Regenjacke Test 2018

Die besten wasserdichten Jacken im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Selbst im Sommer sind wir nicht vor plötzlichen Wolkenbrüchen gefeit, vom Herbst einmal ganz zu schweigen. Wir haben deshalb unseren großen Regenjacken-Test 2018 gemacht und die Jacken in der Dusche mit viel Wasser und Druck bearbeitet.
  • Dabei entpuppten sich insbesondere die Reißverschlüsse der Regenjacke als größte Schwäche – noch so wasserdichte Materialien bringen wenig, wenn der Reißverschluss nicht richtig konzipiert ist.
  • Aber auch auf den Tragekomfort und den Ausstattungsumfang haben wir bei unserem Test geachtet: So sind wir der Frage auf den Grund gegangen, wie viele Taschen die Jacken bieten und wie intuitiv sich die Kordeln an Kapuze und Bund bedienen lassen.

Regenjacke Test

Die letzten Sommer haben es gezeigt: Auf einen heißen und trockenen Tag folgt in der Regel noch am selben Abend das reinigende Gewitter – und damit oft auch klitschnasse Kleidung, die sich an unseren Körpern festsaugt. Und was im Sommer zur Sicherheit getragen werden kann, sollte spätestens im Herbst Standard werden: die Regenjacke.

Regenjacke VergleichWir lassen Sie nicht im Regen stehen und haben unseren Regenjacken-Test 2018 durchgeführt. Hier präsentieren wir nicht nur unseren Regenjacken-Vergleichssieger, sondern versorgen Sie in unserer Kaufberatung mit allen wichtigen Informationen rund ums Thema: So erfahren Sie unter anderem, wo die typischen Schwachstellen der Jacken liegen, was guten Tragekomfort ausmacht und wie eine gute Kapuze geschnitten sein sollte.

1. Regenjacken-Test 2018 – Unser Test-Fazit im Überblick

Bevor wir in den folgenden Kapitel näher darauf eingehen möchten, was es bei den verschiedenen Kaufkriterien zu beachten gibt und wie wir die Regenjacken getestet haben, möchten wir Ihnen an dieser Stelle bereits eine kompakte Übersicht zu unseren Vergleichsergebnissen anbieten.

Regenjacke Reißverschluss wasserdicht
Oft das Zünglein an der Waage: Die Verarbeitung des Reißverschlusses.

Wasserdichtigkeit: Wirklich wasserdichte Regenjacken kosten in der Regel etwas mehr – 60, 70 Euro sollten schon mindestens ausgegeben werden, wenn die Jacke lange dicht halten soll.

Denn wirklich dicht sind längst nicht alle Regenjacken. Viele Exemplare haben Schwächen beim Material und noch mehr haben suboptimale Reißverschlüsse verarbeitet, durch die Wasser spielend leicht hindurchdringen kann.

Wer allerdings nur eine günstige Regenjacke kaufen möchte, die bei leichtem Sommerregen reicht, um kurze Distanzen zu überbrücken, muss natürlich nicht ganz so tief in den Geldbeutel greifen.

Tragekomfort: Insbesondere größere, stämmigere oder kräftiger gebaute Männer sollten hier genau hinsehen: Problembereiche offenbarten sich vor allem an Schultern, Rücken und Brust, wo das Material spannen und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein kann.

Ausstattung: Mindestens drei Taschen, davon gerne eine innen gelegen, bieten ausreichend Stauraum bei einer Jacke, die zur regelmäßigen Nutzung gedacht ist. Wichtig ist auch hier die Verschlussmöglichkeit. Ideal: Reißverschlüsse mit überlappenden Laschen.

Auch die Kapuze sollte einen möglichst weit vorstehenden Schirm aufweisen, um störenden Regen im Gesicht zu vermeiden.

