Japansäge Test 2019

Die besten Japansägen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Japansäge ist ein japanisches Werkzeug. Es handelt sich um eine Zugsäge, was sie von andere Feinsägen wie dem Fuchsschwanz deutlich unterscheidet.
  • Es gibt verschiedene Arten von Japansägen für unterschiedliche Arbeiten. In jedem Fall können Sie aber mit einer Japansäge äußerst gerade sägen sowie präzise und sauber arbeiten, weshalb sie für viele Feinarbeiten, etwa im Modellbau, ideal ist.
  • Die Arbeit mit einer Japan-Säge ist zu Anfang ungewohnt und erfordert etwas Übung. Laien sollten deshalb äußerst vorsichtig sein. Durch die enorme Schärfe dieser Säge besteht ansonsten eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr.

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Für besonders präzise und saubere Arbeiten am Holz greifen Schreiner und Tischler immer öfter zur Japansäge. Diese speziellen Holzsägen sind sehr scharf und erlauben eine präzise Bearbeitung des Holzes.

Durch die für japanische Werkzeuge nicht untypische Zugbewegung wird Kraft gespart. Die Säge gleitet, verglichen mit den europäischen Konkurrenten Fuchsschwanz und Laubsäge, durch das Holz wie durch Butter. Je nach Typ können Japansägen quer oder horizontal zur Holzfaser arbeiten. Weil die Sägeblätter sehr dünn und biegsam sind, ist etwas Übung erforderlich, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Wer sich einmal dran gewöhnt hat, kann aber von den Vorteilen der Japansäge voll profitieren.

Es gibt allerdings verschiedene Typen und Modelle, wie schon ein grober Japansägen-Vergleich 2019 zeigt. Darüber hinaus müssen Sie einige Punkte beachten, damit Sie die beste Japansäge für sich finden.

1. Die Besonderheiten der Japansäge – Präzision und Kraftersparnis

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Die Arbeit mit einer Japansäge will gelernt sein.

Der größte Unterschied zwischen der Japansäge und Fuchsschwanz oder Laubsäge ist, dass diese europäischen Sägen ihre Wirkung durch Druck oder Stoß vom Körper weg erzielen. Japan-Sägen dagegen werden zum Körper hingezogen, was zunächst einmal sehr ungewohnt ist und viel Übung erfordert.

Beherrscht man die Zugtechnik nicht zur Genüge, kann das sehr dünne Sägeblatt mit den scharfen Zähnen leicht kaputt gehen. Hat man sich diese Technik jedoch einmal angeeignet, kann man mit der Japan-Säge äußerst präzise und fein arbeiten. Gleichzeitig fallen bei der Arbeit weniger Späne an. Das Sägen ist also exakt und sauber. In Japan heißt dieses Werkzeug übrigens Nokogiri, für Säge.

Tipp: Durch die sehr scharfen Zähne der Nokogiri und die Zugtechnik müssen Sie bei der Arbeit mit der Japansäge weniger Kraft aufwenden. Vor allem bei umfangreicheren Arbeiten macht sich diese Kraftersparnis früher oder später bemerkbar.

2. Das sind die verschiedenen Japan-Sägen

Es gibt Japansägen in unterschiedlichen Ausführungen:

  • Dozuki Säge
  • Ryoba Säge
  • Kataba Säge

All diese Handsägen für Holz oder Kunststoff haben ihre Vorteile, die wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen möchten. So können Sie am ehesten entscheiden, welche Art Japansäge Ihren Anforderungen am ehesten entspricht.

Dozuki Säge heißt übersetzt etwa “Säge mit Rumpf”. Sie hat einen stabilen Rücken und ist einseitig verzahnt. Die Dozuki sägt nicht besonders tief. Sie ist ideal für feines Arbeiten, zum Beispiel für den Modellbau.

Die Ryoba – übersetzt bedeutet das so etwas wie “Doppelzähne” – ist beidseitig verzahnt. Dabei sieht die Verzahnung dieser Japan-Zugsäge auf jeder Seite anders aus. Eine Seite hat eine Dreiecksverzahnung – perfekt für Längsschnitte. Die andere Seite weist eine Trapezverzahnung auf, die für Quer- und Schrägschnitte gedacht ist. Die Japansäge Ryoba hat keinen Rücken und ein vergleichsweise dickes Blatt. Sie ist deshalb recht stabil und außerdem vielseitig einsetzbar.

Besonders für tiefe, große Schnitte ist die Kataba-Säge geeignet. Die deutsche Übersetzung “einseitige Zähne” beschreibt auch hier sehr deutlich die Besonderheiten dieser Säge: Die Kataba ist nur auf einer Seite verzahnt. Sie hat aber, anders als die Dozuki, dennoch keinen Rücken. Diese Art der japanischen Handsäge ist besonders gut für die Gartenarbeit geeignet. Sie wird auch als Baumsäge bezeichnet.

