Zeckenschutz für den Garten

Wer gern in der Natur unterwegs ist, hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal mit den Themen Zeckenbiss und Zeckenschutzmittel beschäftigt. Zecken übertragen Borreliose und die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), besser bekannt als Hirnhautentzündung.

In Wäldern und hohem Gras ist die Gefahr eines Zeckenbisses am höchsten, weil sich die Zecken hier wohl fühlen. Dass die Gefahr eines Zeckenbisses aber auch im heimischen Garten lauert, wissen nur die wenigsten.

1. Warum Zeckenschutz im Garten?

Studien zufolge hat die Zahl der Zecken in deutschen Gärten in den letzten zwei Jahrzehnten rapide zugenommen. Hauptursachen für diese Entwicklung sind der Klimawandel und die naturnahe Wald- und Gartenwirtschaft. Im Fell von Mäusen kommen die Zecken in unsere Gärten, breiten sich ungestört aus und sind eine Gefahr für Mensch und Haustier. Eine Umfrage unter 500 Kleingärtnern ergab, dass bereits 80% der Gärten von Zecken befallen sind. Einen wirksamen Impfstoff gibt es nur gegen FSME, jedoch nicht gegen Borreliose, wie kann man sich also schützen?

2. Konventionelle Zeckenschutzmittel

Bewährte Mittel, wie Umgebungssprays oder Körperlotionen, zielen auf Abschreckung oder Abtötung der Zecken. Die Wurzel des Problems – die Ausbreitung von Zecken im Garten – wird durch diese Zeckenschutzmittel allerdings nicht bekämpft. Wissenschaftler suchen bereits seit geraumer Zeit nach einem Zeckenmittel, das schon der Ausbreitung von Zecken entgegenwirkt. Einige setzen dabei auf die natürlichen Feinde der Zecke: Pilze, Würmer und Miniwespen. Im Freiland bewährt hat sich allerdings bisher keine dieser Strategien.

3. Neues Zeckenmittel: Zeckenrollen

Zeckenrollen sind ein neues Mittel, das der Zeckenplage bereits in seiner Entstehung einen Riegel vorschiebt. Die kleinen Papprollen sind vollständig biologisch abbaubar und enthalten eine Watte aus reiner Baumwolle, die mit dem Insektizid Permethrin getränkt wurde. Permethrin ist das synthetische Pendant des natürlichen Pyrethrum, das in den Blüten der Chrysantheme enthalten ist und ist biologisch völlig unbedenklich. – Bedenklich finden das nur die kleinen Blutsauger: Kommen Zecken mit dem Mittel in Berührung, sterben sie binnen kürzester Zeit.

4. Wie wirken Zeckenrollen?

Gewöhnliche Zeckenmittel können erst zur Anwendung kommen, wenn das blutsaugende Spinnengetier bereits im Garten ist. Wer nicht regelmäßig impfen möchte oder sich und seine Haustiere ständig mit Sprays und Lotionen schützen will, muss also früher aufstehen.

Zeckenrollen verhindern auf einfache Weise die Ausbreitung von Zecken und machen damit die konventionellen Schutzmaßnahmen weitgehend überflüssig. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die Zeckenrollen enthalten eine Watte, die das wichtigste Wirtstier für Zecken im Frühstadium – die Maus – als Nestbaumaterial verwendet. Werden regelmäßig Zeckenrollen an den entscheidenden Stellen im Garten ausgelegt, erledigt sich die Zeckenbekämpfung sozusagen von alleine. Mäuse finden die Rollen unter dichten Büschen, in der Nähe von Komposthaufen oder Gartenhäusern und verwenden die enthaltene Baumwolle als Nestbaumaterial. Das in der Watte enthaltene Insektizid Permethrin überträgt sich auf das Fell der Nestbewohner und tötet dadurch alle Zecken ab, die die Nager befallen.

Es genügt, zweimal jährlich Rollen nachzulegen. Eine 12er-Packung Zeckenrollen reicht aus, um einen 500 Quadratmeter großen Garten ein Jahr lang zeckenfrei zu halten.

Weitere Informationen und Bezug von Zeckenrollen über die Herstellerseite www.zeckenrollen.de.

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