Regenjacke wasserdicht
Nicht verzagen: Zwar konnten einige Produkte in unserem Test nicht überzeugen, aber mithilfe unserer Produkttabelle finden Sie schnell eine Regenjacke, die hält, was der Name verspricht.

2. Wasserdichtigkeit – Regenjacke? Der Name ist nicht immer Programm!

Stiftung Warentest bestätigt Gartencenter.de

Die Stiftung Warentest bestätigt mit ihren Ergebnissen aus dem Jahr 2016 unsere aktuellen Erkenntnisse: Damals erwiesen sich nur drei von vierzehn Regenjacken als langfristig wasserdicht.

Eine Quote, die sich auch in unserem Test ungefähr wiederfindet.

Regenjacke – darunter verstehen wir eine wasserdichte Jacke. Oder? Nun ja, die Hersteller, die ihre Produkte mit Regenjacke, Wetterjacke, Regenmantel, Outdoorjacke oder gleich in Kombination Outdoor-Regenjacke nennen, nehmen es mit der Wasserdichtigkeit nicht immer ganz so genau. Stellt sich also die Frage: Welche Regenjacke ist wirklich wasserdicht?

Unser Wasser-Test hat zunächst gezeigt, dass viele der sogenannten Regenjacken diese Beschreibung nicht oder nur mit Abstrichen verdienen. Vor allem leichte bzw. dünne Regenjacken offenbarten schnell Materialschwächen. Nach kurzer Zeit drangen zum Teil erhebliche Wassermengen durch das Material.

Auch dünne Regenjacken können Sinn ergeben! Natürlich nicht für einen regnerischen Herbsttag, aber als Jacke, die leichten Nieselregen aushalten soll, kann eine nicht so wasserdichte Jacke durchaus praktisch sein.

Die dünnen Regenjacken lassen sich gut im Rucksack oder der Tasche verstauen, wenn Sie in der Stadt unterwegs sind oder ein Open-Air-Event besuchen, und bieten bei leichtem Regen quasi eine Erstversorgung, um nicht gleich nass zu werden.

Dünne oder schwere Regenjacke? Leichter oder starker Regenschutz? Unterschiedliche Regenjacken-Arten können sich für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen. Wir haben Ihnen deshalb die Vor- und Nachteile der tendenziell schwereren und wasserdichteren Jacken zusammengefasst:

  • in der Regel besserer Regenschutz
  • oft auch solidere Verarbeitung
  • häufig bessere Ausstattungsmerkmale (z.B. Qualität und Anzahl der Taschen)
  • tendenziell etwas besserer Tragekomfort
  • besser für kalte Herbst- und Wintertage geeignet
  • in der Regel deutlich teurer als leichte Regenjacken
  • schwerer und weniger kompakt: Lassen sich nicht leicht verstauen und transportieren
Regenjacke Wasserdichtigkeit
Brust und Bauch und das sehr mittig: Das typische Bild einer Regenjacke in unserem Test, deren Material dem Wasser zwar weitestgehend standhalten konnte, deren Reißverschluss jedoch der klare Schwachpunkt war.

Auf der Suche nach der besten Regenjacke, die wirklich wasserdicht ist? Dann ist neben dem Material vor allem auf den Reißverschluss zu achten. Dieser hat sich in unserem Test als größter Schwachpunkt herauskristallisiert – selbst bei namhafteren Herstellern oder Marken.

Bewährt haben sich solche Reißverschlüsse, die eine Lasche aufweisen, die den Reißverschluss wiederum abdeckt. So kann der Regen nicht direkt auf den Reißverschluss fallen und wird effektiv abgehalten.

Regenjacken sind nicht gleich Windjacken – sind Ihnen beide Faktoren wichtig, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass es sich bei Ihrem Wunschprodukt zugleich um eine Wind- und Regenjacke handelt.

Nike Regenjacke Windjacke
Am Beispiel einer Nike-Regenjacke wird deutlich: Tendenziell können Regenjacken von Sportartikelherstellern weniger mit Regenschutz auftrumpfen. Dafür überzeugen sie oft beim Windschutz.