Produktart Eigenschaften
Dozuki
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  • Handsäge mit Rumpf.
  • Einseitige Verzahnung mit stabilisierendem Rücken.
  • Scharfes Sägeblatt.
  • Geringe Schnitttiefe.
  • Feinsäge für sehr präzise Schnitte.
  • Gut für den Modellbau geeignet.
  • Am ehesten vergleichbar mit der europäischen Laubsäge.
  • Auch für Ungeübte recht gut nutzbar.
Ryoba
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  • Hat scharfe Zähne auf beiden Seiten.
  • Auf der einen Seite findet man eine Dreiecksverzahnung, auf der anderen eine Trapezverzahnung.
  • Sie können mit dieser Handsäge Holz aller Art sägen.
  • Es gibt keinen Rücken, dafür ist das Sägeblatt dieser Holzsägen dicker.
  • Gut für tiefe Schnitt in massivem Holz.
Kataba
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  • Diese japanische Holzsäge hat nur auf einer Seite Zähne, aber dennoch keinen Rücken.
  • Eine Kataba-Säge kann sich leicht verbiegen oder brechen und ist daher nur für Geübte nutzbar.
  • Diese Handsägen erlauben tiefe, große Schnitte.
  • Gut als Baumsäge oder Astsäge nutzbar, aber auch in Zimmerei oder Tischlerei.

In letzter Zeit findet man auch häufiger Kombinationen aus der Japansäge und europäischen Sägen. Dabei wird die japanische Säge mit einem europäischen Griff kombiniert. Dieser ist häufig aus Kunststoff gefertigt und liegt gut in der Hand.

Tipp: Wenn Sie sich nicht für einen Typ entscheiden können oder jede Art Japansäge nutzen möchten, bietet es sich an, ein Japansäge-Set zu kaufen. Normalerweise sind in so einem Japansägen-Set alle drei Varianten der japanischen Zugsäge enthalten.

3. Welche darf es sein? Auf diese Kaufkriterien müssen Sie achten

Abgesehen vom Typ gibt es noch einige weitere Merkmale dieser japanischen Sägen, die bei der Wahl einer Japansäge wichtig sind. Die verschiedenen Produkte der unterschiedlichen Marken und Hersteller unterscheiden sich unter anderem auch in der Größe, dem Japansägeblatt und den Sägezähnen. In dieser Kaufberatung haben wir die wichtigsten Kriterien für Sie zusammengestellt.

3.1. Die perfekten Maße der Japansäge

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Ihre Japansäge sollte beim Arbeiten gut in der Hand liegen.

Abmessungen und Gewicht der Japan-Säge sind für eine gute Handhabung wichtig. Die meisten Modelle haben eine Grifflänge von rund 30 Zentimetern. Diese langen Griffe ermöglichen es, die Säge mit beiden Händen zu halten.

Säge und Sägeblatt sollten für feinere Arbeiten nicht zu lang sein. Hier gilt im Prinzip das gleiche wie auch für andere feine Werkzeuge. Lediglich wenn Sie ein Modell als japanische Baumsäge für Arbeiten im Garten wie den Baumschnitt nutzen, können Sie längere Sägeblätter mit einer Länge von über 60 cm und einer Dicke von etwa 0,7 mm nutzen. Lesen Sie hier, welche Vorteile längere und dickere Sägen bzw. Japansägen mit langem Sägeblatt haben:

  • Gut geeignet für Holzarbeiten im Garten.
  • Erlaubt tiefe, lange Schnitte.
  • Je länger das Sägeblatt, desto schwieriger werden kleinere Schnitte.

Ein Blick auf das Gewicht der Japan-Säge ist vor dem Kauf ebenfalls wichtig. Je länger man damit arbeitet, desto störender kann ein zu hohes Gewicht sein. Die meisten Modelle sind aber mit rund 200 g Gewicht recht leicht.

3.2. Das richtige Sägeblatt für jeden Bedarf

Die Sägeblätter einer japanischen Feinsäge unterscheiden sich nicht nur in der Länge, sondern auch in der Stärke und der Zahnung. Die Blattstärke ist unter anderem für den Energieaufwand bedeutend, der für das Ziehen der Säge aufgebracht werden muss.

Je dünner das Blatt, desto leichter lässt es sich ziehen, desto höher aber auch die Verletzungsgefahr, weil die Blätter schneller brechen können.

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Für jede Arbeit gibt es das richtige Sägeblatt.

Je nachdem, ob Sie die Sägen für Querschnitte oder Längsschnitte nutzen möchten, empfiehlt sich außerdem eine andere Verzahnung:

Eine Dreiecksverzahnung wird für Schnitte längs zur Holzfaser genutzt. Der Anschnitt ist damit leicht, die Präzision aber nicht sehr hoch. Eine Trapezverzahnung ist dagegen für sehr genaue Quer- und Schrägschnitte geeignet, für Anfänger aber schwer zu bedienen.

Eine Mischung aus beiden Typen ist die Universalverzahnung. Sie ermöglicht Schnitte sowohl quer als auch längs zur Faser und ist gut für Anfänger geeignet.

