Rasentrimmer, Motorsense, Freischneider: Räumt auf und kürzt exakt

- Motorsense und Rasentrimmer: Souverän gegen Dickicht und Gestrüpp ankämpfen
Rasentrimmer, Motorsense und Freischneider sind eigentlich dasselbe Gerät, jeder Begriff stellt aber eine Steigerung in Größe und Leistungsfähigkeit dar. Wir zeigen Ihnen, was sich für Ihren Garten am besten eignet und welches Gerät den größten Bedienkomfort bietet.
Rasentrimmer, Motorsense, Freischneider: Die Übersicht
Drei Geräte, ein Prinzip
Rasentrimmer, Motorsense und Freischneider funktionieren im Prinzip gleich, wesentliche Unterschiede bestehen hingegen in Antrieb, Leistung und Einsatzgebiet. Allen gemeinsam ist, dass ein Motor über eine Welle ein Messer oder einen rotierenden Fadenkopf in Bodennähe antreibt, welcher das Schnittgut sichelartig kappt und fortschleudert.
Rasentrimmer sind in der Regel für den Hobbygärtner das Werkzeug der Wahl. Elektrisch betrieben, entweder mit Kabel- oder Akkubetrieb, kürzen Sie die Rasenkanten im ganzen Garten präzise und schnell.
Motorsensen hingegen sind schon eine Nummer größer: Mit ihnen kann man auch eine Wiese "niedermachen" oder sich an leichtes, nicht verholztes Gestrüpp wagen. Die Geräte sind selten elektrobetrieben, ein Zweitakt-Kettensägenmotor sorgt bei der Benzin-Motorsense für die nötige Kraftentfaltung.
Freischneider als größte Kategorie sind in der Regel Gartenbaubetrieben und Stadtwerken vorbehalten. Die großen, schweren und sehr leistungsstarken Geräte fräsen sich auch durch ein Brombeergestrüpp und junge Bäume. Für den Einsatz im eigenen Garten, wenn es sich nicht gerade um ein Anwesen mit Park handelt, sind diese Geräte in der Regel überdimensioniert und auch in Anschaffung und Wartung nicht billig.

- Der Freischneider – schafft was weg. Für den Garten meist ein bisschen zu groß. Das Prinzip ist jedoch, bis auf den Fadenkopf statt dem rotierenden Messer, bei allen drei Gerätegrößen gleich.
Sicherheitshinweise für den Umgang mit rotierenden Schneidwerkzeugen
Dass ein sich schnell drehendes Schneidwerkzeug kein Spielzeug ist, versteht sich von selbst. Obwohl bei der Führung eines Rasentrimmers keine spezielle Schutzausrüstung vorgesehen ist, sollte festes Schuhwerk und eine lange, dichte Arbeitshose (Jeans) selbstverständlich sein, eine Schutzbrille ist zumindest an Kieswegen oder -betten empfehlenswert.
Für Motorsensen und Freischneider ist Schutzausrüstung gesetzlich vorgeschrieben und zum Eigenschutz unabdingbar:
Motorsense: Fadenabdeckung, Schutzbrille, festes Schuhwerk
Freischneider: Messerabdeckung, Schutzbrille, Gehörschutz, Schnittschutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe.
Bei Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen können schwere Verletzungen entstehen!
Fadenkopf beim Rasentrimmer
Rasentrimmer, auch Kantenschneider genannt, verfügen im Unterschied zu Freischneidern und Motorsensen meist nur über einen Fadenkopf. Dieser besteht aus einer Spule, in der ein stabiler Kunststofffaden auf einer Feder gelagert aufgerollt ist.
Wird der Mähkopf durch den Motor in Rotation versetzt, drückt die Fliehkraft den Mähfaden aus den Öffnungen des Kopfes heraus. Dieser schneidet dann peitschenartig die Grashalme ab. Nach einigen Einsätzen muss der Faden ersetzt werden.
Fadenkopftrimmer, wie sie auch genannt werden, haben den Vorteil, dass sie auch an Zäunen und Mauern eingesetzt werden können, ohne sich selbst oder das Hindernis zu beschädigen.
Nachteilig ist die vergleichsweise geringe Leistungsfähigkeit und Schnittkraft: Geäst und Gestrüpp lassen sich mit einem Fadenkopftrimmer nicht beseitigen; die Rasenkanten werden dafür exakt und schonend geschnitten.
Bildnachweis
Titelbild-Rotierender Mähfaden: wikipedia.de (gemeinfrei)
Freischneider: Quelle: Wikipedia; Foto: Appaloosa; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de / Kurz
Miniaturbilder:
Harke: © Pandi / www.pixelio.de
Rasentrimmer: wikipedia.de (gemeinfrei)
Spaten: © Andre Petter / www.pixelio.de
Rasenmäher: © Anne Bermüller / www.pixelio.de
Komposter: © Erika Hartmann / www.pixelio.de
Motorsäge: © Paul-Georg Meister / www.pixelio.de
Astschere: © Uschi Dreiucker / www.pixelio.de
Häcksler: © Uwe Steinbrich / www.pixelio.de





