Strauchrosen schneiden: Der richtige Zeitpunkt und die passende Technik erklärt

Warum sollte man Rosen schneiden?

Das Schneiden der Rose ist eine wichtige Pflegemaßnahme und sichert ein gesundes weiteres Wachstum.

Wie oft im Jahr sollte man Strauchrosen schneiden?

Häufigkeit und Zeitpunkt des Schnitts richten sich nach der Art Ihrer Strauchrose.

Kann ich beim Schneiden einen Fehler machen?

Kein Grund zur Aufregung. Das Schneiden von Strauchrosen ist leichter, als Sie denken.

Strauchrosen genießen unter Gärtnern eine große Beliebtheit. Wenig verwunderlich, denn die „Königin der Blumen“, die eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 Metern erreicht, ist äußerst dekorativ, bezaubert mit ihrem intensiven Duft und wertet jeden Garten optisch auf. Doch fälschlicherweise haben alle Rosensorten immer noch den Ruf, besonders kompliziert und aufwendig in Schnitt und Pflege zu sein. Zudem glauben viele Hobbygärtner und Rosenanfänger, dass Strauchrosen nicht geschnitten werden sollten, da man sie sonst in ihrem natürlichen Wuchs einschränke.

Doch was stimmt nun? In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, ob und wann Sie Ihre Strauchrosen schneiden sollten und geben Ihnen eine Anleitung für den richtigen Rosenschnitt für einen idealen Wuchs und gesunde Strauchrosen.

1. Rosen schneiden als Pflegemaßnahme

Rose pink

Rosen sind äußerst dekorativ und pflegeleichter, als mancher denkt.

Mit dem Schneiden stellen Sie sicher, dass die Pflanzen kräftig, schön und gesund bleiben. Denn bei einem unkontrollierten Wachstum, bei dem die Zweige immer länger und dünner werden, büßt die Pflanze an Kraft ein. Die Folge: Die Anzahl und Fülle der Blüten geht zurück und die Rose ist anfälliger für Schädlinge. Damit Sie also möglichst lange Freude an Ihren Rosen im Garten haben, sollten Sie diese mit einem regelmäßigen Schnitt gesund und kräftig halten. Achten Sie jedoch darauf, eine hochwertige, scharfe Rosenschere zu verwenden, mit der Sie glatte Schnitte ausführen können, ohne die Pflanze unnötig zu verletzen.

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2. Zu welchen Zeitpunkten Strauchrosen schneiden

Auch für Strauchrosen wie etwa die englische Strauchrose oder die Kletterrose gilt: Mit einem regelmäßigen Schnitt sorgen Sie für ein gesundes Wachstum und eine kräftige Pflanze. Rosen kommen in freier Natur ohne Schnitt aus. Daher reduziert sich der Aufwand für Hobbygärtner, je eher der Standort der Gartenrose ihrem natürlichen Anspruch genügt.

Darüber hinaus richtet sich der Zeitpunkt, wann Sie Ihre Strauchrose schneiden sollten danach, ob Sie einmal- oder öfterblühende Strauchrosen Ihr Eigen nennen. Zudem wird zwischen einem Frühjahrs- und einem Herbstschnitt unterschieden.

Der Frühjahrschnitt wie auch der Sommerschnitt zielen darauf ab, alte und schwache Triebe vom Stämmchen zu entfernen und der Rose durch Auslichten Raum und Gelegenheit zu geben, wieder stärker auszutreiben. Schneiden Sie öfterblühende Strauchrosen im Frühjahr im Zeitraum zwischen März und Mai um etwa ein Drittel bis maximal zur Hälfte zurück. Vermeiden Sie dabei jedoch einen zu extremen Rückschnitt der Strauchrose, da diese sonst zu sehr austreibt und das Blütenwachstum in der Folge stark zurückgeht. Darüber hinaus fördern Sie mit einer Einkürzung um ein Drittel neben einem buschigeren Wuchs auch eine stärker ausgeprägte Blütenbildung. Nach dem Schnitt können Sie die Strauchrose düngen, um die Pflanze für weiteres Wachstum optimal mit Nährstoffen zu versorgen.