3. Tragekomfort – Kräftigere Menschen können Probleme an den Schultern bekommen

Nicht jede Jacke ist kuschelig

Eine leichte Regenjacke für Damen oder Herren bietet neben weniger Wetterschutz auch etwas weniger Komfort als beispielsweise eine gefütterte Regenjacke.

Diese hält nicht nur wärmer, sondern schmiegt sich je nach Innenfutter gegebenenfalls auch schöner an die Haut an.

Dafür sind ungefütterte und somit oftmals ultraleichte Regenjacken die perfekte Antwort auf die Frage, welche Regenjacke sich zum Wandern eignet, denn hier tut jedes gesparte Gramm gut.

Eine wasserdichte Jacke ist für viele Menschen zunächst einmal eine Funktionsjacke: Sie soll möglichst gut vor Regen schützen. Nichtsdestotrotz muss sich eine solche Wetterjacke natürlich auch bequem tragen lassen.

In unserem Regenjacken-Test 2018 haben wir festgestellt, dass sich insbesondere bei Regenjacken für Herren Unterschiede beim Tragekomfort finden lassen. So können die Regenjacken für Männer insbesondere dort spannen, wo sich körperbauliche Unterschiede ergeben: An der Breite des oberen Rückens, dementsprechend an den Schultern und zum Teil auch an den Armen.

Menschen mit einem kräftigeren Körperbau sollten auf dieses Kriterium also besonderen Wert legen. Im Zweifelsfall kann natürlich auch eine Herren-Regenjacke in einer größeren Nummer gekauft werden, allerdings können wir nicht pauschal garantieren, dass sich die Problembereiche der Jacken damit in Luft auflösen.

Regenjacke Tragekomfort Gewicht
Tragekomfort einmal anders: Dünne Regenjacken mögen nicht immer optimalen Wetterschutz bieten, dafür sind sie perfekt für unterwegs. Kompakt, leicht und manchmal schon mit dem entsprechenden Täschchen ausgeliefert (li.).

Auch bei der Regenjacke für Damen ist das Problem zu eng geschnittener Partien natürlich nicht komplett aus der Welt – wenngleich es in unserem Test deutlich seltener vorkam als bei den Männern, dass die Damen-Regenjacke an Schultern oder Rücken spannte.

Dennoch: Auch hier gilt, dass bei kräftigerem Körperbau im Zweifel eine größere Größe oder gleich ein Modell mit besseren Werten beim Tragekomfort in Betracht gezogen werden sollte.

So können Sie sich bei Tragekomfort und Passform unserer Testprodukte orientieren:

Die wasserdichten Jacken für Damen wurden alle in der Größe M getestet – die Testerin ist von schlanker Figur und wiegt bei einer Körpergröße von ca. 1,65 m 55 kg.

Die Regenjacken für Herren in unserem Test waren alle in der Größe L, der Tester wiegt rund 82 kg bei einer Körpergröße von 1,83 m.

Um den Überblick rund zu machen, haben wir Ihnen in der folgenden Tabelle aufgelistet, welche Buchstaben welchen Kleidungsgrößen bei Frauen und Männern entsprechen.

Größe in Buchstaben Frauengröße (Zahlen) Männergröße (Zahlen)
 XXS  32  42
 XS  34  44
 S  36  46
 M  38  48
 L  40 – 42  50 – 52
 XL  44 – 46  54 – 56
 XXL  48 – 50  58 – 60
 XXXL  52 – 54  62 – 64

4. Ausstattung – Taschen mit Verschluss sind im Vorteil

Vaude Innentasche Regenjacke
Vaude hat es ideal gelöst: Eine Innentasche mit Reißverschluss sorgt für optimalen Regen- und Diebstahlschutz.

