofil ausgewählt werden können. Bei Arbeiten mit Kettensägen sind Schutzstiefel die richtige Wahl. Sie vereinen den eingebauten Schnittschutz mit einer Stahlkappe und einer griffigen Sohle, die zu einem festen Stand auch auf matschigem Untergrund führt. Wird der Schnittschutz nicht benötigt, sind Gummistiefel mit einer rutschfesten Sohle bei nassen Witterungen häufig eine gute Wahl bei den Gartenarbeiten. Ein Produkt wie gemacht auch für den englischen Markt, in dem dieses Hobby zwar liebevoll ausgeübt wird, aber gut doppelt so viel Gartenunfälle passieren wie hierzulande.

5. Nicht nur die Kleidung muss sicher sein

Natürlich garantiert die Sicherheitskleidung nicht die komplette Abwendung von Gartenunfällen. Oftmals werden leichtsinnig Verletzungen riskiert oder Gefahren verharmlost. Deshalb sollten folgende Regeln immer beachtet werden:

  • Laufende Geräte wie Rasenmäher immer abschalten, wenn sie nicht verwendet werden
  • Elektronische Geräte immer vom Strom trennen, wenn sie nicht mehr funktionieren
  • Bei nasser Witterung keine elektronischen Geräte verwenden
  • Regelmäßig die Geräte zur Wartung an den Fachmann abgeben
  • Reparaturen nicht selbstständig und notdürftig in Eigenregie vornehmen

Verhält man sich getreu diesen Regeln und kleidet sich sicherheitsgemäß, steht der nächsten Gartenoffensive nichts mehr im Weg. Und keine Angst: Im Frühjahr werden die Abende auch schon wieder länger hell und es bleibt mehr Zeit für die geliebte Gartenarbeit.

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