3.3. Die Schränkung – wichtig für Korrigierbarkeit und Feinheit

Quantität und Qualität

Ursprünglich wurde die Japansäge in kleinen Werkstätten hergestellt. Mittlerweile hat sich die industrielle Produktion durchgesetzt, was auch zur Folge hat, dass überwiegend Einweg-Blätter verwendet werden. Diese sind jedoch nicht weniger scharf. Eine Japansäge optimal zu schärfen, ist ohnehin nahezu unmöglich und die wenigsten Feilen können den scharfen Zähnen standhalten.

Die Schränkung beschreibt die Biegung der Sägezähne, die abwechselnd nach rechts und links geht. Diese Schränkung ist in unterschiedlichem Maß erhältlich und entscheidend für die Feinheit des Schnitts, die Korrigierbarkeit und den Kraftaufwand.

Je höher die Schränkung, desto besser können Schnitte korrigiert werden und desto weniger Kraft müssen Sie beim Sägen aufwenden. Eine Säge mit niedriger Schränkung ermöglicht saubere Schnittflächen, lässt sich aber schlecht korrigieren.

4. Das sind die bekanntesten Marken

Natürlich ist es nicht unbedingt notwendig, auf bekannte Hersteller wie die Dick Japansägen oder eine Workzone Japansäge zu setzen. Auch kleinere Firmen haben häufig gute Sägen im Angebot. Und sogar eine Aldi-Japansäge kann durchaus eine gute Qualität aufweisen und ihren Zweck ebenso erfüllen wie eine Dictum Japansäge.

Dennoch ist es nützlich, die wichtigsten Hersteller einmal gehört zu haben. Dies sind: Augusta, Bahco, BGS, CON:P, Dick, Dictum, Dozuki, Edessö, Famex, Forum, Irwin, Kayser, Kirschen, LUX, MPS, Stanley, Triuso, Tajima, Ulmia und Vigur.

5. Wo man eine Japansäge kaufen kann

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Im Baumarkt oder Discounter können Sie Produkte vor dem Kauf in Augenschein nehmen.

Wenn es nicht unbedingt eine Dick Japansäge sein muss, können Sie auch bei kurzfristigen Angeboten von Discountern wie Lidl oder Penny zuschlagen. Auch eine Aldi Japansäge kann durchaus gut sein.

Ansonsten sehen Sie sich doch einfach im Baumarkt Ihres Vertrauens um und lassen Sie sich dort beraten. Sie können dort auch die Produkte ausprobieren und somit Ihren eigenen Japansäge-Test durchführen.

Wenn Sie auf der Suche nach einer günstigen Japansäge sind, kann es auch Sinn machen, in Onlineshops zu kaufen. Dort gibt es nicht nur eine größere Auswahl sondern auch häufiger preisgünstige Angebote.

6. Japansägen im Test der Stiftung Warentest

Auf der Suche nach der besten Japansäge sehnen Sie sich vielleicht nach einem aussagekräftigen Japansäge-Test, wie ihn zum Beispiel die Stiftung Warentest durchführen könnte. Leider hat sich die Verbraucherorganisation bisher nicht mit diesem Sägetypus beschäftigt und auch keine anderen Feinwerkzeuge oder Zugsägen untersucht. Deshalb können wir Ihnen leider an dieser Stelle keinen Japansägen-Vergleichssieger präsentieren.

7. Wissenswertes rund um die Japansäge

7.1. Ist eine Japansäge klappbar?

Tatsächlich gibt es nicht nur die klassische, steife Japansäge, sondern auch klappbare Modelle. Diese lassen sich platzsparend im Werkzeugkoffer verstauen und sicher einstecken, ohne dass die scharfen Blätter zur Gefahr werden. Ansonsten ist eine klappbare Japansäge genauso gut und präzise wie feste Modelle. Beachten Sie aber, dass Sie beim Ein- und Ausklappen mit den Fingern zwangsläufig recht nah an die Zähne kommen. Sie sollten daher äußerst vorsichtig sein.

7.2. Für wen sind Japansägen geeignet?

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Tests zeigen: Japansägen sind sehr scharf und gehören daher nicht in Kinderhände.

Japansägen sind sehr scharf und perfekt für präzise Arbeiten an allen Arten von Holz geeignet. Sie kommen deshalb häufig in Schreinereien oder Tischlereien zum Einsatz. Auch für Hobbyhandwerker sind diese Sägen wegen des exakten Sägens interessant, zum Beispiel für den Modellbau.

Allerdings erfordert der Umgang mit dieser Zugsäge etwas Übung. Die richtige Handhabung der Japansäge können Sie hier nachlesen. Die Zähne sind jedoch sehr scharf und so besteht ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko. Ungeübte Handwerker sollten deshalb lieber auf die Arbeit mit einer Japansäge verzichten. Auch Kinder haben natürlich nichts in der Nähe dieses Werkzeuges verloren.

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