Sonnentau

Viele verschiedene Pflanzen

Der Sonnentau gehört, wie die Venusfliegenfalle und die Kannenpflanze, zu den fleischfressenden Pflanzen – den sogenannten Kanivoren oder Insektivoren. Diese Pflanzenart wächst sehr langsam und hat sich auf sehr nährstoffarme Böden spezialisiert, wo sie wenig Konkurrenz von anderen Pflanzenarten hat und nicht von ihnen verdrängt wird. Sonnentau wächst rosettenartig und an seinen rötlichen Ferment absondernden Verdauungshaaren (Tentakeln) haften scheinbar winzige Tautropfen, die in der Sonne wie Kristalle funkeln. Doch der Schein trügt, in Wirklichkeit handelt es sich um einen klebriges Sekret, dem viele Insekten zum Opfer fallen. Auch kann die Sonnentaupflanze ihre Blätter über der Beute schließen, so daß es kein Entrinnen mehr gibt. Wenn der Standort stimmt, schmückt sich die Pflanze im Sommer mit kleinen, weißen, rosa oder purpurfarbenen Blüten. Die Pflanze ist ein origineller Schmuck. Der Sonnentau braucht zwar keine Insekten um zu überleben, wächst aber schneller und üppiger, wenn er Insekten erbeutet. Man kann auch Insekten zufüttern, wenn man die Verdauung beobachten möchte, sollte aber darauf achten, dass das Tier nicht zu groß ist, damit die Verdauung nicht zu lange dauert und es nicht anfängt zu schimmeln, da das der Pflanze schaden kann.

Name Lat: Drosera

Heimat: Australien, Südafrika

Blütezeit: JuliAugust

Standorttipp:
Viel Sonne, frische Luft, aber ohne Zugluft, so sieht der pflanzengerechte Standort aus. Im Sommer fühlt sich der Sonnentau auf Balkon und Terrasse wohl. Im Winter braucht er einen kühlen Raum, besser noch den Wintergarten. Der Sonnentau ist frostempfindlich.

Pflegetipp:
Die fleischfressende Pflanze muß während der warmen Jahreszeit gut feucht gehalten werden. Sie darf niemals trocken werden, sonst geht sie ein. Zum Gießen wird ausschließlich weiches Wasser verwendet. Der Sonnentau wird grundsätzlich weder gedüngt noch umgepflanzt.

Vermehrung:
Die Vermehrung erfolgt durch Samen im Frühjahr. Dieser wird nur auf Torf ausgelegt und nicht bedeckt, weil der Sonnentau ein Lichtkeimer ist.

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