Smoker Test 2020

Die besten Räuchergrills im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Smoker sind die Grills für typische Barbecues. Hier werden das Fleisch und das Gemüse nicht auf direkter Flamme gegrillt, sondern durch heißen Rauch gegart. Die Methode ist besonders schonend und sorgt für ein zartes Ergebnis.
  • Die Besonderheit am Smoken ist der rauchige Geschmack des Grillguts. Durch die Wahl des Holzes lassen sich diese Aromen beeinflussen.
  • Welchen Smoker-Typ Sie wählen, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit Sie in das Grillen investieren wollen.

Smoker Test

Grillen dient nicht mehr einfach nur dazu, den Hunger zu stillen. Nein, Grillen ist eine Kunstform. Was dem Maler sein Pinsel, ist dem Brutzler sein Grill. Und da landen nicht einfach Bratwürste und fertig eingelegte Nackensteaks aus dem Supermarkt drauf. Der ambitionierte Hobbygriller will perfekt gegartes Fleisch, das im Mund zergeht wie Butter. Dafür muss es dann ein Smoker sein.

Welche Kategorien von Smokern es gibt, wie Sie den für sich besten Smoker finden und was Sie damit alles zaubern können, erfahren Sie in unserem Smoker-Vergleich 2020.

1. Was ist ein Smoker?

Kleine Geschichtskunde
    Die Ursprünge des klassischen Barbecues gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück und liegen in der Karibik und der gesamten südamerikanischen Küste. Auf Holzvorrichtungen in Gruben wurde Fleisch gegart. Die Seefahrer brachten die Idee mit nach Amerika.

großer Smoker retro

Ein typisch amerikanisches Barbecue: Es gibt Burger, Steaks und saftige Rippchen. Wer so eine Szenerie schon einmal gesehen hat, wird wissen, dass hier nicht nur beim Essen groß aufgefahren wird. Die Grills sind auch eine Nummer größer als hierzulande. Für ein typisches BBQ braucht es einen Smoker-Grill.

Der Unterschied zum herkömmlichen Holzkohlegrill ist, dass das Grillgut nicht auf direkter Flamme gegart wird. Es wird indirekt gegart oder geräuchert. Die Zubereitung ist nicht nur schonender für Fleisch und Co., es ist auch gesünder. Tropft Fett auf glühende Kohle, können nämlich giftige Stoffe freigesetzt werden. Das kann beim Smoker nicht passieren.

Aber wie funktioniert nun ein Barbecue-Smoker genau? Der klassische Smoker-Grill besteht aus zwei Kammern. In der kleineren Kammer wird Holz entzündet. In der zweiten Kammer wird dann Fleisch, Gemüse etc. platziert. Durch eine Verbindung zwischen beiden gelangt der Rauch aus der ersten Kammer hinein und gart das Grillgut.

2. Welche Smoker-Typen gibt es?

Im Wesentlichen werden in Smoker-Tests vier Grill-Typen voneinander abgegrenzt. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie die Hitze im Inneren des Smokers erzeugt und weitergeleitet wird. Eine Übersicht über die verschiedenen Arten und ihren Merkmalen finden Sie hier.

Typ Merkmal Heizelement Heizsystem
Barrel-Smoker

barrel-smoker

der Klassiker unter den Barbecue-Smokern Holz Holz wird in einer Kammer erhitzt und der heiße Rauch in die zweite Grillkammer geleitet.
Reverse-Flow-Smoker

reverse-flow-smoker

ähnelt dem Barrel, Unterschied im Wärmezufuhr-System Holz Der Rauch wird unter die Speisen geleitet. Dadurch wird das Grillgut noch gleichmäßiger gegart.
Pellet-Smoker

pellet-smoker

besonders einfach in der Bedienung – mit Gas oder Strom angeheizt und auf Wunschtemperatur gehalten Holzpellets Die Pellets werden in einer Kammer automatisch erhitzt und der Rauch in die zweite Kammer weitergeleitet.
Water-Smoker

water-smoker

einfaches, eher rustikales Gerät – Water Smoker kann selber gebaut werden Holz, Wasser Im unteren Bereich befindet sich das Holz und darüber eine Schale mit Wasser. Dieses speichert die Hitze und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur.
Für welche Art von Smoker Sie sich entscheiden, hängt davon ab, wie aufwendig der Grillvorgang werden darf. Die Größe der Grillfläche können Sie beim Water Smoker übrigens durch mehrere, übereinander positionierte Roste vergrößern. Fragen Sie sich auf der Suche nach Ihrem Smoker-Vergleichssieger, wie oft Sie Ihren Smoker benutzen wollen, wie viel Aufwand Sie sich betreiben möchten und welchen Spielraum Sie bei dem Holz haben wollen. Auch ein günstiger Smoker kann bei Gelegenheits-Smokern durchaus ausreichen.

In Smoker-Tests werden Ihnen einige altbekannte Marken und Hersteller über den Weg laufen, die Sie auch von Gasgrills und Elektrogrills kennen:

  • Weber
  • Broil-Master
  • CS Trading
  • El Fuego
  • Dilego
  • Landmann
  • Grill’n Smoke

3. Pflege und Reinigungstipps

Wer seinen Grill liebt, muss ihm nach jedem Gebrauch Pflege zukommen lassen. Das Grill-Rost kann mit einer Grillbürste vom Schmutz befreit werden. Auch der Innenraum lässt sich einfach reinigen. Mit einem Spatel können grobe Verschmutzungen entfernt werden. Heißes Wasser mit ein wenig Spülmittel reicht, um die restlichen Verschmutzungen zu entfernen.

