Schlitten Test 2019

Die besten Schneegleiter im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Schlitten stellen ein Wintersportgerät zum Rodeln bzw. Ziehen dar, welches vornehmlich in der Freizeit Verwendung findet.
  • Schlitten werden meist aus Holz oder Kunststoff hergestellt, wobei Holz robuster, Kunststoff hingegen leichter ist.
  • Um Verletzungen und Erfrierungen vorzubeugen, sollten Sie beim Rodeln neben warmer Winterbekleidung eine Mütze sowie entsprechende Handschuhe tragen.

Schlitten Test

Wie aus einer Statistik hervorgeht, war im Winterurlaub 2014 bei knapp 17 % der Befragten die beliebteste Freizeitaktivität das Schlittenfahren (Quelle: AachenMünchener). Wer sich nämlich in der kalten Jahreszeit weder auf die Skier, noch aufs Snowboard traut, für den stellt der Schlitten die perfekte Alternative dar. Doch ähnlich wie andere Sportgeräte unterliegt auch der Schlitten einem einsatzbedingten Verschleiß, was sich nach jahrelanger Nutzung etwa durch Rost an den Kufen bemerkbar machen kann.

Ist dies der Fall oder möchten Sie Ihrem Nachwuchs ein Geschenk für den kommenden Winter machen, so empfehlen wir Ihnen unseren Schlitten-Vergleich 2019, in dem wir für Sie die besten Schlitten verglichen haben. In unserer Kaufberatung erfahren Sie darüber hinaus, welches Material neben dem altbewährten Holz bei der Fertigung zum Einsatz kommt.  Zudem bieten wir Ihnen Informationen zum richtigen Gebrauch dieses Wintersportgeräts an, wie z. B. die maximale Belastbarkeit, die je nach Modell auch über 150 kg betragen kann.

Sind Sie allerdings Fan von sommerlichen Freizeitaktivitäten, so möchten wir Sie in dieser Kategorie auch auf unsere weiteren Produktvergleiche hinweisen:

1. Der Schlitten – ein Name, viele Verwendungsmöglichkeiten

Wie lenkt man einen Schlitten?

Zum Lenken wird der linke oder rechte Fuß an der entsprechenden Kufenseite in den Schnee gesetzt, sodass durch das Abbremsen zugleich ein Richtungswechsel ermöglich wird. Besitzt der Schlitten keine drehbaren Kufen zum Lenken im vorderen Schlittenbereich oder ein Lenkrad wie ein Lenkschlitten, kann die Fahrtrichtung jedoch auch durch das Verlagern des eigenen Gewichts erzielt werden.

Der meist aus einer mit Kufen bestückten Holz- oder Kunststoffkonstruktion bestehende Schlitten wird umgangssprachlich oftmals auch als Rodel bzw. Rodelschlitten bezeichnet. Die Kufen liegen dabei in einem leichten Neigungswinkel zum Untergrund auf, wohingegen Modelle mit flach aufliegenden Kufen als Davoser Schlitten bezeichnet werden. Auf diesen gleitet der Schlitten beim Bergabfahren dabei auf der Schnee- oder Eisschicht.

Schlitten finden jedoch nicht nur im Freizeitbereich Verwendung, sondern je nach Bauart auch als Gefährt im Bobsport oder als Transportmittel in der Bergrettung.

Verbreitet sind neben motorbetriebenen Modellen, die als Schneemobil oder Motorschlitten bezeichnet werden können, ebenfalls Hunde- oder Pferdeschlitten, die im Gegensatz zum herkömmlichen Rodelschlitten jedoch nur zum Ziehen vorgesehen sind. Klappschlitten, wie etwa ein klappbarer Davos Schlitten, lassen sich zudem leichter transportieren und verstauen.

Möchten Sie Ihr Kind nun mit auf einen winterlichen Spaziergang nehmen und es dabei auf einem Kinderschlitten oder etwa Babyschlitten ziehen, so könnte folgende Zusatzausstattung interessant für Sie sein:

Zusatzausstattung Vorteile
Zugseil ermöglicht das Ziehen des Schlittens durch eine zweite Person, beispielsweisen während eines Spaziergangs
Rückenlehne bietet Halt beim Ziehen und verhindert, dass das Kind nach hinten kippen kann
Schlitten- bzw. Fußsack bietet ähnlich wie ein Schlafsack Schutz vor Kälte während des Schlittenziehens

2. Was gilt es beim Kauf eines Schlittens zu beachten?

2.1. Material: Holz ist schwerer als Kunststoff

lenkschlitten
Holzschlitten bzw. Rodel können je nach Größe als Schlitten für Erwachsene oder aber als Zwillingsschlitten mit doppelter Lehne für zwei Kinder erworben werden.