Bei den Taschen sind wir altmodisch vorgegangen und haben uns an das Motto „viel hilft viel“ gehalten: Drei Taschen sollten die Regenjacken unserer Meinung nach aufweisen, damit alle wesentlichen Wert- und Nutzgegenstände wie Portemonnaie, Smartphone oder Taschentücher verstaut werden können.

Doch nicht nur die bloße Anzahl ist entscheidend: Auch auf den Verschluss kommt es an. Sind die Taschen offen, kann Regenwasser natürlich deutlich leichter zu den Tascheninhalten gelangen als bei verschließbaren Taschen.

Sind Sie eher der Typ, der seine Wertsachen ohnehin in der Handtasche, im Brustbeutel oder im Rucksack bei sich trägt? Dann ist die Verschließbarkeit und somit der Wasserschutz sowie der Diebstahlschutz, den Ihre Jackentaschen Ihnen bieten, natürlich weniger wichtig.

Tragen Sie Ihre Wertsachen hingegen lieber eng am Körper, empfehlen wir Ihnen eine Regenjacke mit mindestens drei Taschen, von denen sich mindestens eine innen befindet und bei denen zumindest die Außentaschen verschließbar sind – idealerweise mit einem Reißverschluss.

Auch Kapuzen sind ein wichtiges Ausstattungsmerkmal. Wenn der Regen nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihr Gesicht verschonen soll, empfehlen wir eine Jacke, deren Kapuze einen möglichst großen und weit vorstehenden Schirm hat.

Kordeln, mit denen sich die Kapuze eng zusammenziehen lässt sind nicht zuletzt in Hinblick auf kalte Winde ein weiterer Vorteil.

Regenjacke Kapuze
So bleibt auch das Gesicht trocken: Weit ausladender Schirm und per Kordeln eng zusammenzuschnüren.

5. Regenjacken-Test 2018 – So haben wir getestet

Abschließend möchten wir Ihnen noch einen Einblick in das angewendete Testverfahren unseres Regenjacken-Vergleichs bieten. Zunächst einmal haben wir alle getesteten Regenjacken online bestellt.

Anschließend wurden die Herren- und Damen-Regenjacken separat von dem entsprechenden Tester bzw. der entsprechenden Testerin probegetragen. Hierbei wurde auch die Anzahl und Beschaffenheit der Taschen festgehalten.

Ebenfalls fanden hier schon Einschätzungen darüber statt, wie intuitiv die Kordeln an Bund und Kapuze (falls denn vorhanden) bedienbar sind.

Regenjacke Vergleichssieger
So haben wir getestet: draußen für den leichteren Regentest, drinnen für die Dusche unter genau abgemessenen Rahmenbedingungen.

Zu guter Letzt wurden die Jacken einem echten Härtetest unterzogen: Mehrere Minuten wurde ein Exemplar nach dem anderen unter der Dusche getragen – bei maximal aufgedrehtem Wasserhahn.

Dabei wurde darauf geachtet, den Duschkopf stets in gleicher Entfernung zu halten und verschiedene Bereiche der Jacke (wie zum Beispiel Schulterpartien, Rücken, Kapuze, Taschen, Reißverschluss) gleich lang mit dem Wasserstrahl zu konfrontieren – ein mitunter nasses Vergnügen für die Testpersonen.

Anschließend wurde anhand des Körpergefühls und des darunter getragenen T-Shirts deutlich, wie viel Wasser an welchen Stellen durch die Jacke drang. Das Körpergefühl war vor allem für die Einschätzung wichtig, wie lange die Jacken durchgehalten haben, bis das erste Mal Wasser durchdrang.

In den Taschen platzierte Blätter gaben Auskunft, wie dicht die Taschen der Jacken waren.

Alle Ergebnisse und Eindrücke wurde letztlich in ein zuvor ausgerechnetes Punktesystem übertragen, aus dem sich die Bewertung der einzelnen Kategorien, der Oberkategorien und schließlich der Endnote ergab.

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