Vor allem die Asche muss schnellstmöglich aus der Feuerbox des Smokers entfernt werden, da es sonst zu Korrosionen durch die Feuchtigkeit in der Luft kommen kann. Die Folge könnte sonst Rost in der Kammer sein.

Bei regelmäßiger Nutzung des BBQ-Smokers reicht diese leichte Reinigung völlig aus, da die Bakterien bei der nächsten Nutzung einfach abgetötet werden. Wer den Smoker-Grill nur zweimal im Jahr anwirft, sollte nach der Nutzung eine gründlichere Reinigung vornehmen.

4. Smoker-Rezepte für Ihr nächstes BBQ

Pulled Pork vom Smoker
Kein Fast-Food: Pulled Pork wird bis zu 24 h gegart. Dann ist es so zart, dass es beinahe von alleine zerfällt.

Besonders beliebt und ein echter Klassiker vom BBQ-Grill ist Pulled Pork. Auch die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe test 12/2016 schon von dem amerikanischen Klassiker geschwärmt.

Als Fleisch dient Schweineschulter oder -nacken, das mit dem sogenannten Rub eingerieben wird. Diese Marinade besteht aus Gewürzen wie Pfeffer, Paprika, Zwiebel- und Knoblauchpulver und Sonnenblumenöl, ganz nach Geschmack. Das Fleisch kommt dann für mindestens 12 Stunden, manchmal auch bis zu 24 Stunden auf den Smoker, der das Fleisch bei circa 100 Grad gart. Hat das Fleisch eine Innentemperatur von 90 Grad, ist es fertig. Dann wird es mit einer Gabel auseinander gezupft und mit Barbecue-Sauce als Burger serviert.

Die Klassiker unter den Smoker-Grill-Rezepten sind aber Rippchen. Eine Variante gibt es in dem Video:

5. Fragen und Antworten: Was Sie schon immer über Smoker wissen wollten

5.1. Welches Holz eignet sich für den Smoker?

Das Holz sorgt erst für den charakteristischen Rauchgeschmack. Zum Smoken eignen sich Harthölzer. Bei weichen Hölzern wie Nadelbäumen wird zu viel Ruß gebildet.

Hierzulande besonders beliebt ist Eiche, da es ein sehr günstiges, regionales Holz ist. Eiche bildet viel Rauch beim Verbrennen und hat keinen starken Nachgeschmack. Es eignet sich damit für jede Fleischsorte und auch für Gemüse.

das richtige Holz für den Smoker

Wer typisch amerikanisches Bacon-Aroma will, greift zu Hickory. In Amerika ist diese Holzsorte sehr beliebt. Für den deutschen Gaumen ist der starke, rauchige Geschmack manchmal zu viel.

Beliebt sind auch Fruchtbäume wie Kirsche und Apfel oder Nussbäume wie Pecan- und Walnuss. Jedes Holz gibt ein ganz eigenes Aroma ab und eignet sich für bestimmtes Grillgut besser oder schlechter. Für viele bringt dieses Experimentieren mit Holz und Fleisch genau den Spaß am Smoken.

Anderes Smoker-Zubehör unterscheidet sich nicht von anderen Geräten, mit denen Sie Fleisch grillen. Durchaus nützlich ist Folgendes:

  • Grillbesteck
  • Grillhandschuhe
  • Grillbürste
  • Fleischthermometer
  • Tropfschale
  • Schneidbrett

Interessieren Sie sich direkt für das passende Zubehör, finden Sie hier einen Vergleich zu Grillzangen mit ausführlicher Kaufberatung.

5.2. Welches Fleisch eignet sich für den Smoker?

Grundsätzlich lässt sich jedes Fleisch auf dem Smoker zubereiten, ja sogar Geflügel und Fisch schmecken wunderbar vom Barbecue-Grill.

Vegetarisch Grillen geht natürlich auch. Kartoffeln und Gemüsespieße lassen sich wunderbar smoken. Auch Käse und Tofu bekommen einen besonderen, rauchigen Geschmack.

5.3. Was ist besser, Smoker oder Kugelgrill?

Kugelgrill oder Smoker
Eine Kugelgrill ist platzsparend und günstig, bringt aber auch nicht das volle Smoker-Feeling.

Das kommt ganz auf Ihre Grillgewohnheiten an. Die Vorteile vom Smoker sind die große Grillfläche, die Möglichkeit, mit richtigem Holz zu smoken und die zusätzliche Arbeitsfläche für Sauce, Suppe und Co. Da liegen aber auch für viele Nutzer die Nachteile. Ein Smoker nimmt wesentlich mehr Platz in Anspruch als ein Kugelgrill und die Anwendung ist wesentlich aufwendiger. Möchten Sie also ab und zu für wenige Leute grillen, ist ein Kugelgrill die bessere Wahl. Grillen Sie auch gerne für eine große Runde und möchten mit Aromen experimentieren, sollten Sie eventuell etwas mehr Geld investieren und einen Smoker kaufen.

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