Sonnenschutz im Garten: Verschiedene Möglichkeiten im Überblick

Welche Möglichkeiten gibt es zum Sonnenschutz im Garten?

Für den Sonnenschutz im Garten gibt es viele Optionen – etwa Pergola, Markise, Sonnensegel oder auch Bäume. Was sich für Sie am besten eignet, kommt neben Ihrem Geschmack auch auf den Preis und die Lage des Gartens an.

Was ist der günstigste Schattenspender im Garten?

Am günstigsten sind Bäume, allerdings müssen Sie sich nach deren Standort richten. Wenn diese erst angepflanzt werden, dauert es häufig viele Jahre, bis sie als Schattenspender fungieren können. Als günstige Alternativen bieten sich Sonnenschirme und -segel an.

Wie beschatte ich meine Terrasse am besten?

Auf der Terrasse bietet eine Markise zuverlässig und nach Wunsch Schatten.

Der Sonnenschutz im Garten ist ein wichtiges Thema: Möchten Sie in Ihrer grünen Oase sitzen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, sollten Sie sich damit auseinandersetzen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, etwas kühlen Schatten zu schaffen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die gängigsten Systeme vor und geben Ihnen eine  Orientierung, welche Schattenspender sich besonders gut für Ihren Garten eignen.

1. Sonnenschirme sind flexibel einsetzbar

Sonnenschirme für den Garten haben den Vorteil, dass Sie sie mitnehmen können. Sie möchten erst auf der Terrasse sitzen und machen es sich später hinten am Teich bequem? Der Sonnenschirm kommt einfach mit. Der freistehende Sonnenschutz ist in meist recht günstig, allerdings sollten Sie darauf achten, dass er einen hochwertigen Fuß hat, sodass er nicht umkippen kann.

Große Sonnenschirme können Sie auf der Terrasse auch fest installieren, etwa, indem Sie den Fuß unter den Steinen des Bodens platzieren. Sie beschatten auch größere Kaffeetafeln und lassen sich einklappen. Allerdings geht so der Vorteil der Mobilität verloren.

Tipp: Es gibt Sonnenschirme, die Sie abknicken und somit immer so ausrichten können, dass Sie im Schatten bleiben.

2. Die Markise eignet sich gut für die Terrasse

Markise über einem Balkon

Die Markise schützt im Sommer Balkon oder Terrasse vor der Sonne.

Sie möchten auf der Terrasse oder auf dem Balkon wohltuenden Schatten haben und vielleicht auch einen Sichtschutz, damit die Nachbarn Sie nicht immerzu im Blick haben? Dann ist die Markise das Mittel der Wahl: Sie wird entweder fest in der Hauswand verankert oder zwischen Boden und Decke eingeklemmt. Letzteres bietet sich an, wenn Sie keine Verankerung in der Hauswand vornehmen können oder dürfen.

Die Markise wird von Hand oder elektrisch aus- und eingefahren. So können Sie in den heißen Mittagsstunden etwas Schatten genießen und abends die letzten Sonnenstrahlen einfangen. Die Markise ist teurer als der Sonnenschirm, beschattet aber auch einen größeren Platz.

Sie können ein Modell wählen, das einen integrierten UV-Filter hat – so sind Sie doppelt sicher. Auch leichter Regen macht Markisen nichts aus.

Achtung: Bei starkem Regen oder Sturm sollten Sie die Markise einfahren, sonst kann sie im schlimmsten Fall abknicken, was eine teure Reparatur oder gar eine Neuanschaffung zur Folge hat.

3. Der Pavillon eignet sich für große Gärten

Besitzen Sie einen weitläufigen Garten, kann ein Pavillon ein wunderschöner Blickfang und ein guter Sonnenschutz sein: Auf einer schönen Rasenfläche bietet er einen reizvollen Anblick. Hier können Sie im Sommer Gäste empfangen oder sich mit einem guten Buch zurückziehen. In einem kleinen Garten aber wirkt der Pavillon schnell zu groß und protzig – hier eignet sich als Sonnenschutz doch eher ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel.

4. Die Pergola bietet Sonnenschutz im Garten fern vom Haus

helle Pergola neben einem Pool

Die Pergola ist luftig, bietet aber Schatten.

Die Pergola ist eines der freistehenden Systeme: es handelt sich dabei um ein Sonnendach, welches durch ein Gerüst bzw. mehrere Pfosten gestützt wird. Sie können sie dort aufstellen, wo Sie im Normalfall keinen Schatten haben, aber welchen brächten – am Pool zum Beispiel.

