Terrasse pflastern: Das sollten Sie beim Pflastern der Terrasse beachten

Welche Steine sollte man nehmen für das Pflastern der Terrasse?

Betonsteine und Natursteine eignen sich am besten und sind pflegeleichter als Holz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wie bereitet man den Grund auf das Pflastern vor?

Zunächst stecken Sie die Fläche ab, schaffen einen Unterbau und tragen eine Schotterschicht auf. Dabei sollten Sie unsere Tipps beachten.

Wie verlegt man die Steine am besten?

Legen Sie sich das Muster auf den Boden vor. Anschließend drücken Sie die Pflastersteine auf den Untergrund und tragen das Füllmittel für die Fugen auf. Die richtige Nachbereitung rundet das Ergebnis ab.

Wer über ein wenig handwerkliches Geschick verfügt, der kann seine Terrasse in Eigenregie pflastern. Wichtig sind eine gute Planung und Vermessung der entsprechenden Fläche, genauso wie das entsprechende Material und widerstandsfähige Baustoffe. Wenn die geplante Terrassenfläche sehr groß ist, sind weitere Helfer erforderlich, da sich der Arbeitsumfang deutlich umfangreicher gestaltet. Was Sie genau brauchen und wie Sie beim Pflastern der Terrasse vorgehen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.


1. Robuste Betonplatten oder Natursteine eignen sich am besten

Natursteinplatten werden verlegt

Natursteinplatten eignen sich besonders gut für eine neue Terrasse.

Bevor Sie mit dem Pflastern beginnen, ist ein wenig Planung erforderlich. Die Terrasse sollte für eine einfache Nutzung besser ebenerdig zum Haus verlaufen. Wenn sich das Eigenheim an einer Hanglage befindet, sind Treppenstufen zur Terrasse notwendig. Auch Diese sollten Sie in Ihrer Planung berücksichtigen und ebenfalls pflastern, damit Ihre Terrasse einheitlich aussieht. Für die Terrassenplatten sind robuste Betonsteinpflaster und Natursteine ideal geeignet, da diese weitaus langlebiger und pflegeleichter als Holz sind. Sehr verbreitet sind Granitsteine zum Pflastern dieses Bereiches.

1.1. Neben Steinen brauchen Sie noch weitere Hilfsmittel zum Pflastern

Für das Pflastern werden bestimmte Materialien und Werkzeuge benötigt, damit das Ergebnis optisch ansprechend und korrekt in der Ausführung ausfällt. Außerdem ist ein genaues Vorgehen notwendig, ansonsten kommt es bei der späteren Nutzung zu Problemen.

Für das Ausmessen und Abstecken der Fläche werden Holzpflöcke, Maßband, Richtschnur und Wasserwaage gebraucht. Bevor die Pflastersteine verlegt werden, muss der Boden vorbereitet und ein Unterbau erschaffen werden. Dafür sind Rechen, Schaufel und Rüttelplatte erforderlich. Für die Schotterschicht als tragenden Untergrund werden Kies und Splitt gebraucht, für die Zwischenräume in den Terrassenplatten gibt es speziellen Fugensplitt. Da die Terrassenfläche nicht immer mit den Ausmaßen der Pflastersteine übereinstimmt, ist eine Steinsäge notwendig, mit der ein genauer Zuschnitt erfolgt. Für die Randsteine und Mauersteine wird Magerbeton benötigt, welcher mit einer Maurerkelle aufgetragen wird. Da die größeren Maschinen einen hohen Anschaffungspreis haben, lohnt sich das temporäre Ausleihen im Baumarkt. Auf diese Weise lassen sich die Kosten für das Verlegen gering halten.

Tipp: Im toom Baumarkt können Sie beispielsweise Pflastersteine für die Terrasse, sowie alle anderen erforderlichen Materialien, Maschinen und Werkzeuge kaufen bzw. leihen. Dafür können Sie einfach online das gewünschte Produkt auswählen und dann direkt im Markt abholen. Der Vorteil dabei ist, dass Sie auch von der Beratung vor Ort profitieren können, wenn Sie sich unsicher bei der Wahl der richtigen Materialien sind.

2. Terrassenfläche abstecken und ausheben

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Zuerst wird der Bereich für die Pflastersteine genau abgesteckt. Zu diesem Zweck wird alles genau ausgemessen. Mit Holzpflöcken markieren Sie die Ecken der Terrasse und spannen und eine Schnur als Richtwert. Die Richtschnur stellt dabei die Oberkante der Terrassenplatten dar und dient der Orientierung bei der weiteren Arbeit.

