Spindelstrauch

Viele verschiedene Pflanzen

Der Spindelstrauch ist eine sehr genügsame, unempfindliche, dekorative Pflanze. Je älter er wird, desto schöner sieht er aus. Es gibt grüne und buntlaubige, frostempfindliche und frostresistente Varietäten. Am bekanntesten ist ‘E. fortunei’. Dieser winterharte Strauch erreicht eine Höhe von 20 cm bis 3 m. Seine immergrünen Blätter sind eiförmig oder rundlich, ledrig grün oder gelbbunt bzw. weiß gerandet. Das bei uns heimische, überaus robuste Pfaffenhütchen (C. europaeus) mit seinen auffälligen Früchten eignet sich besonders für große Hecken aus heimischen Sträuchern. Der etwas kleinere Flügelspindelstrauch (E. alatus) aus Asien fällt durch besonders schöne Herbstfärbungen auf, fruchtet aber unscheinbarer. Sehr reichfruchtend ist auch der Sachalinspindelstrauch (E. planipes) mit rotbuntem Herbstlaub – ein sehr eindrucksvoller Schmuckstrauch. Seinen Namen verdankt der Spindelstrauch bzw. das Pfaffenhütchen der Ähnlichkeit seiner Kapselfrüchte mit der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Außerdem dienen die Samen im Winter häufig verschiedenen Vögeln als Nahrung, weshalb man sie auch „Rotkehlchenbrot“ nennt.

Name Lat: Euonymus

Heimat: Mitteleuropa, von Irland und Schweden bis Sizilien und Griechenland

Blütezeit: MaiJuli

Pflanztipp:
Die ‘E. japonica’ ist eine begehrte Kübelpflanze, aber leider frostempfindlich. Sie muss hell bei 0 bis 5°C im Haus überwintern.

Standorttipp:
Der Spindelstrauch liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Als Pflanzsubstrat wird Balkonblumen- oder eine lehmig humose Gartenerde verwendet, ansonsten stellen Spindelsträucher keine besonderen Bodenansprüche.

Pflegetipp:
Die robuste Pflanze wird regelmäßig, aber mäßig gegossen und von Mai bis August alle 14 Tage gedüngt. Das dekorative Gewächs ist schnittverträglich, auch ein Formschnitt ist jederzeit möglich. Winterschutz ist bei ‘E. fortunei’ nicht erforderlich, aber das Gießen darf auch im Winter nicht vergessen werden.

Vermehrung:
Durch Stecklinge von August bis September.

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