Je nach Modell ist das Sonnendach aufrollbar und lässt sich einfahren. Ob Sie also gerade Schatten haben möchten oder nicht, entscheiden Sie selbst. Besonders luxuriöse Modelle bieten auch Schutz vor Regen und durch optionale Seitenwände auch vor Wind. Eine Pergola ist in der Regel allerdings wesentlich teurer in der Anschaffung, als andere Systeme.

5. Auch Bäume bieten Schatten

Haben Sie Bäume im Garten, können Sie Ihren Liegestuhl in ihrem Schatten aufstellen – diese Lösung ist natürlich am kostengünstigsten. Wenn Sie Bäume als Schattenspender erst anpflanzen möchten, brauchen Sie viel Geduld: Oft dauert es Jahre, bis sie dafür hoch genug sind.

Achtung: Achten Sie beim Pflanzen eines Baumes darauf, dass er Ihnen später nicht die Fenster von Räumen verschattet, in denen Sie es lieber hell hätten!

Alternativ können Sie sich für Rankendächer entscheiden: Stellen Sie ein Holzgerüst auf und pflanzen Sie schnell wachsende Kletterpflanzen an. So können Sie schon bald in Ihrer kühlen, grünen Laube sitzen.

6. Sonnensegel bieten mobilen Sonnenschutz im Garten

Sonnensegel über der Terrasse

Das Sonnensegel lässt sich besonders leicht auf- und abbauen.

Bei Sonnensegeln handelt es sich um dreieckige Tücher, die Sie überall aufspannen können: Eine Ecke befestigen Sie an der Hauswand oder am Boden, die anderen binden Sie an Bäume oder Pfähle. Sonnensegel sind günstig und schnell aufgestellt.

Die Segel bieten je nach Größe verschiedenen vielen Leuten Schatten. Sie lassen sich im Bedarfsfall auch leicht mit anderen Sonnensegeln kombinieren. Sie sind die ideale Lösung, wenn Sie im Garten gern an unterschiedlichen Plätzen sind oder wenn Sie oft Outdoor-Urlaub machen.

7. Das Sonnendach für den Wintergarten

Ein Sonnendach für den Wintergarten funktioniert ähnlich wie eine Markise: Es lässt sich über das gläserne Dach des Wintergartens ausfahren und sorgt so dafür, dass die Temperaturen drinnen erträglich bleiben, auch wenn die Sonne direkt darauf scheint. So haben nicht nur Sie selbst einen angenehmen Aufenthaltsraum, sondern auch die Pflanzen, die Sie hier stehen haben.

8. Pflegeaufwand der verschiedenen Lösungen

Sonnenschirme in Schutzhüllen

Sie sollten nur trockene Sonnenschirme mit Schutzhüllen überziehen.

Der Aufwand bei der Pflege des Sonnenschutzes ist unterschiedlich hoch: Einen Sonnenschirm können Sie leichter abfegen oder mit einem feuchten Lappen abwischen als eine fest installierte Markise oder das Sonnendach von Pergola und Wintergarten. Hartnäckige Verschmutzungen wie Vogelkot oder Moos auf all diesen Lösungen entfernen Sie am besten mit einer weichen Bürste und einem sanften Reiniger.

Sie sollten Ihren Sonnenschutz im Garten bei Bedarf und vor allem vor dem Winter gründlich reinigen und sorgfältig trocknen, bevor Sie die Stoffe einrollen oder mit einer winterfesten Schutzfolie überziehen. Andernfalls können bis zum Frühjahr Schimmelflecken auftreten. Vergleichsweise leicht lassen sich viele Sonnensegel reinigen: Oft können Sie diese einfach in die Waschmaschine stecken. Danach sollten Sie das Sonnensegel aber gründlich trocknen und neu imprägnieren.

Tipp: Überprüfen Sie einen Pavillon Jahr für Jahr darauf, ob er ausgebessert oder neu gestrichen werden muss.

9. Die Preise für die verschiedenen Systeme fallen unterschiedlich aus

Eine fest installierte Markise ist meist teurer als ein Sonnenschirm, der wiederum mehr Geld kostet als ein Sonnensegel. Aber auch für die einzelnen Lösungen kann der Preis je nach Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Es kommt ganz darauf an, welche Ansprüche Sie an das Material stellen: Wasserdicht sind die meisten der Stoffe, doch nicht alle haben einen UV-Filter.

Auch die Dicke der Stoffe spielt eine Rolle, wohingegen die Farbgebung egal ist: Es gibt Systeme in allen Farben. Die meisten Leute entscheiden sich aber für eher helle Farbe, weil sie zwar Beschattung bieten, den Sitzplatz aber nicht zu sehr abdunkeln.


Bildnachweise: alexandre zveiger/shutterstock, Hadrian/shutterstock, Christine Bird/shutterstock, Delpixel/shutterstock, NeagoneFo/shutterstock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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