Steingärten anlegen

Steingärten oder Heidegärten sind besonders pflegeleichte Gartentypen. Ein Steingarten lebt vom Kontrast zwischen einerseits schroffem, zerklüfteten Gestein und eleganter, farbenfroher Bepflanzung auf der anderen Seite. Durch den groben Untergrund und die festen Strukturen lassen sich Steingärten auch gut mit Gartenteichen und Wasserläufen kombinieren. Wir stellen eine Auswahl an Materialien und Pflanzen zusammen und erklären, wie man damit einen Stein- oder Heidegarten anlegt.

 

1. Steingarten anlegen: Bodenvorbereitung

Beim Anlegen von Steingärten kommt es zunächst auf die richtige Zusammensetzung des Bodens an. Die typischen Steingartenpflanzen fühlen sich nur dann wohl, wenn das Erdreich den Beschaffenheiten ihres natürlichen Herkunftsraumes entspricht. Die meisten Steingartenpflanzen sind alpinen Ursprungs und gehören deshalb auf steinige Böden. Durch ihre Anpassung an groben und steinigen Untergrund und die Hanglage in ihren Ursprungsgebieten, wo Niederschläge leicht abfließen können, vertragen Steingartenpflanzen keine Staunässe. Sorgen Sie bei der Vorbereitung des Bodens also für reichlich Drainage. Es empfiehlt sich, zwei Schaufelstiche unterhalb der eigentlichen Oberfläche ein Kiesbett aufzuschütten. Sandige Böden eignen sich sehr gut für Steigärten und es kann hier manchmal auf eine Bodenverbesserung verzichtet werden. Ist Ihr Boden jedoch lehmig und schwer, ist eine Drainage auf jeden Fall notwendig.

2. Stein auf Stein: Lava, Bruchstein und Splitt

Bruchstein und Splitt gibt es in allen Farben und Größen

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Vor der kreativen Gestaltung steht zunächst mal der Schweiß. – Das ist auch beim Anlegen eines Steingartens nicht anders. Die Grundlage eines Steingartens sollte eine Gruppe von größeren unbehauenen Bruchsteinen oder Findlingen bilden, die anschließend mit grobem Geröll und schließlich mit Split und sandigem Boden aufgefüllt werden. Stufen und Plateaus lassen sich am besten durch Aufschüttungen erreichen.

Sind die Steine plaziert, wirken sie dadurch noch mächtiger und massiver. Wählen Sie einen halbschattigen oder vollsonnigen Standort, zu dunkle Ecken führen dazu, dass der Stein später schnell Moos ansetzt und unansehnlich aussieht. Eine beliebte Alternative zum “Steinhaufen” sind Trockenmauern aus geschichtetem Naturstein, für die meist kein Mörtel nötig ist. Falls doch, sollte er so verwendet werden, dass er von außen nicht sichtbar ist, um die urwüchsige und naturbelassene Optik des Arragements nicht zu schmälern. Die Steinmauer-Variante eignet sich auch als Einfassung von Hochbeeten, oder als niedrige Rasenbegrenzung. Höhere Mauern und Begrenzungen sind mit Hilfe von Steinkörben, sogenannten “Gabionen” umsetzbar.

3. Steingarten-Pflanzen

Ist die Drainage erst gelegt und sind die ersten Steine plaziert, sollte man sich bereits Gedanken über die Bepflanzung des Steingartens machen. Die Pflanzen sollten gut mit dem Gestein harmonieren, das Arragement auflockern und natürlich wirken lassen. Welche Pflanzen für Steingärten am besten geeignet sind und was man beim Pflanzen und bei der Pflege beachten sollte, lesen Sie hier.

4. Steine für den Steingarten

Bei der Auswahl der Steine, sollte man einige Dinge beachten um ein schönes Endergebnis zu erreichen. Hier einige Tipps, die bei der Auswahl der Steine hilfreich sind:

  • Zunächst einmal bei einer Steinart bleiben, vor allem bei kleineren Steingärten. Bei größeren Steingärten können mehrere Steinarten verwendet werden, um Landschaftsunterschiede zu simulieren.
  • Symmetrische Anordnungen der Steine vermeiden, da der Garten sonst schnell unnatürlich aussieht.
  • Keine zu kleinen oder zu einförmige Steine verwenden.
  • Legen Sie die großen Brocken zuerst und gestalten Sie die übrigen Flächen zum Schluss.
  • Die Großen Steine höher platzieren, so kommen sie besser zur Geltung. In Kuhlen geht ihre Wirkung verloren.
  • Darauf achten, dass größere Steine etwas in den Boden eingelassen  werden. Wenn Sie die Steine einfach nur “hinlegen”, wirken sie unnatürlich. Die Landschaftsimitation wird durch ein Eingraben der Steingarten Steine erst perfekt.
  • Eher helles Gestein verwenden. Dunkle Kolosse schlagen schnell aufs Gemüt
  • Vermeiden Sie Schrägen, sie sehen schnell nach Erdrutsch und Gerröllhalde aus. Stufen und Einschnitte hingegen vermitteln eine urwüchsige und knorrige Natürlichkeit.
  • Die Bepflanzung sollte die Formen der Steine aufgreifen und abrunden.
  • Flache Bruchsteine aus Jura-Kalk eignen sich gut für lose geschichtete Trockenmauern aus Naturstein.

5. Steingärten anlegen am Abhang

Steingärten müssen keineswegs auf ebenem Boden angelegt werden, denn durch die Lage an einem Abhang wird die Imitation der Gebirgslandschaft erst richtig perfekt. Aber damit nach dem Steingärten anlegen die Schwerkraft Ihren Kreationen keinen Streich spielt, sollten Sie darauf achten, dass alles schön stabil verbaut ist. Unterschätzen Sie nicht die Gewalt des Niederschlags, der gerne mal alles Schöne bergabwärts schickt, wenn man ihm nichts entgegen zu setzen hat. Je nach Wohnlage sollten Sie auch den Schneefall im Blick haben, denn gerade im Winter sammeln sich häufig riesige Eismassen an. Wenn im Frühjahr dann das große Auftauen beginnt, hat so mancher Gartenbesitzer seinen Steingarten schon buchstäblich dahinschmelzen sehen.

Durch eine stufenartige Abhanggestaltung verhindern Sie das Herabfließen von Erdreich und kleineren Steinformationen. Gestalten Sie beim Steingärten anlegen den Abhang aus diesem Grund nicht zu steil. Außerdem ermöglicht eine stufenartige Anordnung auch eher das Begehen des Steingartens, ganz gleich, ob zur Gartenpflege oder zur Präsentation.

Falls Sie beim Steingarten anlegen Bedenken haben, dass der Boden bestimmter Flächen doch mit der Zeit hinweggewaschen werden könnte, können Sie kleinere Steingarten Steine als Blöcke setzen, damit das nicht passiert. In so einem Fall sollten Sie nicht an Steinen sparen. Sichern Sie Ihr Erdreich und lassen Sie dabei Ihrer Phantasie freien Lauf. Denn Sie wissen ja: Jegliche Symmetrie hat in Ihrem Steingarten nichts verloren.

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