2.1. Der Frühjahresschnitt für einmalblühende Rosen

Der Frühjahrschnitt bei einmalblühenden Strauchrosen zielt darauf ab, insbesondere das Wachstum zweijähriger Triebe, die besonders viele Blüten ausbilden, zu fördern. Kürzen Sie diese Triebe daher nur entsprechend der natürlichen Wuchsform der Rose ein, wohingegen Sie ältere Triebe bis zurück auf die Höhe neuer Seitentriebe kürzen können. Totholz bzw. erkranktes Holz können Sie gar bis auf eine Länge von ca. 5 cm zurückschneiden.

Bei älteren Exemplaren einmalblühender Strauchrosen sollten Sie in einem Abstand von jeweils vier bis fünf Jahren vergreiste Äste nah über dem Boden entfernen, um der Rose Luft zum Atmen zu verschaffen und etwaigen Pilzsporen, die insbesondere gefährlich für historische Rosenzüchtungen sind, die Ausbreitung erschweren.

2.2. Der verpöhnte aber hilfreiche Herbstschnitt 

Ein Herbstschnitt galt lange Zeit als verpönt unter Gärtnern, da es vermeintlich keinen Sinn hatte, mit einem Schnitt kurz vor dem Winter einen frischen Austrieb zu verursachen, der aufgrund der kalten Temperaturen schnell wieder eingeht. Doch modernen Erkenntnissen zufolge sind leichtere Erfrierungen am Triebende nicht dramatisch und bieten vielmehr einige Vorteil. So würden ungeschnittene Zweige aufkommenden Wind direkt in die unteren Bereiche der Pflanze leiten, wo es zu viel drastischeren Erfrierungen, etwa an Knospen, kommen kann. Mit eingekürzten Trieben passiert dies weniger. Auch ein Winterschutz lässt sich auf diese Weise leichter anbringen.

3. Der richtige Schnitt für Ihre Strauchrosen

Rose schneiden

Der perfekte Zeitpunkt für den Schnitt richtet sich nach der Art Ihrer Strauchrose.

Viele Hobbygärtner schrecken vor dem Schneiden Ihrer Rosen, insbesondere Strauchrosen zurück – meist aus Angst, etwas falsch zu machen. Doch seien Sie beruhigt. Der größte Fehler, den Sie begehen können, ist, die Rose gar nicht zu schneiden. Die Rose verzeiht Ihnen sogar den einen oder anderen falschen Schnitt. Und so gelingt Ihnen der richtige Schnitt:

  • Schneiden Sie verletzte oder abgestorbene Triebe immer weit zurück, bis zum gesunden Holz und schneiden Sie insbesondere schwache und dünne Triebe zurück.   
  • Sollten Sie auf sich überkreuzende Triebe stoßen, sollten Sie immer den schwächeren entfernen und den stärkeren an der Pflanze belassen.
  • Halten Sie beim Schnitt die Wuchsform der Pflanze ein, indem Sie die mittleren Triebe höher wachsen lassen und die außen wachsenden kürzen.
  • Setzen Sie die scharfe Rosenschere etwa 5mm über einem Auge an und entscheiden Sie sich für ein Auge, dass am äußeren Rand des Strauches liegt. Schneiden Sie jedoch nicht zu weit oberhalb des Auges ein, da sonst ein überflüssiger Trieb entsteht, der abstirbt und die Pflanze unnötig Kraft kostet.
  • Setzen Sie stets einen schrägen Schnitt, damit Regenwasser problemlos abfließen kann. Schneiden Sie jedoch nicht zu schräg, da die Pflanze sonst eine große Wunde davonträgt.

4. Strauchrosen schneiden muss gelernt sein: Nutzen Sie das richtige Werkzeug

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