Gefälle einbauen
Der Terrassenuntergrund muss über ein Gefälle von zwei Prozent verfügen, welches vom Haus und anderen baulichen Anlagen wegführt. Dieses Gefälle ist unverzichtbar, damit der Regen ungehindert ablaufen kann und sich nicht auf oder unter der Terrasse staut.

Anschließend wird die Fläche für die Pflastersteine ausgehoben. Wenn dieser Bereich noch eine Grasnarbe hat, muss diese zuerst komplett entfernt werden. Die genaue Tiefe der ausgehobenen Erde hängt von der Höhe der ausgewählten Pflastersteine und den Ausmaßen der Unterbauschichten ab. Auch bei diesem Arbeitsschritt muss weiterhin ein Gefälle von zwei Prozent eingehalten werden, um eine dauerhafte Entwässerung der Fläche zu gewährleisten.

3. Untergrund verdichten und Tragschicht ausbringen

Boden wird begradigt mit Wasserwaage

Um den Boden vorzubereiten sollten Sie ihn unbedingt begradigen bevor Sie weiter arbeiten.

Nun muss der Untergrund mit einer Harke geglättet werden, wobei sämtliche Steine, übrig gebliebene Pflanzenteile und andere Verunreinigungen zu entfernen sind. Als Ergebnis muss eine ebene Fläche entstehen, mit einer feinkrümeligen Konsistenz. Dann wird die ausgehobene Fläche mit Hilfe der Rüttelplatte verdichtet. Mit dieser sollten Sie einige Male über den abgesteckten Bereich fahren. Danach wird die Tragschicht aus Schotter aufgetragen, in mehreren Schichten, mit einer jeweiligen Höhe von etwa 5-10 cm. Hierbei gilt: Je höher, desto stabiler wird der Untergrund. Diese Tragschicht wird ebenfalls mit der Rüttelplatte Schicht für Schicht verdichtet. Auf den Schotter kommt eine Ausgleichsschicht aus Splitt, mit einer Stärke von etwa 4 cm. Diese Schicht wird gleichmäßig abgezogen. Auch bei diesen Arbeitsschritten ist weiterhin ein Gefälle von zwei Prozent einzuhalten.

4. Pflastersteine verlegen und eventuell zuschneiden

Nun werden die Pflastersteine einzeln auf den vorbereiteten Untergrund gesetzt. Wenn erforderlich, müssen die Steine mit der Säge zugeschnitten werden. Wichtig ist dabei das Einhalten einer Fugenbreite, welche maximal 3 mm betragen sollte. Bei Steinen mit Maserungen und Farbverläufen sollten Sie entsprechend der Musterung vorgehen, um ein optisch zufriedenstellendes Resultat zu erzielen.

Tipp: Legen Sie das Muster der Platten vorher auf dem Boden aus, um zu testen, ob es Ihnen auf einer größeren Fläche zusagt. Im Anschluss können Sie die Platten entsprechend auf den Untergrund setzen.

Wichtig ist eine Einfassung für die Terrassenplatten, welche an den äußeren Reihen entweder durch bauliche Anlagen oder gesetzte Mauersteine gegeben sein sollte. Diese Einfassung garantiert einen dauerhaft festen und sicheren Halt für die Pflastersteine. Im Anschluss wird das Fugenmaterial in die Terrassenplatten eingefegt. Die Fugen müssen komplett gefüllt sein, sodass ein gleichmäßiges Fugenbild entsteht. Danach wird die gepflasterte Fläche wiederum mit der Rüttelplatte befahren. Dabei muss unter die Maschine unbedingt eine Gummischürze montiert werden, um die Platten zu schonen. Bei diesem Arbeitsschritt ist vorsichtiges Vorgehen angeraten, damit die Pflastersteine nicht brechen oder verkratzen. Zuerst an den Rändern des Pflasterbelags beginnen, danach in einer Spiralform bis zur Mitte der Terrassenfläche vorgehen.

5. Zum Abschluss müssen die Fugen verdichtet werden

Fugen werden eingefegt

Die Fugen müssen ordentlich eingefegt werden, damit sie gleichmäßig gefüllt sind.

Um das Fugenmaterial zu verdichten, müssen Sie zum Schluss die Fugen mit Wasser einschlämmen. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Wasser verwendet wird, trotzdem sollte die ganze Fugenhöhe komplett befeuchtet sein. Bei diesem Arbeitsschritt ist ein zweiter Helfer sinnvoll, damit Sie parallel die Fugen Einkehren und Einschlämmen können. Achten Sie dabei auf das gründliche Einfegen des Fugensplitts. Bei Bedarf können Sie weiteres Fugenmaterial einkehren, bis die Fugen dicht gefüllt sind. Zum Abschluss wird nochmal die Rüttelplatte mit der Gummischürze mehrmals und vorsichtig über die gepflasterte Terrasse gefahren.

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