Bevor Sie einen Schlitten kaufen, sollten Sie sich entscheiden, ob ein Schlitten aus Holz oder doch eher aus Kunststoff das Richtige für Sie ist. Holzmodelle werden meist aus Eschen- oder Buchenholz hergestellt, wobei letzteres meist einen niedrigeren Verkaufspreis ermöglicht.

Gegenüber Kunststoffmodellen ist dieser Schlittentyp jedoch robuster, was ihn unempfindlicher gegen Stürze oder Stöße macht. Da Holz jedoch ein Naturstoff ist, besteht eine insbesondere für Kinder Verletzungsgefahr durch Holzsplitter.

Beim flachen Bob als Schlitten, welcher in den meisten Fällen aus Kunststoff hergestellt wird, besteht diese Gefahr hingegen nicht. Da Kunststoffschlitten meist ein geringeres Gewicht aufweisen, sind sie hierdurch nicht nur leichter zu transportieren, sondern erfordern auch einen geringeren Kraftaufwand beim Ziehen.

Wie unser Vergleich zeigt, wiegen Holzschlitten im Schnitt fünf bis sechs Kilogramm, wohingegen Kunststoffmodelle lediglich drei oder weniger Kilogramm auf die Waage bringen.

Ab welchem Alter darf der Rodelspaß beginnen? Zwar geben einige Hersteller eine Altersempfehlung an, jedoch sollten Kinder unter sechs Jahren nur unter Aufsicht oder mit einer erwachsenen Person „als Beifahrer“ Schlitten fahren.

2.2. Die Belastbarkeit: Schlitten für zwei Personen müssen mehr als 100 kg aushalten

skibob
Bei einem Skibob handelt es sich um einen Lenkschlitten bzw. Schlitten mit Lenkrad. Er wiegt aufgrund seiner Metallkonstruktion oftmals mehr als ein Holzschlitten.

Suchen Sie nun nach einem für Ihre Bedürfnisse günstigen Schlitten, so sollten Sie bedenken, für wie viele Personen er bestimmt sein soll. Wird er lediglich von einem Kind genutzt, so reicht in der Regel eine maximale Tragkraft von 65 kg.

Bei Erwachsenen sollte diese je nach persönlichem Gewicht jedoch mindestens 80 kg betragen. Schlitten für zwei Personen halten hingegen je nach Typ ein Gewicht von 110 bis 180 kg aus.

Hiervon hängt zugleich auch die Länge des Schlittens ab. Für das Schlittenfahren zu zweit sollte diese nicht weniger als 100 cm betragen, besser 115 cm bzw. 125 cm.

Bauartbedingt besteht die Sitzfläche bei Kunststoffschlitten dabei aus Kunststoff und bei Holzmodellen aus Holz, jedoch können letztere anstelle des traditionellen Lattensitzes auch mit einer wasserabweisenden Gurtbespannung ausgestattet sein. Diese bietet einen höheren Sitzkomfort, hält jedoch meist keine höhere Traglasten aus.

Eine Frage der Bekleidung: Da beim Freizeit-Rodeln Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erzielt werden können, sollte auf eine entsprechende Wintersportbekleidung geachtet werden. Besitzt der Schlitten keinen Fußsack, so sorgt ausschließlich die warme Bekleidung für den Kälteschutz. Zudem kann sie kleinere Stürze gut abfedern. Zur Sicherheit empfiehlt sich auch das Tragen von Skihandschuhen und eines Skihelms, um Verletzungen an Kopf und Händen vorzubeugen.

3. Welche Schlitten-Hersteller gibt es?

schlitten-bob
Sind Sie unsicher, ob ein flacher Schlitten als Bob oder doch ein Schlitten mit Lehne Ihrem Nachwuchs besser gefällt, empfiehlt sich ein individueller Schlitten-Test vor dem Kauf.

Suchen Sie nun nach einem passenden Hersteller oder Ihrem persönlichen Schlitten-Vergleichssieger für den nächsten Winter, so möchten wir Sie zunächst auf den Schlitten-Test der Stiftung Warentest aus der Ausgabe 12/2013 hinweisen, in dem unter anderem ein Modell des Herstellers Kathrein mit dem Testurteil „Gut“ abgeschnitten hat.

Dieser traditionsreiche Schlittenspezialist existiert bereits seit dem Jahr 1886 und hat ein breites Sortiment an Schlittenmodellen zu bieten. Empfehlenswert ist jedoch auch der Hersteller KHW, welcher neben Schlitten auch im Bereich Garten eine umfangreiche Produktpallete bietet. Nachfolgend finden Sie daher einen Überblick zu den wichtigsten Marken bzw. Herstellern von Schlitten:

  • Kathrein
  • Alpengaudi
  • Stiga
  • R.P.L
  • KHW
  • Pinolino
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